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K-PO MT4000 ... ein Geräte hat ein Problem

Hilfe zu LPD- und PMR-Funkgeräten (kein CB-Funk!).

Moderator: morsix

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Schnüffelstück
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Beitrag von Schnüffelstück »

bitboy0 hat geschrieben:Sobald ein anderes Gerät in der direkter Nähe mit 2W funkt entstehen dort Spannungen die entweder den Schalttransistor oder den entsprechenden Eingang an der CPU töten ...

selbst wenn ich ein Gerät nebendran betreibe was mehr als 500mW Leistung abgibt dürfte IMHO do ein Fehler nicht auftreten...
Also sehe ich es richtig:
- Durch die 2W Sendeleistung in unmittelbarer Nähe hat es irgendwas im Empfangsteil permanent gegrillt
- Wenn man Nahbereich nur mit 500mW sendet, ist es kein Thema
- Der Fehler ist nur aufgetreten, weil Du mit 2W das Teil "aufgeweckt" hast
- Wenn man nicht im Energiesparmodus ist, verträgt es auch 2W im Nahbereich?
Schnüffelstück

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bitboy0
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Beitrag von bitboy0 »

Es sieht so aus als wäre es so. Das nicht umgebaute Teil war ja quasi sofort defekt... und erst als ich das Ding umgelötet hatte ist das andere - was vorher super ging - innerhalb von wenigen Minuten plötzlich auch defekt gewesen.

Die Spannung zum "Aufwecken" kann nur entstehen wenn der RF-Decoder mit dem Signal "RX_enable" auch mit Spannung versorgt wird. Beim Senden ist RX_enable spannungsfrei.

Solange das Gerät nicht schläft ist sehr guter Empfang möglich.

So wie der Chip im Schaltbild(PDF) liegt ist der HF-Teil unten, also an Pin 1-8... RF kommt an Pin 16 an und GND ist 15. VCC ist 4...

hier im Auschnitt vom Demodulatorteil sieht es so aus:
Bild

RF kommt an pin 16 an und geht über die zweite IF unten bis zum Pin9 (Audio Out) ... von dort gehts über einen Widerstand direkt zum Verstärker. und von dort geht es durch einen Poti (RV101-Squelchvoreinstellung) zu einem Filter der ebenfalls in dem IC liegt. Der Filterausgang steuert nun den SQ-IN von dem IC. Wenn also der
Squelch-Pegel reicht um den Empfang zu erlauben schließt ein "Schalter" im Chip und legt das Signal SQ-IN was von pin 14 zur CPU geht auf GND ... ohne die Freigabe liegt das über einen 22kOhm auf VCC.

Während SQ-IN also auf GND gelegt wird wenn Empfang reinkommt ist bei RSSI der Ausgang der Filterstufe direkt mit der CPU verbunden. Deswegen kann ein sehr hoher Empfangswert evtl. den entsprechenden Eingang an der CPU killen... ich vermute das man das nicht "reparieren kann" Ich werde also versuchen zwei neue Platinen zu bekommen. Mit einer Z-Diode sollte es möglich sein die Spannung an der Stelle zu bändigen.

RSSI hat vermutlich zwei Funktionen.
1. Wecken der CPU
2. Die CPU ermittelt hier den "S-Wert" der im LCD erscheint wenn der Empfang da ist.

die zweite Funktion geht auch noch... also der Empfang wird signalisiert.

und wech
Zuletzt geändert von bitboy0 am Mo 1. Nov 2004, 12:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Sir Cachelot
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Beitrag von Sir Cachelot »

also killt ein anderer sender die cpu?
wie soll das gehen, induziert da die hf einen strom an falscher stelle oder was?
ich würde das als konstruktionsfehler deuten, bei yaesu oder icom kenne ich sowas nicht.
bitboy0
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Beitrag von bitboy0 »

Ja, ich denke das ist ein Konstruktionsfehler. Sowie ich das sehe erreicht die Spannung die das "S-Meter" ansteuert und die die CPU aufwecken soll einen zu hohen Wert wenn der fremde Sender zu Nahe und zu stark ist.

nur müsste ich das Nachweisen können... weil nach meinen Löteingriffen wird kein Händler oder Hersteller freiwillig etwas kostenlos ausbessern.

ich denke ich werde mir selber die Platinen bezahlen müssen... dann hoffe ich das ich den Fehler wirklich in den Griff bekomme und dann habe ich zwei gute PMR's ;)

und wech
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Sir Cachelot
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Beitrag von Sir Cachelot »

wenn der felher systembedingt ist, kann man ja thiecom mal sagen, er soll zwei geräte anmachen und eins senden lassen.
wenn das andere dann im arsch ist, weiss mans sicher.
von thiecom hab ich auch mal was bestellt, gab keinen grund zur klage.
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die-piraten
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Beitrag von die-piraten »

Ich verstehe das ganze nicht. Im Exportbetrieb funken die Dinger doch immer mit 2W. Also sollte es dafür auch ausgelegt sein.
Bild

Ich brauch einen Uhrenbeweger!
bitboy0
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Beitrag von bitboy0 »

Nur das ich ja die Sendeleistung der Geräte erhöht habe. Ich vermute mal das die orginalen 500mW nix ausmachen... und die 2W sind nur ein Problem wenn die Geräte wirklich direkt nebeneinander auf dem Tisch liegen.

