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European MetroGuide routingfähig aufs GPSMAP

Über die wohl beliebtesten GPS-Empfänger zur Zeit.

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European MetroGuide routingfähig aufs GPSMAP

Beitrag von goldensurfer » Fr 10. Mär 2006, 08:22

Habe gestern endlich mal die Zeit gefunden, den Trick "wie bekomme ich die MetroGuide-Karten routingfähig aufs GPS" erfolgreich auszuprobieren.
Nachdem dazu in diversen Foren immer nur "Lösungsschnipsel" angeboten werden - würde ich dafür bei Bedarf mal ne kleine Anleitung hier ins Forum posten. Die bislang beste Anleitung steht hier; sie ist allerdings ziemlich knapp gehalten, und wenn man mit den entsprechenden Programmen noch nie etwas zu tun hatte, sucht man an einigen Stellen ganz schön lange. Zudem ist diese Seite ziemlich google-resistent.
Wenn Interesse daran besteht, sagt bescheid.
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Beitrag von Tomaso » Fr 10. Mär 2006, 09:13

Nicht lang fragen her damit wenn es der Vereinfachung dient.

Internette Grüße Thomas

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Beitrag von Schnueffler » Fr 10. Mär 2006, 10:55

Ich bin in den Genuss gekommen, diese Anleitung gestern abend schon testen zu dürfen (muss ich mir eigentlich alles vor der Freigabe anschauen, was Ralf so verzapft? :wink: Das ist halt der Anchteil, wenn man im Systemtest arbeitet!). Und ich kanns agen, dass es sehr gut funktioniert. Hat mich insgesamt nur etwa 15 Minuten gedauert bis ich alle Daten auf dem GPS hatte.

Leider hatte ich dann aber vergssen die Kacheln für die Heimat reinzuladen und habe das GPS nur für meine Reise zur CeBIT fertig gemacht. Somit kann ich es dann erst später testen, sobald wir irgendwo bei Heidelberg auf der Autobahn sind! Aber ich denke mal, dass das alles soweit funktionieren sollte, hat es zumindest bei goldensurfer.
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Beitrag von goldensurfer » Fr 10. Mär 2006, 10:59

Das Problem mit der CitySelect (Beschränkung auf 2 GPSr) ist ja hinlänglich bekannt. Es ist ehrlich gesagt auch der Grund dafür, dass ich von diesem Produkt bisher die Finger gelassen habe.
Wofür braucht man aber überhaupt die CitySelect? Da gibt's doch auch was von Ratiopharm :D

European MetroGuide routingfähig aufs GPSr bringen

Wie die Überschrift sagt: mit den MetroGuide-Karten klappt's genauso, auch wenn die Übertragung nicht so komfortabel ist. Wer bereits MapSource auf dem Rechner hat (z.B. für die Topo50), dem wird auffallen, dass die MetroGuide angenehmerweise nicht noch irgendeine Anguck-Software installiert, sondern sich schön in MapSource einbindet. Die Karten können dann bequem per Dropdown-Liste links oben unter der Menüleiste ausgewählt werden.
Diese Anleitung ist getestet mit dem GPSMAP60 (Schwarzweiss) und der MetroGuide 6; ich weiß aber aus zuverlässiger Quelle, dass es mit dem 60CX und MetroGuide 7 genauso funktioniert. Folgende Schritte sind notwendig:

Schritt 1: Software besorgen
Neben der MetroGuide, die käuflich erworben werden muss, brauchst Du noch zwei weitere Tools / Pakete:
1) gdb2img.exe - ziemlich am Ende der Seite den Link anklicken: "Download: gdb2img.zip ..."
und
2) img2gps - ziemlich weit oben auf der Seite den Link anklicken: "Download IMG2GPS v2.3 (Installer)..."

Unter 1) lädst Du eine ZIP-Datei gdb2img.zip, welche als einzige Datei die fertig ausführbare gdb2img.exe enthält. Diese entpackst Du in ein leeres Verzeichnis. Sie ist sofort lauffähig und muss nicht installiert werden.
Unter 2) lädst Du ein installierbares Programmpaket. Folge einfach dem Setup. Im Installationsverzeichnis wird nicht nur die gdb2img.exe, sondern noch zusätzliche Tools installiert, von welchen wir auch noch das sendmap20.exe benötigen werden.

