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Anzeige wegen Geocache

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Inder
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Re: AW: Anzeige wegen Geocache

Beitrag von Inder » Mi 19. Nov 2014, 19:15

Das scheint ja wirklich um sich zu greifen. Wer ist denn diese Firma? Die hat doch bestenfalls was zu melden, wenn sie Eigentümer oder Pächter ist.
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team torosaurus
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Re: Anzeige wegen Geocache

Beitrag von team torosaurus » Do 20. Nov 2014, 07:26

Mich hat das sofort an die erst kurz zurückliegende Abmahnwelle bezüglich Streamings von kurzen Videos erinnert- den Initiatoren/Anwälten dahinter wurden recht eindeutig die Grenzen aufgezeigt. Der eigentlich einzige Unterschied: hier geht es (noch?) nicht um Zahlungen, welche eingefordert werden.
Bei solch schwammigen, beliebigen Formulierungen, die überall passen, wie "wir gehen davon aus, dass sie in unseren Wäldern..." sollten ganz große, fette Fragezeichen erscheinen.
Geht der Briefeschreiber nur davon aus, oder steht es fest? (wie es in solchen Fällen, sofern ein Vorwurf berechtigt ist, sein sollte, oder?)
Ist man nicht in der Lage, die GC-codes anzugeben, oder direkt den Cachenamen?
Warum nicht? Etwa deshalb nicht, weil es ein fake ist? Ich denke, der Wind weht daher, kann doch gar nicht anders sein.
In welchen Wäldern denn??? Es müssten die Flurstücke, Wegbezeichnungen, Wegnummern, was auch immer- jedenfalls etwas konkretes, handfestes, bezeichnet werden.
Welcher Schaden ist denn entstanden?? Ein Forstamt, oder eine Forstbehörde ist imstande, sich juristisch korrekt auszudrücken- das sind Beamte- die können nicht anders ;-)
(ich selbst bin keiner, auch kein Jurist- aber Schreiben wie solche kann man doch nicht ernst nehmen)
Wer sind denn außerdem "alle übrigen Beteiligten"?
Aber das endgültige aus dafür kommt doch dadurch zustande, dass du auf höflich formulierte, recht umfassende Nachfrage keine Antwort erhieltest- und dadurch, dass, wie verlinkt, solch ein Fall letztes Jahr schon einmal auftauchte.
Für mich selbst würde feststehen, dass hier jemand auf den Zug des Abmahnens und (späteren?) abkassierens aufspringen will.

Gruß Markus
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Markus

Mauzi
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Re: Anzeige wegen Geocache

Beitrag von Mauzi » Do 20. Nov 2014, 09:07

Ja so sehe ich das halt auch, deshalb habe ich die Caches bis jetzt auch belassen. Doch nach reiflicher Überlegung war ein archivieren sicherlich jetzt nicht der falscheste Schritt. Wenn dann endlich mal geklärt ist von was die reden und was die wollen, werde ich sehen was ich wieder reaktivieren kann. Über Nachbargrundstücke können die nämlich nicht verfügen, geschweige denn über ganze Gemeinden.

Mark
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Re: Anzeige wegen Geocache

Beitrag von Mark » Do 20. Nov 2014, 11:26

Solange mir nicht gesagt werden kann, um welchen Cache es geht, bzw. wo er liegt, würde ich genau null tun.

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Re: Anzeige wegen Geocache

Beitrag von moenk » Do 20. Nov 2014, 11:40

Die juristischen Überlegungen wurden ja schon verlinkt. Sich in solchen Fällen auf stur zu stellen schafft das Problem nicht aus der Welt. Wir sind im Wald zu Gast und wenn wir da nicht erwünscht sind dann sollten wir auch wieder gehen und keinen Ärger machen, das schadet nur dem Ansehen der Geoacher.
Bild Denkst Du noch selber oder bist Du schon Schwarm?

team torosaurus
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Re: Anzeige wegen Geocache

Beitrag von team torosaurus » Do 20. Nov 2014, 11:50

Den oder die Caches zu archivieren ist nicht das Falscheste, sicher nicht.
Aber in meinen Augen absolut überflüssig.
Was `die` (wer auch immer das ist) wollen, das wird dein Geld sein. Wenn die nicht fähig sind, konkret mitzuteilen, um was es geht, dann würde ich auch nicht konkret vorauseilend Caches archivieren. Selbst wenn ein wirkliches Forstamt mit berechtigtem Anliegen dahinter stecken würde.
Vielleicht wäre ja auch eine Verlegung oder Abänderung möglich , sinnvoll und /oder angebracht? Ein Forstamt hat da doch sicherlich schon Erfahrungen gemacht....bei der Cachedichte im Allgemeinen.
Ein `Markt`, um auf welche Art und Weise auch immer abzukassieren, ist ja nun durch die vielen Caches bzw Owner vorhanden.
So wie ich das sehe, wirst du keine Antwort mehr erhalten. Ist für die zuviel Arbeit und Portokosten.
Du hast nicht gleich gespurt, wolltest über die Hintergründe bescheid wissen- nee, die wollen keine zusätzliche Arbeit.
Die wollen Reaktionen von Leuten, die sofort vor Ehrfurcht erstarren und in deren Sinne handeln.

