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Reaktion GS auf vergrabene Caches

Dosen im Land der Dominosteine.

Moderator: radioscout

mabea
Geonewbie
Beiträge: 2
Registriert: Di 10. Mai 2011, 13:55

Reaktion GS auf vergrabene Caches

Beitrag von mabea »

Auch wir/ich sind von der kürzlich über die Region Aachen schwappende Welle von Cachearchivierungen und -disabel(ungen?) betroffen und sind sehr verärgert über diese Aktion (wer auch immer jetzt dafür verantwortlich ist oder ob diese Aktion aufgrund eines "Regelverstoßes" auch gerechtfertigt ist).

Beim Verstecken unseres Caches: http://www.geocaching.com/seek/cache_de ... 8dac1129de waren wir so unverschämt und haben ein vorhandenes Loch, dass von einem Zaunpfosten übrig war, mit einem Rohr versehen, so dass ein Petling darin Platz fand... also ein riiiiiiiiesen LOCH! Nunja, ich wollte mich mit der Reaktion des Reviewers erstmal nicht zufrieden geben, zumal ich ja eigentlich nicht gegraben habe, sondern ein vorhandenes Loch genutzt hatte und mein Cache trotzdem disabled blieb. Also habe ich kontakt mit G$ aufgenommen und gebe das Resultat mal bekannt:
Hello mabea,
I've seen the cache listing and the photograph of the cache itself. The metal chamber (small pipe?) does appear to be pushed into the ground or 'buried'. Whether or not you created this space in order to hide the cache, it will appear to others that you did.

We cannot allow this cache to remain, as it may give other cachers the idea that buried caches are okay. We (and likely you) will continue to receive reports of this 'buried' cache. This is why the reviewer suggests finding another spot.

Please let me know if you have any questions.

Regards,
Folglich kann man noch viel mehr in die nicht-vergraben-Regel hineininterpretieren!

Uns interessiert aber auch die Antwort auf die Anfrage von Salsatiger. Hier müsste es doch inzwischen auch eine Reaktion gegeben haben!!??!! Weiß vielleicht jemand mehr????
Thaliomee
Geowizard
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Registriert: Fr 24. Okt 2008, 09:52

Re: Reaktion GS auf vergrabene Caches

Beitrag von Thaliomee »

Hallo,
zuerst: Ich kann deinen Ärger verstehen! Voll und ganz. Aber diese Regel (die es nunmal gibt) dadurch zu umgehen, dass man sagt, das Loch wäre vorhanden gewesen ist gang und gäbe. Jetzt seid ihr betroffen - obwohl ihr ehrlich wart.
Da es außerdem ständig (und auch hier!!) das Argument "der da darf das auch!" hervorgeholt wird, muss man sich nicht wundern, dass GS immer weniger Ausnahmen zulässt, obwohl in eurem Fall eine angebracht wäre.
Ich bin voll und ganz für Einzelfallentscheidungen, aber die meisten Menschen schreien da gleich "ungerecht", wenn ihr etwas im Boden haben dürft, sie selbst aber nicht. Ich befürchte, das ist ein Grund, warum klar gesagt wird, dass ihr anderen suggeriert es wäre ok. Sogar im einem Log wird das Argument gebracht:
Da müßten ja hunderte andere Caches auch aus dem Verkehr gezogen werden....
Solche Reaktionen müssen meiner Meinung nach dazu führen, dass keine Ausnahmen (denn euer Cache ist meiner Meinung nach eine) zugelassen werden.

Ich hoffe, du verstehst, was ich meine. Vielleicht besteht die Möglichkeit, an dem Zaun ein Rohr recht unauffällig anzubringen?
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Börkumer
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Re: Reaktion GS auf vergrabene Caches

Beitrag von Börkumer »

Ob du nun gegraben hast, oder jemand anderes ist doch völlig Banane. Demnächst werden dann Baggerlöcher ausgehoben: "ne das hat mein Arbeitskollege gemacht, ich habe beim Verstecken nicht gegraben".
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epaphras
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Re: Reaktion GS auf vergrabene Caches

Beitrag von epaphras »

Nun mal meine Sicht der Dinge:

Irgendwie tut mir die Sache leid, weil einige alte, sehr schöne Caches von dieser Archivierungswelle aufgrund restriktiver Anwendung der Nicht-Vergrabensregel davon betroffen sind.