Ich empfehle, zuerst 2) zu installieren und anschließend 1) in das gleiche Verzeichnis zu entpacken, so hast Du alle Programme beieinander.
Wenn Du die beiden Pakete geladen und installiert bzw. entpackt hast, kann es los gehen:

Schritt 2: Kacheln aufs GPS übertragen
Starte MapSource, schließe das GPSMAP an den USB-Port an, wähle als Kartenbasis in MapSource oben links "European MetroGuide" aus und markiere im Kartenfenster rechts die Kacheln, die Dich interessieren, durch Mausklick an.
Im linke Teil des Kartenfensters (eventuell mußt Du den Reiter "Karten" anklicken) siehst Du die Namen der gewählten Karten sowie deren Größe. Weiter unten ist die Gesamtgröße der selektierten Karten angegeben.
Tipp: Besonders bei langsameren Rechnern empfiehlt es sich, bei der Kachelauswahl die Anzeigedetails in MapSource auf einen allenfalls mittleren Wert einzustellen (Menü Ansicht / Kartendetails), da sonst die Suche nach dem richtigen Kartenausschnitt quälend langsam wird.
Hast Du alle gewünschten Karten markiert (die Kacheln müssen für die Auswahl nicht notwendigerweise zusammenhängend sein), schaltest Du Dein GPSr an und überträgst die selektierten Kacheln mit dem entsprechenden Icon aus der Toolbar an Dein GPSr.
Die Kacheln sind nun im Gerät. Bitte vor dem Beenden von MapSource unbedingt noch über Datei / Speichern unter... die Auswahl sichern - am besten gleich im Verzeichnis von img2gps. Gespeichert wird eine binäre Datei mit der Endung .gdb. Diese benötigen wir für den nächsten Schritt. Von der Namensgebung solltest Du gleich etwas Sinnvolles wählen, also z.B. "Schwarzwald.gdb" oder "Berliner_Umland.gdb" und nicht unbedingt "test.gdb" - denn der hier gewählte Name wird am Ende in Deinem GPS in der Kartenauswahl erscheinen.
Nach dem Speichern der .gdb-Datei kannst Du MapSource beenden.

Schritt 3: Die Kacheln routungfähig machen
Die Kacheln sind nun bereits im GPS. Dies kannst Du leicht überprüfen, indem Du einfach mal auf die Kartenseite des GPS wechselst und ein bisschen Zoomst. Du kannst auch versuchen, mal ganz konventionell einen Waypoint zu suchen, Goto zu klicken und in dem nun neu erscheinenden Menü mit den Optionen "Luftlinie" und "auf Straße" die letztere zu wählen. Mein GPS hat mir dabei einen Fehler gebracht, der sinngemäß etwa war: Da wo du jetzt gerade stehst, ist keine Straße in der Nähe :shock:

Starte jetzt das Programm gdb2img. Klicke auf den Button Load Garmin, wähle dann die in Schritt 2 gespeicherte .gdb-Datei aus und bestätige mit <i>OK</i>. Das Programm liest die Datei ein und stellt die darin enthaltenen Kacheln im unteren Teil des Fensters dar.
Mit dem Button <i>Save img2gps</i> wird nun eine Textdatei erstellt, die nichts anderes enthält als eine Verweisliste (mit kompletten Pfad) auf die hochgeladenen Kacheln. Der obere Teil des Programmfensters füllt sich bei diesem Schritt. Man kann nun die einzelnen Dateinamen neben Kachelname und Region erkennen. Das Programm gdb2img kannst Du nun beenden.

