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Groundspeak will's wissen

Rund um die beliebteste Geocaching-Website

Moderator: nightjar

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jennergruhle
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Re: Groundspeak will's wissen

Beitrag von jennergruhle » Do 20. Dez 2018, 23:33

schatzi-s hat geschrieben:
Do 20. Dez 2018, 22:39
Das Phaenomen FavPunkte ziehen FavPunkte an, kenne ich auch. Hier scheint es einen Herdentrieb zu geben, abgesehen von den Spruechen, wenn man die "100% Quote" zerstoert hat...
100%-Quote? Das gibt's doch nie - nicht jeder vergibt seine Punkte gleich, und eine Pflicht zur Vergabe gibt es nicht. Das ist ja noch absurder als die "Pflicht zum zeitnahen FTF-Log".
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RSKBerlin
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Re: Groundspeak will's wissen

Beitrag von RSKBerlin » Fr 21. Dez 2018, 06:16

jennergruhle hat geschrieben:
Do 20. Dez 2018, 23:33
100%-Quote? Das gibt's doch nie - nicht jeder vergibt seine Punkte gleich, und eine Pflicht zur Vergabe gibt es nicht. Das ist ja noch absurder als die "Pflicht zum zeitnahen FTF-Log".
Ich wollte gerade elegant mit "naja, es gibt da diesen Cache nahe Ilmenau" kontern, als ich feststellen musste, dass der "nur noch" 99% hat - bei 300 Funden. Sprich: Es gibt schon einige wenige Caches, die so gut sind, dass sie zumindest nahe an die 100% kommen.

Vermutlich machen wir es uns aber zu einfach, wenn wir nur auf die FP-Quote schauen. Mal abgesehen davon, dass tatsächlich nicht jeder Cacher einen FP vergibt, oder dass es Gefälligkeits-FPs für Freunde und bekannte Owner gibt - es gibt noch einige andere Faktoren, die zu seltsamen FP-Quoten führen können. Die Örtlichkeit ist so eine. Meine Frau hatte mal eine Tupperdose an einer Schnur in ein metallenes Kunstwerk gehängt. Klassischer Fall von "kann man machen, ist aber wirklich nicht FP-verdächtig". Dennoch hatte der einige FPs - alle mit derselben Begründung: "War auf einer Tagung in Berlin, das war mein einziger Fund, toll, dass eine Dose, die groß genug für Trackables ist, in der Innenstadt neben meinem Tagungshotel hängt". Okay, das ist auch eine Motivation - nur eben keine, die mich persönlich zur Vergabe eines FP verführen würde.

Umgekehrtes Phänomen: Sie hat immer noch eine "Dose" nahe des Reichstages, der ein lustiges Rätsel vorgeschaltet ist. Der Cache hatte viele Monate eine sehr hohe FP-Quote. Was ich irgendwie nachvollziehbar fand, denn das Rätsel ist witzig, und die Versteckart war damals recht neu (wir hatten uns von einem Cache in Edinburgh inspirieren lassen, sprich: dessen Versteckidee geklaut). Dann passierten zwei Dinge: 1) der Cache landete im Geocaching-Magazin auf einer Liste von tollen Dosen in Berlin. Keine Ahnung, wie er da hineingeraten ist - mir wären mindestens 20 bessere eingefallen. Und 2) fanden in der Stadt und der unmittelbaren Nähe mehrere große Events statt. Das führte dann zu "Wir waren hier mit dem Seifenblasen-Flashmob und haben alle mal schnell geloggt." und der entsprechend niedrige(re)n FP-Quote. Ist der Cache deshalb schlecht?

Und dann haben wir mindestens noch das Phänomen der Verfügbarkeit von FP-Punkten an einem besimmten Ort. Ich bereite gerade eine Reise auf die Isle of Man vor. Eine kurze Analyse hat ergeben, dass viele der Caches tatsächlich von deren Einwohnern gefunden werden, die wiederum selten auf dem Festland cachen. Also: Wenige FPs verfügbar für relativ wenige Caches. Und siehe da: Die FP-Quoten scheinen ein ordentlicher Indikator für Cachequalität sein. Denn Hand auf's Herz: Wer hat noch nie einen der überzähligen FPs, die man erhält, weil man in einer Gegend war, wo man keinen GPSr aus dem Fenster werfen kann, ohne eine Filmdose zu erschlagen, einem Cache vergeben, der OK aber nicht toll war?