Auf der anderen Seite kann ich den Grundgedanken dieser Regel aber auch verstehen.

Wenn ich im Wald Caches finde, die mit sehr ungenauen Koordinaten ohne aussagekräfigen Hint an beliebiger Stelle irgendwo vergraben sind und noch mit einem Haufen Blätter oder Nadeln abgedeckt wurden und der Wald dann dort aussieht, als hätten ihn die Wildschweine verwüstet, das kann auch nicht sein. Große Baumstümpfe, die anstatt mit den Händen oder vielleicht einem Stock durchsucht, mit schweren Stiefel zertreten wurden, das darf einfach nicht sein.

Wer von uns hat nicht auch schon Caches gefunden, die im Naturschutzgebiet weit abseits der Wege lagen und wo im Listing stand, dass die Wege nicht verlassen werden müssen. Kennen wir das nicht alle, ich auf jeden Fall!

Ich bin kein militanter Umweltschützer, aber in Zeiten, in denen Geocaching fast ein Massensport geworden ist, braucht es einfach strengere Regeln, damit die Natur nicht gar zu sehr geschädigt wird. Die wirklich schöne fast regellose Anfangszeit des Cachens ist vorbei, leider! Nehmt den Straßenverkehr. Als hier in Deutschland die ersten Autos auf die Straßen kamen, gab es kaum Verkehrsregeln, und heute?

Leider führen die auftretenden Schäden in der Natur, wie übrigens fast überall im Leben, zu immer strengeren Regeln, unter denen dann auch wieder die Allgemeinheit (oder auch Ihr als ehrliche Cacheowner!) leidet und dagegen ist aus meiner Sicht auch nichts zu machen.

Meiner Ansicht nach sollten wir alle irgendwie sehen, dass wir diese Umbruchzeit heil überstehen, unsere Caches ggf nachbessern, bevor irgendwann Geocaching in der freien Natur in Deutschland verboten wird oder auch einfach nur das Verlassen der Wege unter Ordnungswidrigkeit gestellt wird, wie es in manchen Ländern in Europa schon zutrifft! Lasst uns einfach weiter vorangehen, und nicht allzu sehr zurücksehen. Dazu ist unser Hobby einfach zu schön!

Vorbildlich ist es hier im Aachener Raum verlaufen. Eine Cacheownerin, deren sehr liebevoll, aufwändig, kreativ und toll ausgearbeitete Caches von dieser Archivierungswelle betroffen waren, hat diese neu ausgelegt, genauso toll wie vorher, aber natur- und regelgerecht. Mein Kompliment an sie, wenn sie es liest, weiß sie wer gemeint ist, klasse gemacht, vielen Dank!!!

Grüße,

Karsten
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me_mjt
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Re: Reaktion GS auf vergrabene Caches

Beitrag von me_mjt »

Hallo zusammen,
epaphras hat geschrieben:Nun mal meine Sicht der Dinge:

Irgendwie tut mir die Sache leid, weil einige alte, sehr schöne Caches von dieser Archivierungswelle aufgrund restriktiver Anwendung der Nicht-Vergrabensregel davon betroffen sind.

Auf der anderen Seite kann ich den Grundgedanken dieser Regel aber auch verstehen.

