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Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

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argus1972
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Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von argus1972 » Mi 11. Mai 2011, 21:07

Seit längerer Zeit beobachte ich bei den lokalen Neuerscheinungen zu meinem Bedauern auch in unserer bislang mit nach meinem Empfinden recht hochwertigen Caches geschmückten Gegend den Trend zu immer sinnbefreiteren Dosen an blödsinnigen Orten und von minderwertiger Machart, wie man es bislang eher aus Ballungsräumen kannte.
Ich als "nicht-immer-Logger" logge inzwischen ziemlich oft dnf oder Noten, wenn ich mal wieder an ein richtig seltsames Machwerk geraten bin, bei dem sich mir weder der Sinn erschließt, noch die Location einen Cache irgendwie rechtfertigen würde. Massive Koordinatenabweichungen, bestenfalls vollkommen nichtssagende Ecken, die keinerlei Attraktion darstellen, vom schnellen Punkt mal abgesehen und minderwertige Listings stehen in einer Reihe mit den zugehörigen Cachenamen im Stil von "Spackos dämliche Einbahnstraße" sind aber qualitativ noch die Einäugigen unter den Blinden. Vollkommen suboptimale Verstecke mit hohem Zerstörungspotenzial, immer abgedrehtere Orte, Tradis mit Annäherungswert, bei denen sogar im Listing verkündet wird, dass der Cache nicht an den angegebenen Koordianten liegt und vollkommen abwegige Orte von hohem Gefährdungsfaktor und mit Betretungsverbot bei maximaler Auffälligkeit, stellen das Sahnehäubchen am Fuße des von mir wahrgenommenen Abwärtstrends bei der Qualität dar.
Vor kurzer Zeit sah ich mich sogar zum ersten Mal genötigt, hier in der Gegend einen SBA zu loggen, was ich bislang hier vor Ort gedanklich nicht mal vage in Betracht gezogen hätte, weil es einfach keine Kandidaten außerhalb meine prinzipiellen Ignoreliste gab, die es nachvollziehbar gerechtfertigt hätten. Gerade aktuell gibt es auch wieder so einen neuen Kandidaten, der alle bisher genannten schlechten Eigenschaften vereinigt und bei dem es mich aus gegebenen Anlass schon wieder in den Fingern juckt.

Aus den geschilderten Sachverhalten vermute ich, dass der bedauerliche Trend zu Dosenmüll jetzt auch das ländliche Sauerland endlich eingeholt hat.

Noch erstaunlicher als miese Caches finde ich aber immer wieder, dass selbst die abwegigsten Dosen massenhaft und offenbar vollkommen schmerzfrei geloggt werden.
Ist der Anspruch der örtlichen Cacher, die für meine Begriffe über lange Zeit mit sehr vielen guten und vielfach sogar wirklich hervorragenden Caches verwöhnt wurden, derart gefallen, dass inzwischen auch der hinterletzte Kernschrott in Dosenform plötzlich tolerabel und des schnellen Punktes würdig wird? Ich bin bei Caches, die mir besonders unangenehm auffallen, wirklich immer wieder überrascht, dass nicht die geringste Kritik in den Logs geäußerst wird, denn dass wirklich sehr üble Kandidaten unter den Neuerscheinungen der Region dabei sind, wird doch garantiert nicht nur mir auffallen.

Ich hoffe jedenfalls, dass der Trend nicht zu einer galoppierenden Qualitätsinflation wird, denn die Zeichen stehen für meine Begriffe darauf und aus Gesprächen mit anderen Cachern weiß ich, dass nicht nur ich das so sehe.
Somit stellt sich mir die etwas ketzerische Frage, ob die regionale Cachergemeinde en gros beim Verfall der Qualität mithält und diesen weiterhin mit ihren Foundlogs für Dosen, die bestenfalls der Ignoreliste und schlimmstenfalls eines SBA würdig sind, forciert, oder vielleicht mal zur Abwechslung nicht oder eine Note loggt und im Gegenzug selbst wirklich schöne Dosen legt, wie es hier bislang weitestgehend üblich war?

Wie geht es weiter mit Geocaching im Sauerland?
Bitte prüfen Sie der Umwelt zuliebe, ob dieser Beitrag wirklich ausgedruckt werden muss!

Bekennender Genusscacher, DNF-, NM- und SBA-Logger
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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von MadCatERZ » Mi 11. Mai 2011, 21:16

Das scheint sich echt auszubreiten, wir hier oben sind noch recht müllfrei und es gibt nur ganz wenige Dosen, deren Location man nicht etwas abgewinnen könnte - aber es gibt sie.

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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von hustelinchen » Do 12. Mai 2011, 00:16

argus1972 hat geschrieben:Noch erstaunlicher als miese Caches finde ich aber immer wieder, dass selbst die abwegigsten Dosen massenhaft und offenbar vollkommen schmerzfrei geloggt werden.
Wenn ich einen Cache finde, dann logge ich ihn auch. So sind die Spielregeln.

...bin bei Caches, die mir besonders unangenehm auffallen, wirklich immer wieder überrascht, dass nicht die geringste Kritik in den Logs geäußerst wird,...
Das wundert mich auch oft. Im Bereich Osnabrück erlebe ich einen großen Zusammenhalt in Bezug auf Caches, die irgendwie wenig mit dem Sinn des Geocaching zu tun haben. Aber da empfinde ich geäußerte Kritik als erfrischend offen, aber auch als sehr sensibel und konstruktiv. Würde mir wünschen,d ass ich das auch so formulieren könnte.
Herzliche Grüße
Michaela

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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von moenk » Do 12. Mai 2011, 01:33

Um auf die letzte Frage einzugehen: Das geht bei Euch so weiter wie überall. Ich sag nur: CB-Funk.
Suchst Du noch oder loggst Du schon?

