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Mit dem Auto bis zum Cache ..

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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HansHafen
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Re: Mit dem Auto bis zum Cache ..

Beitrag von HansHafen » Do 13. Nov 2014, 00:44

Team Oberpfalzläufer hat geschrieben:
Was da alles an Tod & Leid eingeschweißt ist reicht bei mir für so manche Depression. Vielleicht ja auch deswegen, weil ich sehe, wo es herkommt
Wir kaufen unseres frisch :roll:
Also lebend? Und lasst es ohne Qual weiterleben?
Die einzige Art, die mich weniger traurig macht.

Finde es "putzig" wie viele so ein Zeug angeblich nicht kaufen.
Hier in meiner Gegend stehen die Konzentrationslager Hallenweise nur so rum.
Man kann keine Radtour machen, ohne dass man alle 500m so ein Teil sieht.

Sorry, offtopic, aber wo wir gerade über den zivilisierten Menschen redeten...
Ich und die Schwerkraft, was für eine nervenaufreibende Kombination...

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schoerli1
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Re: Mit dem Auto bis zum Cache ..

Beitrag von schoerli1 » Do 13. Nov 2014, 08:26

Also ich kaufe das. Allerdings gibts bei mir nur 1 Mal die Woche Fleisch (unter der Woche auch keine Wurst o.ä.).
Aber, is ja Wurst :P

Back to Topic ;)

Genausowenig wie man Leute dazu zwingen kann oder sollte, Vegetarier zu werden, kann man wohl Cacher dazu zwingen, nicht mit dem Auto direkt bis an die Dose zu fahren. Es ist einfach in den meisten Fällen schlicht unmöglich und vor allen Dingen energieraubend für einen selbst. Da kann man die Sache selber völlig daneben finden, die eigene Meinung verbietet einem ja niemand. Nur das Bild des Cachers in der Öffentlichkeit leidet ggf. Da kann man als Einzelner aber herzlich wenig gegen tun, außer bei Nachfragen beharrlich seine Sicht der Dinge darlegen.
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BlueGerbil
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Re: Mit dem Auto bis zum Cache ..

Beitrag von BlueGerbil » Do 13. Nov 2014, 12:44

schoerli1 hat geschrieben:Es ist einfach in den meisten Fällen schlicht unmöglich und vor allen Dingen energieraubend für einen selbst.
Jepp. Finde ich bei Veganer/Vegetarieren usw. teilweise recht anstrengend, dieses Missionarhafte. Geht mir bei einem Musiker, den ich sehr schätze, leider so. Jedes 2. Facebook-Posting geht nicht um ihn oder seine Musik, sondern um´s Thema Veganismus.

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HansHafen
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Re: Mit dem Auto bis zum Cache ..

Beitrag von HansHafen » Do 13. Nov 2014, 12:57

schoerli1 hat geschrieben:Also ich kaufe das. Allerdings gibts bei mir nur 1 Mal die Woche Fleisch (unter der Woche auch keine Wurst o.ä.).
Aber, is ja Wurst :P

Back to Topic ;)

Genausowenig wie man Leute dazu zwingen kann oder sollte, Vegetarier zu werden, kann man wohl Cacher dazu zwingen, nicht mit dem Auto direkt bis an die Dose zu fahren. Es ist einfach in den meisten Fällen schlicht unmöglich und vor allen Dingen energieraubend für einen selbst. Da kann man die Sache selber völlig daneben finden, die eigene Meinung verbietet einem ja niemand. Nur das Bild des Cachers in der Öffentlichkeit leidet ggf. Da kann man als Einzelner aber herzlich wenig gegen tun, außer bei Nachfragen beharrlich seine Sicht der Dinge darlegen.
Hmm,

klar, man kann bei beiden Themen sagen: Privatsache. Muss jeder selber wissen. Entscheidungsfreiheit.

Nur liegt man bei beiden angesprochenen Themen nur oberflächlich richtig. Klar soll der Mensch frei sein zu tun was er mag - das sollte jedoch nur solange gelten, solange er anderen Lebewesen damit keinen Schaden zufügt.

Beim Fleisch wäre das die Tierquälerei und das Töten, der CO2-Ausstoß, die Zerstörung der Umwelt hierzulande und anderswo (Tierfutter), die Verschandelung der Landschaft (wenn ich hier rumfahre könnte ich kotzen, gut für die Leute, die nicht hier wohnen, heile Welt und so kann man sich ja denken), die Benachteiligung von Menschen in anderen Ländern (Landnahme, Unbezahlbarkeit von Grundnahrungsmitteln, Abholzung, Pestizide - immer schön wenn das nicht bei uns vor der Haustür passiert) und all dies - das kann man zwar ausblenden beim Kauf, aber man gibt es in Auftrag und finanziert es. So gerne man das nicht wahrhaben möchte.

