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Traurig, das es so weit kommen musste!

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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robbi_kl
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Re: Traurig, das es so weit kommen musste!

Beitrag von robbi_kl » Fr 29. Okt 2010, 03:07

Team NiMiMa hat geschrieben:Es gibt Nachtcaches, wo man mitten (!) durch den Wald rennen muss.
Was ist das eigentlich für eine komische und verzerrte Wahrnehmung, wenn so getan wird, als ob es etwas Schlimmes sei, wenn man "mitten (!)" durch den Wald geht? Es ist lächerlich, dabei große Schäden für die Flora anzunehmen, denn der Waldboden besteht überwiegend aus Dingen, über die man beliebig laufen kann, ohne etwas zu zerstören. Ich laufe jederzeit "mitten (!)" durch den Wald und habe dabei nicht den Hauch eines ökologisch schlechten Gewissens.

Ach ja, und die Sache mit dem Wild. Der mit Abstand größte Schädling für das Wild ist der Jäger. So viele Nachtcaches "mitten (!)" im Wald kann ich gar nicht machen, als dass ich das Schadpotential eines Jägers auch nur annähernd erreichen könnte.

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Trracer
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Re: Traurig, das es so weit kommen musste!

Beitrag von Trracer » Fr 29. Okt 2010, 06:29

robbi_kl hat geschrieben: Ach ja, und die Sache mit dem Wild. Der mit Abstand größte Schädling für das Wild ist der Jäger. So viele Nachtcaches "mitten (!)" im Wald kann ich gar nicht machen, als dass ich das Schadpotential eines Jägers auch nur annähernd erreichen könnte.
Polemik hilft hier aber auch nicht weiter.

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rs-sepl
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Re: Traurig, das es so weit kommen musste!

Beitrag von rs-sepl » Fr 29. Okt 2010, 07:43

Wenn man so sieht, was ein Harvester mit der achso lieben Botanik macht, kann ich derartige Gutmenschenargumente ala "Wir dürfen nicht durch den Wald laufen." überhaupt nicht verstehen. :irre:
Und eine Rotte Wildschweine gräbt den Boden sicher hundertfach mehr um als ein Rudel Cacher.

Dass manche Tiere nachts Ruhe benötigen bzw. nachts erst aktiv werden, ist klar. Aber die paar Cacher werden wohl noch kein Vieh getötet haben. Ganz im Gegensatz zu ... .

pfifferlinge
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Re: Traurig, das es so weit kommen musste!

Beitrag von pfifferlinge » Fr 29. Okt 2010, 07:46

Also wir haben auch vor kurzem bei einem Multi eine gut gemachte Stage im Wald gesucht , nicht allzu abseits der Wege. Die Koordinaten waren aber leider so ungenau, dass wir zuerst etwas weiter entfernt suchen wollten. Wir waren schockiert, wie es dort aussah: Alles zerwühlt und zerpflückt, Äste abgerissen, Erde und kleine Sämlinge plattgetrampelt usw. Und nein, es waren keine Wildschweine! (Beim Tier könnte man es verstehen, es ist ihr Aufgabe, Nahrung zu suchen in ihrem Lebensraum). Dieser SChaden der da entstanden war, war einzig und allein auf die FTF-Jäger zurückzuführen. ECHT TRAURIG und da überlege ich auch, wie grobmotorisch man sein muss um so einen Schaden anzurichten. Leute, erstmal Augen aufmachen!
Da schämt man sich dafür, und wenn jetzt jemand erfährt, wer so was macht, na klar dass es dann Gegner gibt. Großer Verbiss und Feldschaden von Wildtieren wird auch reguliert durch Jagd!

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argus1972
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Re: Traurig, das es so weit kommen musste!

Beitrag von argus1972 » Fr 29. Okt 2010, 07:52

Wenn man so sieht, was ein Harvester mit der achso lieben Botanik macht, kann ich derartige Gutmenschenargumente ala "Wir dürfen nicht durch den Wald laufen." überhaupt nicht verstehen. :irre:
Das sehe ich allerdings auch so! In bewirtschafteten Wäldern, in denen die Bäume herumliegen, oder ohne Unterholz in Reih und Glied stehen, habe ich auch mit einer gewissen Querfeldeineinlage daher keinerlei Gewissensprobleme.

Ich persönlich stehe eh auf dem Standpunkt, dass auch ich als Mensch genug Teil der Natur bin, um eigentlich in friedlicher Koexistenz mit der mehrbeinigen Fauna überall zu wandeln, wo es mir passt, ohne das aber vehement umzusetzen, denn Wandern wird abseits der Wege vom Gelände her oft sehr anstrengend und ist damit nicht sonderlich sinnvoll.
und da überlege ich auch, wie grobmotorisch man sein muss um so einen Schaden anzurichten. Leute, erstmal Augen aufmachen!
Hast Du das denn wenigstens in Deinem Log zu dem Cache auch in aller Offenheit geschildert und vielleicht noch mit Bildern untermalt, um Cachern und Owner das Debakel mitzuteilen und vielleicht ein Umdenken der cachenden Wildschweine anzuregen?
Großer Verbiss und Feldschaden von Wildtieren wird auch reguliert durch Jagd!
:lachtot: :lachtot: :lachtot: Dann rede mal mit Waldbesitzern über die Wirksamkeit dieser Maßnahme. :lachtot:
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rs-sepl
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Re: Traurig, das es so weit kommen musste!