Wenn ich im Wald Caches finde, die mit sehr ungenauen Koordinaten ohne aussagekräfigen Hint an beliebiger Stelle irgendwo vergraben sind und noch mit einem Haufen Blätter oder Nadeln abgedeckt wurden und der Wald dann dort aussieht, als hätten ihn die Wildschweine verwüstet, das kann auch nicht sein. Große Baumstümpfe, die anstatt mit den Händen oder vielleicht einem Stock durchsucht, mit schweren Stiefel zertreten wurden, das darf einfach nicht sein.
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Ja, das gibt es, aber von den mir bekannten Caches, die von der Deaktivierungswelle betroffen waren, ist keiner im Wald.
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Wer von uns hat nicht auch schon Caches gefunden, die im Naturschutzgebiet weit abseits der Wege lagen und wo im Listing stand, dass die Wege nicht verlassen werden müssen. Kennen wir das nicht alle, ich auf jeden Fall!
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Ja, auch das gibt es. Allerdings bezog sich die Deaktivierungswelle auch nicht darauf
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Ich bin kein militanter Umweltschützer, aber in Zeiten, in denen Geocaching fast ein Massensport geworden ist, braucht es einfach strengere Regeln, damit die Natur nicht gar zu sehr geschädigt wird. Die wirklich schöne fast regellose Anfangszeit des Cachens ist vorbei, leider! Nehmt den Straßenverkehr. Als hier in Deutschland die ersten Autos auf die Straßen kamen, gab es kaum Verkehrsregeln, und heute?
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Nee, militant bin ich auch nicht, aber für Naturschutz setze ich mich schon viel länger ein, als es das Geocachen überhaupt gibt.
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Leider führen die auftretenden Schäden in der Natur, wie übrigens fast überall im Leben, zu immer strengeren Regeln, unter denen dann auch wieder die Allgemeinheit (oder auch Ihr als ehrliche Cacheowner!) leidet und dagegen ist aus meiner Sicht auch nichts zu machen.
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Die Schäden in der Natur, die durch Geocaching entstehen und über die ich ständig stolpere, finde ich beim Powertrail hier in der Nähe. Dort wird auch der letzte Nichtcacher darauf gestoßen, dass "die Geocacher" ein Problem sind. Überall werden Baumstümpfe und Sträucher von den vielen Cachern auseinander gepflückt. Es sieht aus wie nach einem Bombenangriff.
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Meiner Ansicht nach sollten wir alle irgendwie sehen, dass wir diese Umbruchzeit heil überstehen, unsere Caches ggf nachbessern, bevor irgendwann Geocaching in der freien Natur in Deutschland verboten wird oder auch einfach nur das Verlassen der Wege unter Ordnungswidrigkeit gestellt wird, wie es in manchen Ländern in Europa schon zutrifft! Lasst uns einfach weiter vorangehen, und nicht allzu sehr zurücksehen. Dazu ist unser Hobby einfach zu schön!
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Die Verbote werden kommen. Die sind auch unvermeidbar, solange es immer häufiger zum Massenpublishing von hirnlos in die Gegend geworfenen Dosen kommt. GS publisht doch alles was denen vor die Flinte kommt.

Die Aktion mit den Archivierungen könnte ich verstehen, wenn zumindest im Vorfeld der neu gepublishten Dosen eine Art Qualitäts-/Naturverträglichkeits-Kontrolle stattfinden würde. Die Vorschläge sind ja m.E. immer wieder mal gemacht worden. Lasst doch die neuen Cacher erstmal drei Monate angemeldet sein und 300 Dosen gefunden haben bevor die einen eigenen Cache legen. Es wäre besser, wenn ich als Owner beim erstellen des Listings direkt (für den Reviewer) ein Bild vom Cacheversteck hochladen müsste und kurz beschreiben müsste, wie die Dose getarnt/versteckt/befestigt ist. Damit wären Powertrails vom Tisch (weil es zuviel Aufwand wäre den zu publishen) und auch die Owner der alten Caches könnten nachvollziehen, dass GS hier wirklich Verbesserungen umsetzen will.
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Vorbildlich ist es hier im Aachener Raum verlaufen. Eine Cacheownerin, deren sehr liebevoll, aufwändig, kreativ und toll ausgearbeitete Caches von dieser Archivierungswelle betroffen waren, hat diese neu ausgelegt, genauso toll wie vorher, aber natur- und regelgerecht. Mein Kompliment an sie, wenn sie es liest, weiß sie wer gemeint ist, klasse gemacht, vielen Dank!!!

Grüße,

Karsten
Nein, das ist so nicht wie Du schreibst. Ich nehme Groundspeak nicht ab, dass die ernsthaft verhindern wollen, dass das Geocachen in manchen Gegenden verboten wird. Die sind es doch, die den Karren an die Wand fahren.

Die Caches legen wir Owner als Freiwillige, investieren Zeit und (mancher von uns viel) Geld. Die Premium-Mitglieschaft wird bezahlt, Coins und TBs dito. GS verdient doch an uns. Sollen wir da als Bittsteller auftreten?

