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Ansmann-Ladegerät explodiert!

Was nehm ich zur Geocache-Suche mit und was zieh ich an?

Moderator: Team Eifelyeti

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Schnüffelstück
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Ansmann-Ladegerät explodiert!

Beitrag von Schnüffelstück »

Also bis auf weiteres sage ich nie wieder, dass Ansmann toll ist - gerade eben ist mein Ansmann Powerline6 mit einem WIRKLICH lauten "KAFRONZ" exploriert! Einfach so explodiert. Es waren vier Akkus drin, die gerade geladen wurden. Nu isses tot. Garantiezettel ist natürlich irgendwo die Isar runtergegangen, befürchte ich mal.

Ich muss jetzt weg und habs eilig, deshalb keine Bilder. Aber es ist schon der Hammer.

Und es stinkt wie die Sau nach verbranntem Plastik!
Schnüffelstück

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Sir Cachelot
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Beitrag von Sir Cachelot »

wenn du das teil zu ansmann schickst, dann sind die dir vielleicht sogar dankbar.
könnte wichtig für die qualitätsicherung sein.
einfach mal anfragen.
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radioscout
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Beitrag von radioscout »

Ist wohl ein Elko explodiert?
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)
morsix
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Beitrag von morsix »

radioscout hat geschrieben:Ist wohl ein Elko explodiert?
Hi,
das kann mal passieren, wenn der elko falsch eingelötet wurde - das ist aber recht selten, genauso selten wie Fabrikationsfehler in Bauteilen.

Was aber häufiger vorkommt ist folgendes Szenario:

Mensch steck in eine Mehrfachsteckdose eine ganze Batterie verschiedener kleiner Stecker-Netzgeräte, Akkulader und sonstiges Zeug, welches einen Trafo eingebaut hat.

Durch Induktion zwischen den nah beieinanderligenden Trafospulen baut sich eine nicht unerheblich Spannung auf. Ich habs nachgemessen. Einer meiner Trafos in einem Steckernetzteil bringt ca 15V, das ganze wird dann mit einem Spannungswandler und Gleichrichter auf brauchbare 4.5V gebracht. Daher funktionieren diese Steckernetzteile auch in USA mit 110V, da dann die Spannung auf 7.75 fällt und diese immer noch brauchbar ist um die Spannungwandler zu versorgen.

jetzt passierts aber: Viele nebeneinander gesteckte Netzteile erzeugen Spannungen (gemessen) bis 35V an einem benachbarten Netzteil. Die meisten Spannungswandler vertragen aber nur knapp 30V maximal. Wenn der jetzt abraucht und hochohmig wird ist gut. Schlimmer aber folgendes: er wird nicht hochohmig, sondern beim Tod niedrohmig. Jetzt rauschen 35V in den Gleichrichter und in die Kondensatoren. Im besten Fall raucht nun sofort der Gleichrichter ab und wird hochohmig, Kondensatoren die für die Spannung nicht ausgelegt sind expoldieren. Im schlimmsten Fall halten Gleichrichter und Kondensatoren die Spannung aus, jetzt brät das Netzteil mit 35V das ans Netzteil angeschlossene Gerät, Handy, PDA, Kamera oder sonstwas das dafür garantiert nicht ausgelegt ist.

Also Vorsicht!
NIEMALS mehrere Steckernetzteile nahe beieinander in eine Steckerleiste quetschen.

Grüße
Rudi
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Sir Cachelot
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Beitrag von Sir Cachelot »

Sehr interessant. Nur wieso steht sowas nicht im manual?
netzteile in steckerleisten stecken ist doch nicht selten.
kann man da nicht irgendwo eine 3 cent sicherung einbauen?
man ende brennt die bude ab und die versicherung sagt, ja hätten sie mal nicht drei steckernetzteile nebeneinander gesteckt, sie doofie.
morsix
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Beitrag von morsix »

Sir Cachelot hat geschrieben:Sehr interessant. Nur wieso steht sowas nicht im manual?
netzteile in steckerleisten stecken ist doch nicht selten.
kann man da nicht irgendwo eine 3 cent sicherung einbauen?
man ende brennt die bude ab und die versicherung sagt, ja hätten sie mal nicht drei steckernetzteile nebeneinander gesteckt, sie doofie.
Wundert mich auch und ist nicht neu. Es gibt zahlreiche Fälle von Wohnungsbränden bedingt durch diese Handhabung. Ich hätt selbst nicht dran gedacht, wäre da nicht ein Artikel in einer Funkamateurzeitschrift gewesen. Daraufhin hab ich das mal getestet und eben Spannung bis 35V gemessen, an Trafo's die im Normalzustand bei 230V Primär auf der sek. Seite 15V haben.

