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Wie wasserdicht sind PETlinge eigentlich auf Dauer?

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chrysophylax
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Wie wasserdicht sind PETlinge eigentlich auf Dauer?

Beitrag von chrysophylax » Di 4. Feb 2020, 08:07

...dachte ich mir so, gefolgt von "Versuch macht kluch" und "Das werde ich mal testen."

Ich bin sehr gespannt wie lange das Ding lebt und vermute dass es eher geklaut oder vandilisiert wird statt durch absaufen zu sterben.

Der PETling ist mit 3 verschiedenen hintereinander kaskadierten Verfahren abgedichtet in der Hoffnung dass auf Dauer mindestens eines davon dicht hält: Sekundenkleber auf die Dichtfläche des Schraubeckels, Heißkleber rundum tief in die Naht zwischen Schraubdeckel und Kragen des PETlings, und obendrüber noch ein Schrumpfschlauch der thermisch mit sowohl dem PETling als auch dem Schraubdeckel als auch dem Heißkleber verschweißt.

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SammysHP
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Re: Wie wasserdicht sind PETlinge eigentlich auf Dauer?

Beitrag von SammysHP » Di 4. Feb 2020, 11:24

Wenn ich mir ne Flasche Wasser kaufe, ist die in der Regel auch dicht. Hier geht es wohl mehr darum, zu verhindern, dass jemand den PETling öffnet. ;)
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THC
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Re: Wie wasserdicht sind PETlinge eigentlich auf Dauer?

Beitrag von THC » Di 4. Feb 2020, 12:10

Also dem Heißkleber würde ich weder im Süß noch im Salzwasser trauen, und das
ist auch meines Erachtens bei einem Petling nicht nötig.
Gruß
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jennergruhle
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Re: Wie wasserdicht sind PETlinge eigentlich auf Dauer?

Beitrag von jennergruhle » Di 4. Feb 2020, 12:13

Fett in die Verschraubung schmieren vor dem Zudrehen sollte auch zusätzlich abdichten. Der Klebe-Schrumpfschaluch sollte den Rest tun, auch das Verhindern des Aufdrehens.
Feierabend- und Urlaubscacher und bekennender DNF-Logger
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Re: Wie wasserdicht sind PETlinge eigentlich auf Dauer?

Beitrag von THC » Di 4. Feb 2020, 12:26

jennergruhle hat geschrieben:
Di 4. Feb 2020, 12:13
Fett in die Verschraubung schmieren vor dem Zudrehen sollte auch zusätzlich abdichten.
Das hört sich, glaube ich, gut an, wird in der Tat auch was bringen.
Gruß
THC

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Re: Wie wasserdicht sind PETlinge eigentlich auf Dauer?

Beitrag von JoxM » Di 4. Feb 2020, 15:47

Undichtigkeit bei einem Petling gab es bei mir bislang nur, wenn jemand den Deckel nicht mehr richtig zugedreht hat, oder sich irgendwelche Nager über den Verschluss hergemacht haben. Aber dagegen hilft dann auch kein Kleber, Fett oder Schrumpfschlauch...

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Re: Wie wasserdicht sind PETlinge eigentlich auf Dauer?

Beitrag von chrysophylax » Mi 5. Feb 2020, 07:00

In Anbetracht der Tatsache dass vermutlich eine größere Menge Sucher sich an dem transparenden Teil des Gehäuses festhält um unter Wasser draufschauen zu können ist die mögliche "Schraubbelastung" vermutlich das größte Problem. Wie stabil die diversen Kunststoffsorten gegenüber Salzwasser-Einfluss sind wird sich zeigen. Ich hab schon überlegt mir hier zu Hause einen "Kontroll-Petling" aufzubauen und in einem Einmachglas in Salzwasser einzulegen um zu schauen ob und welche Einflüsse es gibt...
Bei Fett hätte ich eher Angst dass es das Gewinde leichtgängig macht und damit ein unabsichtliches Aufdrehen wahrscheinlicher.

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Re: Wie wasserdicht sind PETlinge eigentlich auf Dauer?