Beitrag von rs-sepl » Fr 29. Okt 2010, 08:21

argus1972 hat geschrieben:Ich persönlich stehe eh auf dem Standpunkt, dass auch ich als Mensch genug Teil der Natur bin, um eigentlich in friedlicher Koexistenz mit der mehrbeinigen Fauna überall zu wandeln, wo es mir passt, ohne das aber vehement umzusetzen, denn Wandern wird abseits der Wege vom Gelände her oft sehr anstrengend und ist damit nicht sonderlich sinnvoll.
Volle Zustimmung.

Ich betrachte mich als Mensch auch als Teil der Natur, für den es das natürlichste der Welt (und wie seit Jahrtausenden üblich) ist, durch Wald und Flur zu wandeln.

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argus1972
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Re: Traurig, das es so weit kommen musste!

Beitrag von argus1972 » Fr 29. Okt 2010, 09:34

rs-sepl hat geschrieben:...
Richtig!
Leider tendiert ein großer Teil unserer Artgenossen aber dazu, auch gerne mal unterwegs seinen Müll in die Gegend zu werfen und einige Protagonisten der cachenden Zunft verwüsten auch durchaus mal bewusst ein Suchgebiet für den wertvollen Punkt, das ist nicht abzustreiten.
Derartige Aktionen lehne ich nachdrücklich ab!

Trotzdem halte ich es für unsinnig, sich über jede Cacheautobahn zur Dose und zertrampelte tote Baumstümpfe aufzuregen. Es mag nicht schön sein, auffällig wirken, Muggel anlocken, aber es ist kein echter Schaden, denn nach einer Weile wuchert der Cachepfad wieder zu, wie zahlreiche Dosen belegen, die nach einer Weile nur noch sehr vereinzelt besucht werden. Da gibt es weitaus schlimmere Dinge, die vorrangig in Form von Naturschutz angegangen werden sollten, aber es wird eben gerne dahin tendiert, zuerst den nichtigen Kleinkram zu beseitigen und erst dann die wirklich relevanten Schädigungen aufs Korn zu nehmen.
Der Trampelpfad zum Cache ist keine Naturschädigung, sofern von Natur hier im dicht besiedelten Deutschland überhaupt noch die Rede sein kann. Selbst die vielgepriesenen NSG und Nationalparks werden vom Menschen häufig tatkräftig "renaturiert", was ich zwar als vollkommen unlogisch empfinde, aber es ist eben gängige Praxis, da unsere anmaßende Art immer der Überzeugung ist, dass es ohne ihren Eingriff schlichtweg nicht läuft und die feste Ansicht vorherrscht, dass wir die Natur steuern könnten. (Aber kaum fällt mal eine Schneeflocke mehr als üblich, oder es wütet mal ein Sturm, stehen wir verdutzt vor den Auswirkungen und müssen einsehen, dass die Natur sich von uns eben nicht beeinflussen lässt. Aber dann kann man ja noch schnell den "vom Menschen gemachten Klimawandel" aus dem Hut zaubern und schon darf man sich wieder im schlechten Gewissen und dem (Irr-)Glauben an die menschliche Macht über jahrmilliardenalte Zusammenhänge suhlen :kopfwand: )
Wildbestand muss reguliert werden, bestimmte Tiere werden bewusst angesiedelt, um bestimmte Landschaftsformen zu erhalten oder zurück zu formen, Baumbestände werden entfernt, um frühere Bewaldung wieder herzustellen, der Erholungssuchende wird ausgesperrt, weil er stören könnte - und ich rede hier von Nationalparks und NSG. Wo bitte ist denn da noch der Gedanke an die Natur, die sich selber in stetem Wandel und unter evolutionärer Dynamik regeneriert und reguliert? :???:

Der Mensch hat noch nicht gelernt, oder wieder verlernt, dass Natur ein dynamischer Prozess ist, der schon immer ständigem Wandel unterlag und auch in Zukunft unterliegt. Was ist daran schlecht? :???:

Wenn die Moorlandschaft aus verschiedenen Gründen verschwindet und sich an ihrer Stelle Birkenhaine bilden, ist das vermutlich im Sinne der Natur völlig i. O., aber der Mensch sieht das eben anders und will unbedingt den ihm geläufigen Status Quo erhalten. Vom Grundgedanken her sicherlich lobenswert, aber trotzdem für meine Begriffe zu sehr ums Eck gedacht, um nicht zu sagen, eigentlich abwegig und anmaßend.
Auf derartigen Maßnahmen beruht meine These, dass praktizierter Naturschutz vielfach reine Agitation ist und dabei nachdrücklich die Grundregeln der Evolution verleugnet und sogar massiv in diese eingreifend außer Kraft setzt.