Nun startest Du das Programm img2gps.exe. In der Mitte unterhalb des schmutzig-grünen Feldes des Programmfensters findet sich eine mit List überschriebene Box, und in derselben diverse Buttons. Um die Ergebnis-Textdatei von gdb2img hier weiterzuverarbeiten, klickst Du auf den Button Load, stellst im Datei-Auswahl-Dialog den Dateityp auf textfiles (sonst wird Du die gesuchte Textdatei nicht angezeigt) und wählst die im letzten Schritt erstellte Textdatei aus.
Nach Bestätigung der Auswahl mit dem Button <i>Öffnen</i> wird die Datei eingelesen und erscheint im schon erwähnten schmutzgrünen Teil des Fensters. Unter <i>Set Mapset Name</i> könnte man nun bei Bedarf noch den Namen für die Kachelauswahl ändern - aber wir haben ja extra einen sinnvollen Dateinamen gewählt ;) .
Alle Karten werden nun entweder einzeln oder - bequemer - durch einen Mausklick auf den Button Select All markiert. Anschließend muss die Option Create File instead of Upload markiert werden! Diese Checkbox findest Du rechts unten im Programmfenster oberhalb des Buttons Create File.
Danach klickst Du auf eben diesen Button Create File. Das Programm legt daraufhin eine Datei mit dem merkwürdigen Namen GMAPSUPP.IMG in seinem Arbeitsverzeichnis ab. Diese ist so groß wie die Summe der Karten. Der Name ist nicht änderbar; d.h. wenn Du das nächste mal andere Kacheln behandelst, wird spätestens an diesem Punkt eine vorhandene Datei überschrieben!

Schritt 4: Nochmal übertragen
Jetzt kommt wieder das GPS-Gerät zum Einsatz - bitte wieder anschließen und einschalten; außerdem brauchen wir das Programm sendmap20.exe, welches bei der Installation von img2gps im gleichen Verzeichnis abgelegt wurde. Nach dem Start von sendmap20.exe nimmst Du folgende Einstellungen vor:
- Links unten in der Box Deivce: Port in der Dropdownliste <i>USB</i> einstellen
- Rechts oben den Button Sync GPS anklicken. Die dabei erscheinende Warnung mit einem entschlossenen Ja übergehen.
Nun siehst Du die schon bekannte Kachelliste. Klicke den obersten Eintrag an und klicke dann so oft auf den Button Remove, bis die Liste leer ist, also alle Einträge entfernt sind. Bitte nicht mit dem Button Erase Maps in GPS verwechseln, sonst war die ganze Vorarbeit umsonst!
Als nächstes klickst Du den Button Add Maps rechts oben an und wählst die vorhin erzeugte Datei GMAPSUPP.IMG aus. Wieder erscheint die schon bekannte Kachelliste. Nun klickst Du noch auf den Button Upload selected maps to GPS und wartest, bis sendmap20 die Karten auf Dein GPSr übertragen hat.

Fertig!

Wenn Du jetzt wieder einen Waypoint auswählst, Goto klickst und dann die Straßennavigation anwählst, sollte die Fehlermeldung von vorhin nicht mehr erscheinen.

Anmerkungen:

Die gewählten Kacheln müssen nicht zusammenhängend sein. Wenn Du beispielsweise öfter in einer anderen Region bist, die gesamte Fläche aber nicht ins GPS passt, kannst Du sowohl daheim als auch in der anderen Region entsprechende Kacheln wählen und gleichzeitig auf dem GPS halten. Ein Routing ist dann natürlich immer nur innerhalb zusammenhängender Kacheln möglich; nicht von einer Region in die andere.

Um die Routingfähigkeit zu testen, mußt Du nicht notwendigerweise das Haus verlassen - es gibt ja den Simulationsmodus bei Garmin! Nach dem Start auf der Sat-Suchseite einfach Menü drücken und den Punkt ohne GPS aktivieren. Das empfiehlt sich sowieso, wenn man bei den ganzen Karte-Lade-Vorgängen nicht durch heftiges "Hilfe - ich empfange nix"-Piepen des GPSMAP genervt werden will :shock:
Den Simulationsmodus solltest Du übrigens nur über kleinere Distanzen von max. ein paar Kilometern probieren - dieser funktioniert nämlich nur in etwa "Echtzeit", d.h. so schnell, wie auch ein Auto fahren würde. Und 20 km Autobahn können ganz schön lang werden, wenn man nur einen kleinen Pfeil auf dem Display zum Anschauen hat ;)

Es wäre schön, wenn Ihr diese Anleitung auch mal an anderen Geräte- und Metroguide-Kombinationen ausprobieren und Eure Erfahrungen hier posten würdet.