Beitrag von lolyx » Mi 5. Feb 2020, 08:44

Ist schon lange her, das ich am Rande mitbekommen habe, wie schwierig es sein kann Gehäuse wasserdicht zu bekommen. Insbesondere, wenn das Gehäuse komplexer ist als ein Petling und das Budget begrenzt.
Ich gebe aber zu bedenken das eine falsche Art der Abdichtung mit Dichtmassen Kapillareffekte verursachen kann, die genau das Gegenteilige von dem bewirken, was man eigentlich erreichen will.

Wenn man sich das in Installationen ansieht sind viele Teile die vor Regen etc. geschützt werden müssen auch nicht dicht, da man damit verhindert das Feuchtigkeit wieder aus der Installation herauskommt. Stattdessen gibt es Abdeckungen etc. die nach unten Öffnungen haben.
Das klappt bei deiner Station _unter_ Wasser natürlich nicht.

Ich glaube das ein Petling sehr dicht ist. Er hält, wie oben geschrieben, bei einer Flasche Flüssigkeiten unter Druck im inneren.
Das Problem das manche Deckel gern von Nagern bearbeitet werden sollte es bei deinem Experiment nicht geben.

Bei https://www.rct-online.de/de/RctBestaendigkeitsliste kann man ein bisschen mit Materialvarianten spielen. Leider scheint es die Kombination Seewasser/PET nicht zu geben. Da man sehr alte (im Vergleich zum Petling) dünnwandige PET Flaschen an Stränden findet, lässt vermuten das die Kombination einige Zeit überlebt und es vielleicht eher ein Problem ist das sie eintrübt.

Falls der Petling nicht funktioniert: spräche etwas gegen Glas?

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Re: Wie wasserdicht sind PETlinge eigentlich auf Dauer?

Beitrag von radioscout » Mi 5. Feb 2020, 23:35

lolyx hat geschrieben:
Mi 5. Feb 2020, 08:44
Er hält, wie oben geschrieben, bei einer Flasche Flüssigkeiten unter Druck im inneren.
In diesem oder dem Blauen Forum wurde festgestellt, daß genau darin das Problem besteht: die Deckel sollen wohl gut gegen Druck von innen aber nicht von außen, z.B. bei Unterdruck durch Abkühlung, abdichten.

Was sprach gegen vergießen?
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Re: Wie wasserdicht sind PETlinge eigentlich auf Dauer?

Beitrag von lolyx » Do 6. Feb 2020, 09:11

Vergießen war damals einer der ersten Versuche um die Dichtigkeit zu erhöhen.
Wie oben geschrieben: Wenn sich feinste Risse bilden (Vibration, Temperaturschwankungen) zieht die Feuchtigkeit durch den Kapillareffekt am Riss entlang ins innere. Das passierte dann an allen von Innen nach außen verlaufenden Verbindungen, zum Beispiel Kabeln für die äußeren Bedienelemente.
Über die Menge an Flüssigkeit die so ins Innere kommt kann ich nichts sagen, da damals das ganze Gehäuse ausgegossen wurde, aber es hat gereicht, eine Platine in 9-12 Monate zu beschädigen.

Das war damals aus verschiedenen Grünen keine Alternative, aber Silikon hilft ansonsten ja gegen alles was dicht gegen Feuchtigkeit werden soll, bleibt flexibel und ist einfach zu beschaffen.

Was den Druck von Innen / Außen betrifft:
Bei den älteren Deckeln für Cola Getränke war eine Dichtscheibe enthalten, die gegen die Kante des Petling gedrückt wurde. Das es da einen Unterschied geben sollte kann ich mir im Moment nicht vorstellen.
Inzwischen sind die meisten Deckel aber ohne diese Dichtscheibe aufgebaut und haben stattdessen eine Profil, das an die Kante des Petling gedrückt wird. Dabei arbeitet der Innendruck wahrscheinlich gegen das Profil. Bei diesen Deckeln könnte ich mir vorstellen das es einen Unterschied macht, ob der Druck von innen oder von Außen kommt.

Hast du noch den Link zu dem Eintrag im GC Forum oder weist ungefähr in Welchem Jahr das war?

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