So auch beim Geocaching - klar, auch hier denkt jeder "Was interessiert es die anderen wie ich mich verhalte". Aber auch wenn man das nicht so sieht - die Masse an Fehlverhalten macht es eben. Wenn ungefragt Caches auf Grundstücken platziert werden - dann steigt die Menge der Eigentümer die sich darüber ärgern (es vielleicht aber geduldet hätten, hätte man sie gefragt), seien es nun Förster, private Eigentümer oder Gemeinden und Städte. Dazu kommt der PKW-Verkehr der Anwohner stört, das Parken frei nach Schnautze, das Ignorieren von Einfahrverboten und das ganze teilweise dann auch noch nachts. Weiter tragen auch Beschädigungen durch Geocacher zu der Problematik bei. Seien es die Owner, die beim Platzieren ohne Überlegen handeln oder auch bewusst. Die Cacher, die beim Suchen die ganze Gegend umpflügen und zertrampeln.

Naja, das lässt sich noch fortführen - mit all diesem Verhalten macht man aber auf sich aufmerksam. Und die Leute unterscheiden dann nicht zwischen dem netten Geocacher auf dem Rad, dem Wanderer oder dem Autocacher, der sie zuparkt, Verbote ignoriert und im Wald mit seinem Auto rumgurkt. Dem Owner der vorher fragt oder dem, der ohne Nachdenken platziert. Da wird dann schon vermehrt über einen Kamm geschoren und es formieren sich Gruppen die dann gegen Geocaching als solches aufgebracht sind. Wenn diese dann lokal auch Einfluss haben, ist das ganze dann schnell Bestandteil der Gemeindepolitik - und dann gibt es Geschrei, wenn es Verbote und Restriktionen hagelt.

Daher finde ich es immer etwas platt zu sagen, dass man sonst ja die Freiheit des Menschen beschneidet. Das finde ich auch sehr wichtig, aber eher in den Bereichen, in denen der Mensch damit nicht andere schädigt.

Und beim Geocaching (wie auch beim ersten Thema) kann man auch persönlich viel tun. Als Cacher ruhig auch mal nachdenken, vielleicht etliche 100m weiter weg parken, an Stellen, wo es nicht stört, wo es nicht mit den Caches in Verbindung gebracht wird. Oder besser gleich erst gar nicht mit dem Auto cachen gehen. Ist auch besser für die Wampe (wenn ich mir viele Cacher so angucke, au au au). Und für die Umwelt. Und den Geldbeutel.
Als Owner kann man darauf achten, dass die eigenen Caches so gelegt sind, dass sie a) nicht einen Massenansturm verursachen (Häufung von Caches, Powertrail, Nähe dazu) und b) so gelegen sind, dass sie möglichst nicht mit dem Auto erreichbar sind. Dass man bspw. den letzten Kilometer (oder gerne viel mehr) eben zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen MUSS weil man einfach mit dem Auto nicht durchkommt.


Sicher, bei den ganzen Leuten da draußen die sich Geocacher nennen... vielleicht nur ein Wunschdenken?

Finde es nur traurig - dafür dass wir Menschen angeblich die "Krone der Schöpfung" sein sollen, zivilisiert und intelligent - dafür sehe ich da draußen leider viele Beispiele von Überheblichkeit, Dummheit, Ignoranz, fehlender Empathie, Zerstörung des eigenen Lebensraums und Sabotage der eignen Lebensqualität auf lange Sicht. Oder können wir Menschen nur von 12 bis Mittags denken? Und nur soweit, wie der eigene Wohlfühlbereich geht? Was morgen ist, was wir mit unserer Existenzgrundlage anstellen, welches Leid wir anderen Lebewesen zufügen... leider interessiert das nur wenige. Klar, oberflächlich sind wir alle für Tierschutz, gegen Kriege, für den Umweltschutz, gegen Leid und Tod - aber sobald dafür etwas eigener Komfort eingebüßt werden soll oder es uns an den (aktuellen) Geldbeutel geht hört das Engagement schnell auf.

Explizit genau auf das Thema bezogen: Klar bin ich für Umweltschutz und will der Geocachingcommunity keinen Schaden zufügen - aber sieht bestimmt keiner wenn ich hier jetzt direkt zum Cache fahre (ich mache das ja auch gar nicht sooooo oft).

BG
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Re: Mit dem Auto bis zum Cache ..