Viel Spaß und happy Autorouting :D
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Beitrag von goldensurfer » Fr 10. Mär 2006, 11:02

...um mal auf die Bemerkung von heute früh bezüglich der Rechtschreibfehler zu kommen...
Schnueffler hat geschrieben: Das ist halt der Anchteil, wenn man im Systemtest arbeitet!).
was ist denn der Anchteil? :D :D :D :D :D
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webmantz
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Beitrag von webmantz » Fr 10. Mär 2006, 12:48

Moin zusammen,

ist ja spannend, was hier so ausgetüftelt wird. Ich habe zwar die CN8, aber für die Zukunft könnte es ja durchaus eine Option sein, die günstigere MetroGuide zu nehmen.

Eine Frage ist allerdings noch nicht aufgetaucht: wie sieht es denn mit der Ruoting-Qualität bei MetroGuide aus? Sind da überhaupt alle notwendigen Informationen in der Karte? Wie sieht es zum Beispiel mit Abbiegevorschriften, Einbahnstraßen etc. aus? Kennt MetroGuide diese und wird da auch richtig geroutet?

Eine andere Frage ist, warum muss die Karte 2mal auf das Gerät übertragen werden? Reicht es nicht aus, das erste Übertragen wegzulassen und nur die GDB-Datei zu speichern?

Gruß, André
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Beitrag von HHL » Fr 10. Mär 2006, 13:11

webmantz hat geschrieben:… wie sieht es denn mit der Ruoting-Qualität bei MetroGuide aus? Sind da überhaupt alle notwendigen Informationen in der Karte? Wie sieht es zum Beispiel mit Abbiegevorschriften, Einbahnstraßen etc. aus? Kennt MetroGuide diese und wird da auch richtig geroutet?
ja. city select und metro guide enthalten identisches kartenmaterial (gleiche pois, gleich indizes) lediglich mapsource sorgt beim index building während des kartenladens dafür, daß von der metroguide die routinginfos nicht übertragen werden. sie sind aber vorhanden, sonst könnte man ja auch nicht am rechner autorouten erstellen. :wink:

happy mapping.

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Beitrag von goldensurfer » Fr 10. Mär 2006, 13:50

webmantz hat geschrieben:Wie sieht es zum Beispiel mit Abbiegevorschriften, Einbahnstraßen etc. aus? Kennt MetroGuide diese und wird da auch richtig geroutet?
Gute Frage - habe ich noch nicht ausprobiert. Ich habe das Verfahren gestern Abend erfolgreich getestet und bislang "live" nur die Fahrt heute Früh zum Büro absolviert. Werde ich aber nachholen - immerhin lebe ich ja in Fürth in der Stadt der vielen Einbahnstraßen :D
Eine andere Frage ist, warum muss die Karte 2mal auf das Gerät übertragen werden? Reicht es nicht aus, das erste Übertragen wegzulassen und nur die GDB-Datei zu speichern?


Weiß ich nicht. Probier's doch einfach mal aus. Das beschriebene Verfahren funktioniert jedenfalls. Wenn's einfacher geht, umso besser.
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Beitrag von Magic21 » Fr 10. Mär 2006, 14:09

Für Besitzer der neuen x-Geräte ist diese Methode nur von begrenzten Nutzen, denn sendmap20 kommt gegenwärtig nur mit max. 55MB Kartenmaterial zurecht. Um grösse mircoSD-Speicherkarten vollständig mit routingfähigen Kartenmaterial zu befüllen ist MetroGuide und sendmap20 dann doch nicht geeignet.
Gruss Magic21

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Beitrag von whitesun » Fr 10. Mär 2006, 14:42

Cool. Funktioniert super.

Thx @ goldensurfer.

Gruß

Armin
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