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Checker: Pflicht bei Mysterys?

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Moderator: nightjar

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Zappo
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Re: Checker: Pflicht bei Mysterys?

Beitrag von Zappo » Di 4. Sep 2018, 08:58

baer hat geschrieben:
Di 4. Sep 2018, 04:57
Ein gutes Rätsel zeichnet sich ja eigentlich genau dadurch aus, dass, wenn man die Lösung hat, man genau weiß, dass nur das die Lösung sein kann.....
MEIN REDEN. Danke.

Wir reden hier über Erleichterungen fürs Lösen, die wiederum entsprechende Erschwernisse (und Schlampigkeit) beim Erstellen ermöglichen - und diese auch hervorrufen. So wie z.B. das Vorhandensein einer BWW-Lösungsapp dazu führt, daß dann der BWW eines ganzen Gedichts abgefragt wird.

Das ist - wie gesagt - eine Spirale. Ohne Sinn und Verstand - und ohne Erlebnisgewinn.

Gruß Zappo
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schatzi-s
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Re: Checker: Pflicht bei Mysterys?

Beitrag von schatzi-s » Di 4. Sep 2018, 10:27

Lichtinsdunkel hat geschrieben:
Mo 3. Sep 2018, 00:29
Meine Meinung: Jeder Mystery-Owner sollte dazu verpflichtet werden, einen Checker einzubauen, ansonsten darf der Cache nicht veröffentlicht werden.
unabhaengig davon, dass auch ich nichts von mehrdeutigen Raetseln halte, bei denen man einen Geochecker braucht, um zu erkennen, dass man von den vielen Moeglichkeiten auf 2x3 Ziffer zu kommen, genau die erwischt hat, die sich der Owner ueberlegt hat, appelliere ich an dieser Stelle mal an die Eigenverantwortung.

Warum muss immer alles geregelt werden? Warum wird immer wieder der Ruf nach Regeln/ Pflichten/ Verboten laut, wenn ein Cache -warum auch immer nicht ins eigene Beuteschema passt?

Egal ob "Caches, bei denen man sich in Gefahr bringt, sind schwachsinnig und gehoeren verboten", "Mysteries gehoeren allgemein verboten" oder hier "Caches ohne Checker duerfen nicht veroeffentlicht werden", "Suessigkeiten und Cola sind ungesund und gehoeren verboten"... immer wieder das Selbe. Weil der eigene Wille zu schwach ist (Suessigkeiten sind doch sooo lecker), die Matrix voll/ die Nachbarschaft leer werden muss, haelt man sich nicht an das eigene Gebot den Cache einfach zu ignorieren (sei es mental oder mit Ignore-list).

Auch wenn man selber bestimmte Caches nicht mag und sie objektiv (geht das ueberhaupt) scheinbar nicht viel taugen, haben sie trotzdem ihre Abnehmer und somit ihre Berechtigung. Keine Dose muss gesucht werden. Es steht jedem frei, Dosen nicht zu suchen, bzw. die Raetsel gar nicht erst anzufangen.
Wobei der TO in einem anderen Thread ja sogar noch eine andere "Loesung" erwaehnt: "Die entsprechenden Daten [...]gerne gegen andere zielführende Koordinaten von Mysterys oder Reverse-Wigs zu tauschen." Hier bestaetigt dann das Foundlog des Tauschenden die Richtigkeit der Koordinaten...

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Re: Checker: Pflicht bei Mysterys?

Beitrag von ekorren » Di 4. Sep 2018, 12:19

baer hat geschrieben:
Di 4. Sep 2018, 04:57
Ein gutes Rätsel zeichnet sich ja eigentlich genau dadurch aus, dass, wenn man die Lösung hat, man genau weiß, dass nur das die Lösung sein kann.
Sobald die Komplexität über https://www.geocaching.com/seek/cache_d ... ?wp=GCXNAB hinaus geht, darf man niemals davon ausgehen, dass es nur einen denkbaren Lösungsweg gibt und man die Lösung zweifelsfrei als richtig erkennt. Im Zweifelsfall findet immer irgendjemand irgendwann einen vermeintlichen Lösungsweg, bei dem plausibel aussehende Koordinaten rauskommen, die aber falsch sind. Das ist mir als Rätsler schon einige Male passiert, aber auch schon als Owner.

Unabhängig davon ist der Geochecker immer eine gute Bestätigung, dass man sich nicht verrechnet oder auch nur vertippt hat. Mysteries ohne Geochecker mach ich allerdings auch ungerne - es hängt halt doch selbst bei einfachen und halbwegs eindeutigen Rätseln immer das Damoklesschwert über einem, dass man irgendwo doch einen Flüchtigkeitsfehler gemacht hat...