Beitrag von HansHafen » Do 13. Nov 2014, 13:15

BlueGerbil hat geschrieben:Jepp. Finde ich bei Veganer/Vegetarieren usw. teilweise recht anstrengend, dieses Missionarhafte.
Kann ich verstehen. Abgesehen davon, dass ich das jetzt gar nicht so zum Thema machen wollte, möchte ich dir dennoch gerne antworten - es muss auch gar nicht zwangsläufig dieses Thema sein - man kann es aber gut symbolhaft benutzen, denn:

Wenn jemand mich auf etwas aufmerksam macht, das allgemein mit negativen Begleiterscheinungen auffällt (Zerstörung der Umwelt, Leid von Lebewesen usw.) dann scheint es natürlich beim Menschen, dass er mit einer Abwehrhaltung reagiert. Da erzählt mir jemand etwas negatives und ich ahne/weiß, dass auch ich mit dazu beitrage, dafür verantwortlich bin. Da gibt es zwei Reaktionsmöglichkeiten: a) ich höre mir das an und überprüfe mein Verhalten diesbezüglich und ändere es ggf. - b) ich baue eine Schutzmauer auf, versuche mein Verhalten zu relativieren bzw. das Gegenüber zu diskreditieren. So oder so, der Mensch ist dazu geneigt einen Zustand von Ausgeglichenheit zu erreichen, wie auch immer (http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz).

Da es aber echt schwer ist sich selbst objektiv kritisch zu betrachten und anstrengend sein eigenes Verhalten zu ändern, tendiert man oft dazu sein eigenes Verhalten zu relativieren, herabzuspielen oder eben die "Gegenseite" die mich darauf aufmerksam mach zu diskreditieren. Klar ist es einfacher sich über andere lächerlich zu machen, Quellen anzuzweifeln und etwas zu verdrängen.

Aber das trifft den Menschen in allen Lebensbereichen. Auch beim Geocaching - da heißt es dann "Naja, ich mache das ja nicht immer" und "Andere sind da noch viel schlimmer" oder "Dafür fahre ich ja sonst immer mit dem Rad zu Arbeit (also, wenn es nicht regnet, und nicht zu heiß ist, und ich nicht zu spät dran bin, und ....)". Auf gut Deutsch: Man versucht es sich schönzureden. Ist auch leichter. Der andere Weg wäre zu überlegen: "Mensch, was ich da mache ist echt nicht so toll - vielleicht kann ich in Zukunft diese oder jenes anders machen".

Dass es schwierig ist, sieh man ja auch bei anderen Sachen: Rauchen, Trinken oder ganz schlicht Essen - es bräuchte keine Diäten wenn man sich nicht ständig was vormachen würde. Sein Verhalten herabspielen und relativieren würde. Ich weiß selber ganz genau, dass mir Süßigkeiten nicht gut tun, dass sich das auf der Waage niederschlägt, dass wenn ich erstmal anfange abends solchen Kram in mich reinzustopfen das kein Gutes Ende nimmt - und trotzdem tappt man immer wieder in die gleiche Falle, weil konsequentes Verhalten, dass mit unseren Zielen und Einstellungen konform geht echt schwierig ist.

BG
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PS: Ich erlaube mir mal auf lustige Art und Weise auf dein Bild mit einem Bild zu antworten: http://www.der-artgenosse.de/veganer-nerven
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Re: Mit dem Auto bis zum Cache ..

Beitrag von schoerli1 » Do 13. Nov 2014, 14:40

Ich fühle mich als rechschaffener Mitbürger mit von der breiten Masse akzeptiertem "normal-moralischem" Verhalten von "Bessermenschen" extrem genervt. Liegt aber auch daran, dass ich in meinem näheren Umfeld eine missionarische Veganerin habe. Und es ist meiner Erfahrung nach dann doch eher so, dass aus dieser Richtung mit Anschuldigungen, ein schlechtes Gewissen einreden wollend, sehr ereifernd, oft ohne klar ausgedrückte Argumente um sich geworfen wird. Ein missionarischer Fleischfresser ist mir dagegen noch nicht über den Weg gelaufen. Man muss das Thema auch überhaupt nicht laut ansprechen, es reicht völlig aus, mittags ein Käsebrot auszupacken. Da krieg ich echt zu viel. (Meine persönliche Meinung zu Veganismus geht in die Richtung, dass keine Ernährungsweise gut sein kann, in der künstlich Nährstoffe supplementiert werden müssen. Da lob ich mir dann die Vegetarier!)
Solange ich mit meinem Verhalten leben kann, ist alles in Ordnung in meiner Welt. Das Kollektivgedächtnis kann weder durch Einzelkämpfer noch durch Beleidigungen der vermeintlichen "besseren Menschen" verändert werden. Leben und leben lassen. Ich plädiere: Zurück in die 50er - Zurück zum Sonntagsbraten! Das eigentliche Problem, aus dem her sich die Massentierhaltung doch überhaupt nur entwickeln konnte, ist die Möglichkeit der Industrie, den Markt zu überfüttern. Und Menschen sind dumm: Sehen sie ne Schlange, stellen sie sich an. Soll heißen: Ist das Angebot groß, wird es auch übermäßig in Anspruch genommen. Man ist eben weg von der Theorie, dass die Nachfrage das Angebot regelt - Das Angebot regelt heutzutage die Nachfrage. traurig aber wahr.
Und so ziemlich an dieser Stelle hat das auch nurnoch bedingt was mit Geocaching zu tun. Ist ein Auto da, kann es vom Individuum benutzt werden, und sei es, um direkt an die Dose zu gurken. Das gefällt vielen nicht, aber das Individuum kann man in diesem Fall höchstwahrscheinlich nicht umstimmen, man kanns nur selber "besser" machen.
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Re: Mit dem Auto bis zum Cache ..