Kurz, wir diskutieren hier über ein meiner Meinung nach unlösbares Problem. Groundspeak bietet eine binäre Bewertung (statt einer skalaren wie GC-Vote - ich liebe GC-Vote!) mit der zusätzlichen Einschränkung, dass die Vergabemöglichkeiten vergleichsweise rar gesät sind, für eine höchst subjektive Eigenschaft eines Caches ("also ich fand den toll!"). Das Ergebnis wird, aus der subjektiven, persönlichen Sicht zwangsläufig niemals objektiv sein.

Was mir persönlich bislang gut geholfen hat, ist eine gewichtete Bewertung aus FP-Quote und GC-Vote. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich von einem Cache mit >30% FP-Quote und > GC-Vote 4 jemals enttäuscht worden wäre. Natürlich entsprechen diese Caches nicht immer meinem Beuteschema, aber sie waren zumindest nicht langweilig. Ich habe insgesamt den Verdacht, dass die Nicht-Verwendung von GSAK für die Tourenplanung ein Fehler ist. Ich habe mal kurz zusammengeschrieben, wie ich Touren vorbereite. Das ist nur meine unmaßgebliche Einzelmeinung und in vielen Details ganz sicher verbesserungswürdig, aber jeder, der nur mit Browser oder Smartphone eine Tour vorbereitet und mit dem Ergebnis unzufrieden ist, sollte vielleicht einmal einen kurzen Blick über den Tellerrand werfen und sich fragen, ob die unbefriedigende Ausbeute nicht auch ein Ergebnis suboptimaler Vorbereitung ist.

Meiner Meinung nach sollte Groundspeak FPs abschaffen und durch etwas wie GC-Vote für jeden Cache ersetzen. Ich glaube, damit wäre der Cachegemeinschaft mehr gedient als dem aktuellen Fuchsschwanz-System. ;)

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Re: Groundspeak will's wissen

Beitrag von baer » Fr 21. Dez 2018, 08:27

schatzi-s hat geschrieben:
Do 20. Dez 2018, 22:39
Wie gesagt: Fuer mich ist ein Favoritenpunkt kein Orden fuer den Owner, sondern ein Zeichen fuer mich, dass _mir_ dieser Cache sehr gut gefallen hat und fuer mich etwas Besonderes war.
Ja, das trifft auch sehr genau meine Einstellung - und gut auf den Punkt gebracht.

Allerdings scheint die Masse an Cachern eben nicht so zu denken. Die "übliche" Einstellung scheint zu sein "da hat sich jemand Mühe gemacht, dass 'muss' ich mit einem Favo 'belohnen', auch wenn es mir nicht unbedingt im eigentlichen Sinn 'gefallen' hat". Das höre ich auch oft aus Gesprächen raus. Mir ist so eine Denkweise absolut fremd, aber sie scheint sehr verbreitet zu sein.
schatzi-s hat geschrieben:
Do 20. Dez 2018, 22:39
Haeufig hoere ich, wie wichtig die Location ist.
Ich nicht. Auch wenn ich das selber sage. Den meisten Leuten ist die Location völlig egal, mal von einer Minderheit von vielleicht so 5% der Cacher abgesehen (meine eigene grobe Schätzung).
schatzi-s hat geschrieben:
Do 20. Dez 2018, 22:39
Wenn ich fuer mich ueberlege, welched Favoritenpunkte ich auf Grund der Location vergeben habe, so sind das gar nicht viele. Da muss eine Aussicht schon atemberaubend sein,
Richtig. Nur so Aussichten finde ich immer wieder (hängt vielleicht auch ein bisschen von der Homezone ab, bei uns gibt es das halt öfter). Selten, daher vergebe ich auch so selten Favoritenpunkte. Aber es gibt sie immer wieder.

Für mich ist eine schöne Aussicht, ein ungewöhnlicher Wasserfall, eine interessante Steilwand, eine bizarre Felsformation und ähnliches einfach das wichtigste Kriterium. Die Cache-Dose kann dann meinetwegen eine Filmdose sein, ist es an so Stellen aber meistens nicht, denn da kann man auch was ordentliches verstecken.