Und ja, ich mag Mysteries, sofern sie fair und realistisch lösbar sind. Also durch Nachdenken und Recherchieren, aber nicht nur dadurch, dass man sich "den entscheidenden Hinweis auf dem Event besorgt hat". Dafür kann ich nichts leiden, was Ausrüstung verlangt, die über Stift, Papier, GPS und ein kleines Schweizer Taschenmesser hinausgeht. Meine persönliche Datenbank enthält die Koordinaten von über tausend selbst gelösten Mysteries. Dass ich damit laut der hier vorgeschriebenen Meinung kein "richtiger" Cacher bin, damit kann ich leben...

Eine Checkerpflicht halte ich trotzdem nicht für nötig. Die Liste der Gründe, einen Cache links liegen zu lassen, ist lang genug, da kommt es auf den recht seltenen Grund "bin mir bei der Lösung nicht sicher und es gibt keinen Checker" eigentlich nicht mehr an... gibt andere Gründe, die wesentlich häufiger zuschlagen und eher nerven...
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Re: Checker: Pflicht bei Mysterys?

Beitrag von rolf1327 » Di 4. Sep 2018, 16:47

Mir ist es auch schon passiert, dass ich mit vermeintlich richtigen Mystery Koordinaten in den Wald gefahren bin, dort eine Stunde lang den Wald umgegraben, mit einem Wildschwein gerungen und beinahe in einen Bach gefallen bin, nur und dann mit einem DNF und der Erkenntnis "hier bin ich wohl falsch" im Gepäck aufzugeben.

Am Abend dann bei einem Kaltgertränk meiner Wahl noch einmal nachgedacht und neue Koordinaten ermittelt. Bei nächster Gelegenheit dann wieder raus in die Natur - gesucht, gefunden und geloggt. Mein persönliches Resumee, zwei Geocaching-Abenteuer zum Preis von einem.

Auch wenn ich ein Freund von deterministischen Rätseln bin, so halte ich die Forderung nach Verboten oder Vorschriften für stark übertrieben. Es hängt vielleicht auch davon ab, was man bei diesem Spiel erwartet. Raus in die Natur, Abenteuer, Suche und eine Chance den großen Schatz zu finden. Oder einen schnellen Punkt mit Erfolgsgarantie.

Just my 2ct.
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Re: Checker: Pflicht bei Mysterys?

Beitrag von Lichtinsdunkel » Di 4. Sep 2018, 18:34

rolf1327 hat geschrieben:
Di 4. Sep 2018, 16:47
...so halte ich die Forderung nach Verboten oder Vorschriften für stark übertrieben.
Generell bin ich völlig deiner Meinung. Es gibt bereits viel zu viele Verbote und Vorschriften.

Wenn ich allerdings der Meinung bin, ein kompliziertes Rätsel gelöst zu haben, hätte ich gerne auch eine Bestätigung, dass ich anschließend am richtigen Ort suche.
Mögliche Fehlerquellen sind mannigfaltig: Flüchtigkeitsfehler meinerseits, grobe Fehler meinerseits, Fehler des Owners, mehrere mögliche Lösungen beim Recherchieren im Netz, etc.

Es gibt Reglementierungen beim Abstand von Caches zueinander, beim Erstellen von Challenge-Caches, beim Erstellen von Earthcaches, beim Legen von Caches in Naturschutzgebieten, welche Worte in Cachetiteln verwendet werden dürfen, und, und, und.
Manche davon halte ich persönlich für sinnvoll, andere nicht, wie jeder andere vermutlich auch.

Eine Reglementierung mehr oder weniger würde den Kohl auch nicht fett machen, sofern sie sinnvoll ist.
Ich halte einen Pflicht-Checker bei Mysterys für sehr sinnvoll - unabhängig davon, ob die Lösung direkt im Listing steht oder man fünf verschiedene Doktorarbeiten geschrieben haben muss, um auf die Lösung zu kommen. Denn es handelt sich bei beiden Rätseln um ein- und denselben Cachetypen - wo sollte man also bei einer Einzelfallentscheidung ansetzen?
Hier kann nur eine einheitliche Regelung funktionieren, oder alles bleibt halt, wie es ist.

So oder so, auf jeden Fall schon mal vielen Dank für euer Feedback!

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Re: Checker: Pflicht bei Mysterys?

Beitrag von Lada1976 » Di 4. Sep 2018, 19:24

Servus,

leider gibt es ja kaum "idiotensichere" Mysteries. Der oben verlinkte zählt eindeutig zu "idiotensicher". Den habe sogar ich gelöst bekommen :lachtot: ...
Ich hatte erst vor kurzem zwei Mysteries bei denen ich mir wirklich einen Checker gewünscht hätte!

Technisch gesehen müsste das ja nicht mal ein Zusatzaufwand für den Owner bedeuten! Die Finalkoordinaten müssen ja eh angegeben werden. Mit dem hauseigenen Checker von GS hat man auch noch den Vorteil, dass die richtigen Koordinaten automatisch "korrigiert" werden und man, beim händischen eingeben, nicht noch nen Zahlendreher drin hat. Passiert ja schnell mal.