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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von Trracer » Do 12. Mai 2011, 06:52

argus1972 hat geschrieben:Ich bin bei Caches, die mir besonders unangenehm auffallen, wirklich immer wieder überrascht, dass nicht die geringste Kritik in den Logs geäußerst wird, denn dass wirklich sehr üble Kandidaten unter den Neuerscheinungen der Region dabei sind, wird doch garantiert nicht nur mir auffallen.
Das lässt sich relativ einfach erklären, solange Owner völlig ohne Konsequenzen Logs löschen können, wird es auch keine Kritik geben. Gerade Neulinge drücken da ganz ungeniert auf die Löschtaste.

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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von MadCatERZ » Do 12. Mai 2011, 09:17

hustelinchen hat geschrieben:in Bezug auf Caches, die irgendwie wenig mit dem Sinn des Geocaching zu tun haben
...womit wir wieder bei der Frage wären, was denn der universelle, für jeden Cache(r) geltende Sinn des Cachens sein soll.

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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von Zappo » Do 12. Mai 2011, 09:28

MadCatERZ hat geschrieben:
hustelinchen hat geschrieben:in Bezug auf Caches, die irgendwie wenig mit dem Sinn des Geocaching zu tun haben
...womit wir wieder bei der Frage wären, was denn der universelle, für jeden Cache(r) geltende Sinn des Cachens sein soll.
Na, das ist ja schnell erklärt: Man legt Caches, damit die Kollegen etwas Unterhaltung haben - also gehts da um Location, Geschichten, Zeigen, Erleben.

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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von coronar » Do 12. Mai 2011, 11:47

hustelinchen hat geschrieben:
argus1972 hat geschrieben:Noch erstaunlicher als miese Caches finde ich aber immer wieder, dass selbst die abwegigsten Dosen massenhaft und offenbar vollkommen schmerzfrei geloggt werden.
Wenn ich einen Cache finde, dann logge ich ihn auch. So sind die Spielregeln.

...bin bei Caches, die mir besonders unangenehm auffallen, wirklich immer wieder überrascht, dass nicht die geringste Kritik in den Logs geäußerst wird,...
Das wundert mich auch oft. Im Bereich Osnabrück erlebe ich einen großen Zusammenhalt in Bezug auf Caches, die irgendwie wenig mit dem Sinn des Geocaching zu tun haben. Aber da empfinde ich geäußerte Kritik als erfrischend offen, aber auch als sehr sensibel und konstruktiv. Würde mir wünschen,d ass ich das auch so formulieren könnte.
Ich hab in Osnabrück mal einen Tradi im Wald mit den Worten "hier hätte ein Multi hingehört" geloggt. Daraufhin habe ich vom Owner eine höchstbeleidigte Mail bekommen mit unter anderem der Aussage, dass Multis in Osnabrück nicht angenommen werden.

Was wohl inzwischen allgemein der Trend ist. Auf 20 - 50 Trradilogs kommt ein Multilog. Die Frage ist nur, ob man Logs wie "+1" oder "schnell gefunden" oder Logs wie "... vielen Dank für dieses außergewöhnliche Erlebnis..." oder "...absolutes Highlight..." Dann kann man auch auf gutes "Cache Karma" verzichten und sich an den wenigen, tollen Logs erfreuen.
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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von Zappo » Do 12. Mai 2011, 12:08

...das Problem für MICH stellt sich so dar :

ich habe eine sehr präzise Meinung, was Cachen NICHT ist - nämlich Dosen um der Dose willen an Nichtlocations finden oder verstecken ( = Flachcachen).

Jetzt gibts natürlich viele Flachcaches. Ich hab da keine Probleme damit, da ein entsprechendes kritisches Log (bzw. Note - Flachcaches logge ich nicht) zu schreiben - im Rahmen des höflichen Miteinanders. Ich habe damit auch noch keine schlechte Erfahrung gemacht, das wird m.E. akzeptiert.

Allerdings versuche ich relativ erfolgreich, diese Caches zu vermeiden - und einen Cache aufzusuchen, von dem ich schon weiß, daß der panne ist, bloß um da ein kritisches Log zu schreiben - also dazu ist mir meine Zeit dann doch zu schade. Ich bin weder Oberlehrer noch Geopolizist. Dann kann man aber nur noch zugucken, wie diese Caches von Schmerzbefreiten -teils von Altgedienten - wie selbstverständlich geloggt werden. Und" +1" zeigt ja nicht nur, daß der Cache eigentlich nur ein Statistikpunkt ist, sondern es zeigt auch, daß der Logger sich für eben diesen einen Punkt zum Affen macht.

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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von Trracer » Do 12. Mai 2011, 14:01

Dann solltest du GCVote und das Favoritenpunktesystem intensiv nutzen um Dir Caches zu suchen, die deinen Anforderungen entsprechen. Gleichzeitig gibt es natürlich absolute Cachehighlights aber da muss man sich nur mit den Ownern mal unterhalten um zu verstehen welcher Wartungsaufwand dahinter steht. Dann versteht man warum auch diese Caches weniger werden. Kommen wir zur tollen Lokation, da gibt es interessante und auch schöne Caches, da die Welt aber nicht nur aus tollen Orten besteht und jeder mal eine Dosen legen möchte gibt es auch den Petling am Baum im Wald. In Summe wirst du also nicht verhindern können, dass es sinnlose Dosen oder sinnlose Cacherunden gibt, auch aus dem einfachen Grund weil sowas auch geloggt wird.

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