Mich hatte mal eine Münchener Anwaltskanzlei angeschrieben, wollten natürlich Geld-zu Unrecht-ich hab rückgefragt und mich in einer Art und Weise absichtlich geäußert, dass ich sie damit durch den Kakao zog. Keine Antwort darauf,-es kam zwar nochmal ein weiterer Brief, aber vom ersten bis zum letzten Wort ohne jeden Bezug auf mein Rückschreiben, also vollkommen quasi eine eigenständige Sache
(ich hatte es zur Anzeige gebracht, verlief dann natürlich im Sande...)

bleib entspannt ;)

Markus
Gruß
Markus

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Re: Anzeige wegen Geocache

Beitrag von Mark » Do 20. Nov 2014, 12:51

moenk hat geschrieben:Sich in solchen Fällen auf stur zu stellen schafft das Problem nicht aus der Welt.
Richtig. Aber auf "In meinem Wald liegt ein Cache, der muß weg." folgt die Frage nach dem Wo. Wird darauf nicht reagiert, wüßte ich nicht, wieso ich als Owner dann darauf noch reagieren sollte.

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Re: Anzeige wegen Geocache

Beitrag von Dosenpfänder » Do 20. Nov 2014, 13:30

Eine seeeehr seltsame Geschichte!

1. woher hat die Forstfirma die Adresse des Owners?
2. was genau sind die Gründe für möglichen Schadensersatz?
3. welcehr Art Anzeige soll das sein?

Wie gesagt: SEEEEEEEEEHR seltsam.
Aber könnte ein interessantes Geschäftsmodell werden - einfach die Adressdaten von Geocachern kaufen (z.B. von Shops) und diese dann anschreiben. Eine einstweilige Verfügung stellen und dafür gleich mal Geld verlangen...

Also - anhand meiner Dosen könnte man maximal die Email-Adresse herausbekommen, aber nicht meine Wohnanschrift.

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Re: Anzeige wegen Geocache

Beitrag von Kocherreiter » Do 20. Nov 2014, 13:56

...heute Morgen fand ich einen Brief im Briefkasten von der Polizei, mit den Hinweis das die Firma mich angezeigt habe und ich wenn ich möchte am Freitag mit dem Bearbeiter reden könne um weitere Infos zu bekommen...
Aussitzen ist der schlechteste Weg - selbst "damals" bei dem Münchner Anwalt der die Abmahnwelle los trat wurde empfohlen zuerst einmal schriftlich Widerspruch einzureichen und dann abzuwarten was passiert.

Gehe morgen mit allen Unterlagen zur Polizei und rede mit dem Sachbearbeiter. Danach weisst du mehr und kannst reagieren oder der Polizist und du lachen und das Thema ist durch.

Meiner Frau flatterte vor einigen Jahren eine Anzeige wegen "Vogelzeigens" am Steuer ins Haus. Wir hatten keine Ahnung wann/warum/weshalb. Daraufhin sprach sie mit dem Sachbearbeiter bei der Polizei der sehr nett war und ihr alles erklärte. Dann stellte sie ihre Sichtweise dar. Letztendlich machte sie was er vorschlug: Sie stellte eine Gegenanzeige wegen zu dichtem Auffahren (Nötigung) und erklärte, dass sie niemals einen Vogel zeigen würde. Da keiner von beiden etwas beweisen konnte stellte der Staatsanwalt die Ermittlungen ein.

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Re: Anzeige wegen Geocache

Beitrag von team torosaurus » Do 20. Nov 2014, 14:23

Mauzi sitzt es ja auch nicht aus. Er hat nach konkreten Dingen gefragt.
Eine Antwort zu bekommen, die mindestens genauso konkret ausfällt, ist sein Recht.
Die kommt nicht, er hat also alles getan, um der Aufforderung zu entsprechen. Was genau er- oder sie, sorry , tun soll, weiß Mauzi ja nun nicht.
Mauzi muss eigentlich nichtmal nachfragen, ihm muss eigentlich schon beim ersten Anschreiben mitgeteilt werden, was für Dinge denn erwartet werden. Da wurde ja einfach nur ins Blaue geschossen. Keine Örtlichkeit wird genannt, kein konkreter Schaden genannt, sondern nur `wir gehen davon aus...`. Stochern im Nebel, sonst nix.

Aber ist schon richtig, um das Ganze abzusichern, ist es besser, zur Polizei zu gehen.
Die werden`s am besten beurteilen können
Gruß
Markus

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