Gruß,
Daniel

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Re: Checker: Pflicht bei Mysterys?

Beitrag von baer » Mi 5. Sep 2018, 08:18

ekorren hat geschrieben:
Di 4. Sep 2018, 12:19
baer hat geschrieben:
Di 4. Sep 2018, 04:57
Ein gutes Rätsel zeichnet sich ja eigentlich genau dadurch aus, dass, wenn man die Lösung hat, man genau weiß, dass nur das die Lösung sein kann.
Sobald die Komplexität über https://www.geocaching.com/seek/cache_d ... ?wp=GCXNAB hinaus geht, darf man niemals davon ausgehen, dass es nur einen denkbaren Lösungsweg gibt und man die Lösung zweifelsfrei als richtig erkennt. Im Zweifelsfall findet immer irgendjemand irgendwann einen vermeintlichen Lösungsweg, bei dem plausibel aussehende Koordinaten rauskommen, die aber falsch sind.
Richtig gute Rätsel zeichnen sich gerade dadurch aus, dass dies eben nicht passiert! Und ja, richtig gute Rätsel zu machen ist nicht so einfach.

Ein gutes Beispiel für sehr gute Rätsel war immer das sogenannte Rätselrennen der Süddeutschen Zeitung, was es leider nicht mehr gibt.

Da gab es übrigens sogar gewollte Doppeldeutigkeiten. Die Antwort auf die erste Frage war scheinbar immer "San Francisco", aber das war schon deswegen nicht richtig, weil es viel zu einfach gewesen wäre. Es war dann immer eine Stadt, die überraschend viel mit San Francisco gemeinsam hatte, aber ein Detail traf eben nur auf diese Stadt zu und eben nicht auf San Francisco.

Am Ende hatte man dann meistens keine Gesamt-Lösung, weil eben die eine oder andere Frage doch zu schwierig war (aber man hatte Spaß im Team und meistens auch die eine oder andere Frage raus), wenn man aber die Gesamt-Lösung hatte, war klar, dass es die Gesamt-Lösung ist.

Es gibt aber auch einfachere Rätsel, die nach demselben Kriterium einfach gut sind.

Dass bei Abertausenden Rätseln bei Geocaches nicht alle gut sein können, ist auch klar. Das ist aber genau das Problem. Weniger wäre hier mehr, würde es weniger Mysteries geben, in deren Erstellung eben mehr Zeit geflossen ist, würde das mir noch Spaß machen. So macht es mir eben wenig Spaß, Mysteries zu lösen, wobei Ausnahmen die Regel bestätigen. Ich muss aber ja auch keine Mysteries machen, es gibt ja genug andere Caches.

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Re: Checker: Pflicht bei Mysterys?

Beitrag von MadCatERZ » So 9. Sep 2018, 11:57

Viele Owner sind davon überzeugt, dass die Lösung ihres Caches eindeutig ist. Und das ist sie oft genug nicht, selbst wenn man den richtigen Lösungsweg gefunden hat, siehe auch https://blog.nordic-style.de/pro-checker/

Und nur weil die Koordinaten auf einen Acker oder weglose Wildnis zeigen, fühlt sich manch' Cacher berufen, zur Sicherheit doch einmal dort nachzuschauen.

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Re: Checker: Pflicht bei Mysterys?

Beitrag von radioscout » Mo 10. Sep 2018, 00:46

Hier gibt oder gab es einen eigentlich ganz einfachen und kurzen Multi. Bei dem ist oder war an einer bestimmten Stelle alles zerstört. Dorthin kam man, wenn man einen scheinbar typischen Rechen- oder Ablesefehler gemacht hat. Und das haben so viele gemacht, daß es zu Schäden an dieser Stelle führte.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Re: Checker: Pflicht bei Mysterys?

Beitrag von Lichtinsdunkel » Mo 10. Sep 2018, 01:08

MadCatERZ hat geschrieben:
So 9. Sep 2018, 11:57
Viele Owner sind davon überzeugt, dass die Lösung ihres Caches eindeutig ist. Und das ist sie oft genug nicht, selbst wenn man den richtigen Lösungsweg gefunden hat, siehe auch https://blog.nordic-style.de/pro-checker/

Und nur weil die Koordinaten auf einen Acker oder weglose Wildnis zeigen, fühlt sich manch' Cacher berufen, zur Sicherheit doch einmal dort nachzuschauen.
Ein sehr schönes Beispiel, warum ein Checker Pflicht sein sollte.


baer hat geschrieben:
Mi 5. Sep 2018, 08:18
Ich muss aber ja auch keine Mysteries machen, es gibt ja genug andere Caches.
Jein.
Wenn du in deiner Gegend schon fast alles an Tradis und Multis gefunden hast und dich eine Dreiviertelstunde ins Auto setzen musst, um zusammenhängende Caches ablaufen zu können, werden auch Mysterys in unmittelbarer Nähe plötzlich interessant.

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