Mir ist auch vollkommen unklar, warum da keine Warnungen stehen. Eine Sicherung bringt übrigens nichts, da diese auf zu hohe Ströme, nicht aber zu hohe Spannungen geht. Eine kleine Diode, welche schnell genug bei zu hoher Spannung hochohmig wird (durch braten) wäre besser geeignet.

Selbst wenn nichts brennt ists doch ärgerlich, wenn der defekte Spannungswandler niederohmig wie er werden kann zu hohe Spannungen an das angeschlossene Gerät gibt. Im schlimmsten Fall gibts dann Akkuexplosionen und die sind gar nicht lustig.

Dabei hat man noch richtig Glück mit den allerbilligsten Mehrfachsteckerleisten. Da hier die Löcher der Steckdosen so angeordnet sind, daß man ein Steckernetzteil nur in jedes 2.te oder 3te Loch bekommt, reicht der Abstand damit die Spannung nicht nennenswert durch Induktion steigen kann. Die teuren Mehrfachsteckdosen, die alle Steckdosen so haben das man auch Steckernetzteile benachbart anordnen kann, die sind hundsgefährlich.

Kommt noch ein zweites, einleuchtenderes Problem dazu: Stecken mehrere dieser kleinen Netzteil nah beieinander, so können sie die Wärme nicht mehr ausreichend abgeben. Mögliche Folgen durch Überhitzung kann sich jeder selbst ausmalen.

Grüße
Rudi
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die-piraten
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Beitrag von die-piraten »

Bei mir wergln 2 Energy 16 und ein Digispeed 4 in unmittelbarer Nähe zusammen. Die Energy's haben Gott sei Dank kein Steckernetzteil. Ich stell mich jetzt jedenfalls mal mit dem Feuerlöscher, Handy und Schutzbrille neben die Dinger hin und werde beobachten und weiter berichten..... 8)
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Ich brauch einen Uhrenbeweger!
Neusser Holzwürmer
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Beitrag von Neusser Holzwürmer »

morsix hat geschrieben:Daraufhin hab ich das mal getestet und eben Spannung bis 35V gemessen, an Trafo's die im Normalzustand bei 230V Primär auf der sek. Seite 15V haben.
Nun, und WIE hast Du die 35 Volt gemessen? Messgerät an die Kontakte gehalten?
Das bringts nicht, da ALLE Netzgeräte im Leerlauf (und darum handelt es sich bei dieser Art von Messung) wesentlich mehr Spannung abgeben als unter Last. Schliess das zugehörige Gerät an und die Spannung bricht durch die Last auf den vorgesehenen Wert von 15 Volt zusammen. Nur wirds dann schwerer mit dem Messen, vor allem wenn es sich um einen Stecker handelt der in dem Gerät verschwindet.....

Insofern ist die Aussage inkorrekt und fällt unter den Bereich "PaniKmache"
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die-piraten
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Beitrag von die-piraten »

So, inzwischen ist es 14.40 Uhr ich hab jetzt fast 2 Stunden auf die Ladegeräte geschaut und nichts ist passiert. Mir schläft gleich der Arm ein (Feuerlöscher). Ich werde aber weiter beobachten....
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DocW
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Beitrag von DocW »

Ich würde das auch in die richtung Urban Legend schieben wollen:
Erstens bei konventionellen Netzteilen dient der Kern des Trafos dazu, dass die Feldlinien möglichst im Trafo bleiben, hat schliesslich was mit dem Wirkungsgrad zu tun.
Und bei vernünftigen, modernen Geräten - und die Ansmann Geräte gehören dazu - sind sowieso Schaltnetzteile eingesetzt. Die galvanische Trennung wird hier erheblich hochfrequenter mit kleinen Trafos mit Ferritrundkernen erledigt, das Streufeld und dessen Reichweite kann man nun wirklich vergessen, hier wird besonders auf Wirkungsgrad geachtet.
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