Beitrag von HansHafen » Do 13. Nov 2014, 15:17

@schoerli1: Wenngleich ich einigem deiner Äußerungen durchaus zustimmen kann und andere ganz klar widerlegen könnte, will ich hier natürlich keinen nerven. Falls du also wirkliches Interesse an einer Diskussion darüber hast, melde dich gerne per PN.

Eines möchte ich jedoch dazu noch loswerden: Die Menschen, die dich so nerven, die sind so, weil sie wissen wo die Wurst, Käse, Milch etc. heutzutage herkommt und wie die Tiere dafür leiden müssen. Das sind meist Menschen mit viel Empathie, die schlecht fühlen, wenn sie Leid sehen und es verhindern wollen. Sicher mögen manche dich damit aus der Komfortzone bringen. Aber wie willst du etwas erreichen, die Menschen zum denken bringen wenn alles nach dem Prinzip geht, dass sich jeder nur um seinen Kram kümmert? Das machen die ja schon. Und sehen wie es immer weitergeht mit der Qual.

Na dem Prinzip wird sich nicht viel verändern - demnach dürften wir auch keine Länder verurteilen in denen Menschenrechte verletzt werden. Geschweige denn Sanktionen gegen sie veranlassen. Weil... ist ja deren Sache, oder?

Manche sehen halt das Leid und möchten etwas dagegen unternehmen und aufklären. Das macht keiner, um dir jetzt persönlich an den Karren zu pissen. Deren Antrieb ist nicht Hass oder Missgunst sonder einfach nur Mitgefühl. Oft genug gibt es als Dank nur Anfeindungen und blöde Sprüche.

BG
HansHafen
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Re: Mit dem Auto bis zum Cache ..

Beitrag von Cloggy72 » Fr 14. Nov 2014, 16:08

War das Geocaching nicht ursprünglich so gedacht, dass man an die frische Luft kommt und Bewegung hat?

In der Tat ist unsere Gesellschaft doch sehr bequem geworden und verfettet zusehends (Ausnahme: wenn es wirklich krankheitsbedingt ist) durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel. Daraus resultieren dann wieder Konditionsprobleme, Gelenkprobleme, Herz-Kreislaufstörungen, Diabetes (Typ II), Cholesterin.
Allerdings muss man auch Fragen was zuerst da war, dass Übergewicht oder die (angebliche) Krankheit als Grund für das Übergewicht.

Ich möchte einfach mal wieder etwas beschreiben, was ich hier in den letzten Tagen sah:
Hier sind gerade Maler zugange und streichen Fenster an einem relativ großen Haus gegenüber. Der eine Maler ist extrem übergewichtig und bewegt sich kaum noch, er stützt sich immer wieder irgendwo auf, guckt dösig in die Luft und streicht dann wieder ein paar Sekunden sein Fensterchen, japst dann wieder bemitleidenswert auf und verfällt wieder in seinen trägen, minutenlangen Tiefschlaf. Seine Kollegen arbeiten dann derweil noch für ihn mit, hauptsache der Tag ist rum und der Vorarbeiter zufrieden. Zum Arbeitsplatz fährt er natürlich auch mit dem großen Auto und macht schon morgens beim Aussteigen aus dem PKW einen motivierten und energiegeladenen Eindruck wie eine Schnecke unter Betäubungsmitteln.