Deswegen kann Der Herr Thies das nicht so machen. Aber ich versuche ihn morgen gleich mal zu erreichen. Vielleicht komme ich wenigstens günstiger zu meinen Ersatzplatinen!

und wech
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radioscout
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Beitrag von radioscout »

bitboy0 hat geschrieben:So wie es aussieht ist das Problem eingekreist...
1. es gibt zwei Leitungen von der Demodulation zum Prozessor... SQ und RSSI ... SQ ist der Squelch (der geht) und RSSI ist (vermute ich jedenfalls) der Wakeup-Call zur CPU
RSSI: Mal kurz gegoogelt: received signal strength indication, S-Meter
Ich kann mir nicht vorstellen, daß dieses Signal die CPU beschädigt hat:
Im Schaltplan sieht das eher hochohmig aus und über D102 und R127 wird die Leitung mit 22k belastet. Ausserdem verhindert R135 einen zu hohen Stromfluß in die CPU. Die Eingänge sind üblicherweise geschützt. Selbst wenn am Filter-Out des Demodulators 1 V anliegen würden und man alle (kapazitiven) Widerstände sowie die Belastung des Ausgangs vernachlässigt, würde der Verdoppler D103/C133/C136 nur 2 V an die CPU liefern.
ZF-Stufen von FM-Empfängern enthalten übrigens einen Begrenzer, der ein Ansteigen der ZF-Spannung über einen bestimmten Wert verhindert (zumindest bei Rundfunk- und CB-Geräten).
Interessant ist die Filterumschaltung mit den Dioden D105 und D106. Wofür braucht ein PMR-Gerät zwei ZF-Filter? Oder ist das soeins mit eingebautem Radio?
bitboy0
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Beitrag von bitboy0 »

Das Ding hat zwei gleiche Quarze für die zweite ZF ... frag mich nicht wieso.

Das RSSI das S-Meter mit Daten versorgt war mir klar, nur das ich dort zusätzlich den Wakeup-Call vermute. Und wenn du meinst das RSSI die CPU nicht beschädigen kann; Was um Himmels willen soll denn dann der Fehler sein?! Die Geräte funktionieren ja prima - sofern sie nicht in P_SAFE gehen... eine andere Leitung für das Aufwecken ist mir nicht aufgefallen. Die Ableitung der Spannung an RSSI über die beiden Dioden und R127/128 ist 22kOhm im Normalfall und sinkt im Empfangsfalle auf 13kOhm. In Richtung CPU sind nur 2*1kOhm in der leitung. Also von maximal 5V die der Chip ohne Spannungsverdopplung erzeugen kann gehen dann 4,5 bzw. 4,3V zur CPU.

Tatsache ist das beide Geräte gestorben sind nachdem das jeweils andere mit 2W in unmittelbarer Nähe gesendet hatte ... das einzige was NICHT mehr geht ist eben das Aufwecken durch RX. Am Anfang haben die Geräte noch seltsam gekrächst wenn RX kam, inzwischen ignorieren beide auch stärkere RX solange sie schlafen.

Wenn sie NICHT schlafen ist der Empfang sehr gut!

Wenn du den Fehler woanders siehst bin ich ganz Ohr!

und wech
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radioscout
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Beitrag von radioscout »

Das Aufwachen wird sicherlich auch über RSSI laufen. In der CPU wird das Signal neben der S-Anzeige auch mit einem Schwellenwert verglichen, der es dann weckt.
Beim P-Save-Mode wird üblicherweise der Empfänger aus- und in kurzen Abständen für kurze Zeit eingeschaltet. Wird in dieser Zeit ein Signal empfangen, bleibt der Empf. eingeschaltet. Evtl. liegt hier das Problem.
Hast Du mal die Spannung an der RSSI-Leitung gemessen, wenn Du neben dem Gerät sendest?
Kann Du auch den gesamten Schaltplan hochladen? Das würde bei der Diagnose helfen. Du erwähntest doch auch, daß das Problem niht auftritt, wenn die Platine nicht festgeschraubt ist?
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