Ich persönlich hab mit GS abgeschlossen. Meine Caches sind jetzt auch bei opencaching.de gelistet und wenns noch doller kommt, dann werd ich meine Caches bei GS archivieren. Es wird Alternativen geben, da bin ich sicher, ob dann aber GS da noch eine Rolle spielt, das werden wir sehen. Geocachen ist ja noch recht neu, ca. 12 Jahre, wir sollten nicht so tun, als ob schon aller Tage Abend ist und sich nix mehr verändert.

Übrigens bin ich ziemlich sauer auf GS, daher der etwas derbe Ton.

Nix für Ungut

Markus
An meinem Fahrrad fährt ein Travelbug von Cache zu Cache und auch sonst überall hin,
wer ihn sieht darf ihn loggen, das Fahrrad aber bitte stehen lassen ;-)
iceman_gk
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Re: Reaktion GS auf vergrabene Caches

Beitrag von iceman_gk »

Ich finde da hat me_mjt vollkommen recht!
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epaphras
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Re: Reaktion GS auf vergrabene Caches

Beitrag von epaphras »

iceman_gk hat geschrieben:Ich finde da hat me_mjt vollkommen recht!
Selbst wenn er recht hätte (und ich sehe einiges anders als er), liegt es nicht an GS, sondern an uns, wenn unser schönes Hobby Zukunft haben soll!
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Börkumer
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Re: Reaktion GS auf vergrabene Caches

Beitrag von Börkumer »

Ich sehe im Grunde keine Beeinträchtigung für unser Hobby, lediglich die Plattform wird sich auf lange Sicht verschieben. Teilweise werden die Argumente ja so rüber gebracht, wie als ob Groundspeak die Dosen persönlich einsammeln würde. Wer sich ungerecht behandelt fühlt, baut seine Dosen entweder Guidelinegerecht um, oder veröffentlicht sie auf einer anderen Plattform.

Leider fehlt bis heute aus meiner Sicht eine Plattform die sowohl gewisse Regeln beherzigt, als auch die Communitywünsche umsetzt. So ganz ohne Regeln und Verstand geht es eben auch nicht voran.
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bene66
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Re: Reaktion GS auf vergrabene Caches

Beitrag von bene66 »

Ich gebe epaphras in fast allen Dingen recht und me_mjt auch in vielen. Das geht, da es sich um zwei verschiedene Sachverhalte handelt.
Der eine heißt
- Vergrabene oder im Boden eingelassene Dosen schaden dem Geocaching
der andere heißt
- Powertrails schaden dem Geocaching.

Der ersten These stimme ich unbedingt zu, auch wenn es Ausnahmen gibt, die toleribar wären.
Der zweiten These stimme ich indirekt auch zu. Powertrails sind kein Problem, wenn bei jeder einzelnen Dose UND in der gesamteit des Trails die Naturschutz- und allgemeinen Rücksichtsgrundsätze eingehalten würden. Das ist bei einem Powertrail aber die Ausnahme und daher schaden diese dem Geocaching.

Auf keinem Fall können wir aber sagen "Solange es noch Powertrails gibt können wir auch Dosen vergraben".

Und in einem gebe ich Epaphras unbedingt recht:

Es liegt zwar auch an Groundspeak, wie sich unser Hobby entwickelt - aber in erster Linie an uns!

bene66
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Ich führe Statistiken um schöne Cache-Erlebnisse zu haben, aber ich cache nicht um eine schöne Statistik zu haben
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imprinzip
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Re: Reaktion GS auf vergrabene Caches

Beitrag von imprinzip »

Ich warte auf den Tag, an dem GS die Regel bringt, dass das Auslegen von Caches verboten ist.
Denn seien wir mal ehrlich:
Irgendwas ist immer!

- massenhaftes Beklettern von Bäumen schadet diesen
- Habitate werden ausgeweitet
- die Bedosung von LP's ist illegal
- Höhlen sind wichtige Winterquartiere
- Kommune xy will keine Caches haben
- Jäger xy noch viel weniger
- der Juchtenkäfer ruft zur Großdemo gegen Cacher auf
- Löcher sind böse - egal, wer sie gegraben hat

...nur meine 2 Pfennig

und schon wieder verbotenerweise im Aachen-Forum
Sandburgenbauen ist bei weitem nicht der dümmste Weg, sich einen Tag am Meer zu versauen (The Glue)
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