Ein weiteres Beispiel fiel mir bei einer Gartenbaufirma in der Stadt auf, da wird auch eine äußerst übergewichtige Person mit durchgezogen. Ich musste in dem Bereich zweimal eine Ampel innerhalb von 15 Minuten queren. Die Person stand da und hackte ein wenig im Beet um eine Pflanze herum, stützte sich anschließend schweißgebadet, japsend auf die Hacke auf und schaute motiviert ins Nichts. Ich fuhr daran vorbei und kam 15 Minuten später wieder vorbei. Die Person stand immernoch aufgestützt auf der Hacke rum und war kaum einen Meter weiter gekommen, während die Kollegen ein anderes Beet schon durchgearbeitet hatten.
An anderen Tagen hatte ich diese Person auch schon auf die gleiche Art und Weise arbeiten sehen.

In meiner Nachbarschaft wohnt außerdem auch eine junge Person, die man draußen vorm Haus garnicht mehr sieht. Die Person hat geschätzt 150 Kilo auf den Rippen und ist vielleicht 1,65m groß, jammert rum, dass sie eine angebliche Stoffwechsel-Krankheit hat, aber fährt weder Fahrrad, noch ist draußen zu Fuß unterwegs. Die Person ist ausschließlich daheim und jeden abend lässt sie Bringdienste mit ungesundem Fastfood kommen.
Jetzt kann man sich natürlich Fragen, ob es wirklich die (vorgeschobene) Krankheit ist, oder eindeutig das Fehlverhalten dieser Person, was zu dem hohen Gewicht geführt hat.

Wenn ich zu den Leuten direkt sagen würde, woran es liegt würde das sofort als Mobbing aufgefasst werden. Selbst wenn ich mal vorsichtig erzähle, dass ich nachdem ich aufgehört habe zu rauchen auch mal 100 Kilo drauf hatte und nun wieder bei 83 Kilo bin, viel Rad fahre und spazieren gehe, wäre das nur unerwünschte Kritik. So ne 150-Kilometer-Radtour lässt schon die Pfunde purzeln und man baut wieder Muskelmasse auf.
Das Problem ist nämlich, dass übergewichtige Personen in einem Kreislauf aus Mangelbewegung, Bequemlichkeit und Überernährung gefangen sind und dann jede Bewegung wieder zur Qual fürs Kreislaufsystem und den Stützapparat wird, man dann bei kleinsten Beschwerden wieder aufgibt.
Wenn man erstmal anfängt sich wieder mehr selbsttätig zu bewegen und auf die eine oder andere fettige Fleischmahlzeit verzichtet, wird es in kleinen Schritten auch wieder besser.
Dicke fühlen sich ja angeblich so wohl, dann sollte man die mal Filmen, wie sie sich selbst teilweise verhalten und ihnen das Gefilmte zeigen. Ich glaube so manch ein dicker, fast bewegungsunfhiger "Arbeiter" würde sich schämen, wenn man im zeigen würde, wie träge er schon geworden ist.

Aber wie gesagt, solche Kritiken sind unerwünscht.
Vielleicht sollte man den bequemen , leicht adipösen Autofahrern auf dem Feld- Wald- und Wirtschaftswegen einfach mal sagen, dass sie da nicht fahren dürfen und ein wenig Fußmarsch gut für die Figur ist. Aber Vorsicht: So manch einer droht dann mit Schlägen oder betitelt einen als Knölchen-Horst, weil Egoismus, Faulheit und Uneinsichtigkeit in dieser Gesellschaft weit verbreitet sind.

- Happy Hunting -
Der oben stehende Text ist eine Meinungsäußerung, die meine Ansicht zu diesen Themen wiedergibt.

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Re: Mit dem Auto bis zum Cache ..

Beitrag von Zappo » Fr 14. Nov 2014, 17:27

Kann es sein, daß - vorsichtig gefragt - in den Threads zur Zeit immer mehr persönliche Agendas (heißt das so? ) runtergebetet werden, die sicher wohlgemeint sind, aber ein wenig die Weiche weg vom eigentlichen Thema stellen?

Finde ich nicht immer sehr sinnvoll.

Zur Sicherheit: :D :D :D - nicht schlagen!


Gruß Zappo
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Re: Mit dem Auto bis zum Cache ..

Beitrag von 8812 » Fr 14. Nov 2014, 18:34

Zappo hat geschrieben: [...] zur Zeit immer mehr persönliche Agendas (heißt das so? ) [...]
Wenn Du schon fragst: Nein, der Plural heißt "Agenden". Und ein Problem mit den "Agenden" dürften allenfalls unsere ostdeutschen Kollegen haben. :D
Dem Rest deiner Einschätzung stimme ich voll und ganz zu.

Hans

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