Rand-Kriterium für einen Favo ist aber noch, dass der Rest der Tour stimmig war. Wenn man sich unterwegs mal unter Muggles zum Affen machen muss, kann der Wasserfall am Ziel noch so schön sein, dann gibt es halt doch keinen Favo.
schatzi-s hat geschrieben:
Do 20. Dez 2018, 22:39
Womit wir wieder bei der Fav-Quote waeren, denn viel gesuchter Schrott mag zwar viele Favoritenpunkte bekommen, aber er wird keine hohen Quoten erzielen...
Das ist nach meiner Beobachtung eher nicht so, jedenfalls dann, wenn das Phänomen "Favos ziehen weitere Favos an" zuschlägt. Siehe die Lego-Giraffe in Berlin, die hat nicht nur fast 10000 Favoritenpunkte, sondern auch eine Quote von immerhin knapp 50%.

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Re: Groundspeak will's wissen

Beitrag von RSKBerlin » Fr 21. Dez 2018, 11:51

baer hat geschrieben:
Fr 21. Dez 2018, 08:27
schatzi-s hat geschrieben:
Do 20. Dez 2018, 22:39
Womit wir wieder bei der Fav-Quote waeren, denn viel gesuchter Schrott mag zwar viele Favoritenpunkte bekommen, aber er wird keine hohen Quoten erzielen...
Das ist nach meiner Beobachtung eher nicht so, jedenfalls dann, wenn das Phänomen "Favos ziehen weitere Favos an" zuschlägt. Siehe die Lego-Giraffe in Berlin, die hat nicht nur fast 10000 Favoritenpunkte, sondern auch eine Quote von immerhin knapp 50%.
Das ist so ziemlich das schlechteste Beispiel, das mir für "Schrott" einfällt. Der Cache ist veritable 11 Jahre alt, aktiv gepflegt (ich hätte die Geduld nicht) - und in seiner Schlichtheit genial. Entspricht ebenso wenig wie der benachbarte GC2Y7RV meinem Beuteschema. Aber auf so eine dreiste Idee muss man erst einmal kommen! Sprich: meine Favoritenpunkte zollen an der Stelle der Kreativität der Owner Tribut, nicht dem Cache als Gesamtkunstwerk (und schon gar nicht seiner Location, dafür habe ich in diesem Dreckskiez zu lange gewohnt).

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Re: Groundspeak will's wissen

Beitrag von jennergruhle » Fr 21. Dez 2018, 13:27

Also nie fand ich Favoritenpunkte (in absurd hoher Zahl) so unverständlich wie bei GC2Y7RV. Klar, auf die Idee mit dem Versteck muss man erst einmal kommen, aber "einer der schönsten Caches"? Nie.
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Re: Groundspeak will's wissen

Beitrag von RSKBerlin » Fr 21. Dez 2018, 14:14

jennergruhle hat geschrieben:
Fr 21. Dez 2018, 13:27
Also nie fand ich Favoritenpunkte (in absurd hoher Zahl) so unverständlich wie bei GC2Y7RV.
Du wolltest es nicht anders!
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Warum meine Hunderte von Euros nicht für sinnvolle Übersetzungen anstelle von sinnlosen Souvenirs ausgegeben wurden, weiß niemand. Aber ich kann Auszeichnung Lieblingspunkte dafür!

Also: Bevorzugte Punkte!!!111EINS

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Re: Groundspeak will's wissen

Beitrag von bluesaturn » Mo 24. Dez 2018, 13:56

jennergruhle hat geschrieben:
Fr 21. Dez 2018, 13:27
Also nie fand ich Favoritenpunkte (in absurd hoher Zahl) so unverständlich wie bei GC2Y7RV. Klar, auf die Idee mit dem Versteck muss man erst einmal kommen, aber "einer der schönsten Caches"? Nie.
Da war ich letztens auch. Da kann ich dir nur zustimmen. Ich bin da nur hin, weil ich dachte, dass aufgrund der vielen FPs es ein toller Cache sein musste. Es war ausserhalb der Höfe. Und am Ende wurde es einer meiner ekeligsten Geocaches und das lag nicht an der Socke.

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