Der Mensch, der sich schlichtweg nur in der Natur bewegt, ohne bewusst Zerstörungen anzurichten, seinem Müll zu hinterlassen, Tiere mit Vorsatz zu stören und nicht mit destruktiven Maßnahmen in die Umgebung eingreift, schädigt nach meiner Auffassung keineswegs.

Ich glaube, ich werde jetzt mal schonend und auf Wegen in die Natur gehen, denn ich fange an, mich zu ärgern.
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Re: Traurig, das es so weit kommen musste!

Beitrag von Speicher3 » Fr 29. Okt 2010, 10:51

Moin moin!

Ich finde es auch weiterhin wichtig, dass besonders in Naturschutzgebieten nicht, oder zumindest nicht abseits der Wege gecached wird. Häufig dienen diese Zonen, wie im Vorbeitrag schon beschrieben, der Renaturierung einer Landschaft oder als Ruhezone.
Renaturierungsversuche finden ja in der Regel nicht dort statt, wo sich die Natur von sich aus verändert hat (dann wäre es in der Tat keine Renaturierung), sondern dort, wo in die Natur absichtlich eingegriffen, und dieser Prozess beendet wurde. So z.B. nach dem Rückbau von Gebäuden, Verkehrsanlagen usw. Bei renaturierten Mooren fand (bevor sich die Birkenhaine bemerkbar machen) vorher ebenfalls ein absichtlicher Eingriff z.B. in Form von Torfabbau statt. Dass sich über ein Moor, welches trockengelegt wird, anschließend Raupenfahrzeuge, Schöpfwerke und Bagger bewegen ist ja zunächst kein evolutionärer Prozess der Natur. Die Renaturierung dient dem Versuch, die Landschaft und das Ökosystem in den Zustand vor der Nutzbarmachung (Bagger usw.) zurückzuversetzen. Wenn man ein "bewirtschaftetes" Moor nach dem Ende der Arbeiten einfach so liegenlässt, bilden sich natürlich die Birkenhaine. Aber da zuvor ein massiver Eingriff durch den Menschen stattgefunden hat, ist das keine natürliche Weiterentwicklung. Daher die Renaturierung. Wenn sich ohne Einfluss eine Birke niederlässt, ist das natürlich vollkommen in Ordnung. ;-)
Grundsätzlich finde ich es ebenfalls völlig in Ordnung (und auch sehr schön), sich unter Berücksichtigung der uns allen bekannten Regeln mitten in der Natur aufzuhalten. Wer einen Cache legt, soll sich natürlich vorher Gedanken machen, ob der Cache an einer Stelle störend sein kann. Darüber hinaus gibt es einige Möglichkeiten, die Verweildauer der Sucher nicht unnötig zu verlängern und Schäden zu vermeiden, z.B. durch gute Hints und Spoilerfotos. Als Sucher kann ich das ja auch gerne mal einfordern wenn ich sehe, dass es an einem Cache sinnvoll wäre. Aus eigener Erfahrung als Sucher habe ich -das finde ich erfreulich- übrigens an einem Cache im Wald noch nie Abfall herumliegen sehen. Immerhin! :-)
Völlig in Ordnung finde ich auch, sich zu sagen, dieser Ort hier ist wunderschön und einsam. Hier lege ich keinen Cache ;-)

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Re: Traurig, das es so weit kommen musste!

Beitrag von Team NiMiMa » Fr 29. Okt 2010, 11:23

Hallo,

im Grunde sind die Ansätze von Speicher3, Argus und Pfifferlinge richtig.
Was die Renaturierung und das erschaffen von NSG's angeht, kann ich nicht mitreden.
Will ich auch nicht, weil wir dann von A nach B bis zu Z kommen. Das bringt uns HIER
nicht weiter. Es geht darum, was können WIR tun, damit die Natur nicht umsonst darunter
leidet?! Und nicht nur die...Unser Ruf als Geocacher ist sowieso nicht mehr so gut wie er mal war.
Was ist das eigentlich für eine komische und verzerrte Wahrnehmung, wenn so getan wird, als ob es etwas Schlimmes sei, wenn man "mitten (!)" durch den Wald geht? Es ist lächerlich, dabei große Schäden für die Flora anzunehmen, denn der Waldboden besteht überwiegend aus Dingen, über die man beliebig laufen kann, ohne etwas zu zerstören. Ich laufe jederzeit "mitten (!)" durch den Wald und habe dabei nicht den Hauch eines ökologisch schlechten Gewissens.

Ach ja, und die Sache mit dem Wild. Der mit Abstand größte Schädling für das Wild ist der Jäger. So viele Nachtcaches "mitten (!)" im Wald kann ich gar nicht machen, als dass ich das Schadpotential eines Jägers auch nur annähernd erreichen könnte.
Du willst doch nicht wirklich mit mir über das Schadenpotential eines Jägers reden?!
Tut mir leid, aber da muss ich Dir unrecht geben. So etwas schreibt man nur, wenn man keine Ahnung von der Jagd hat.

Ich zitiere hier mal die Definition von Jagd:


* Ökonomische Gründe (beispielsweise Bestandsregulierung, um Wildschäden in der Forst- und Landwirtschaft zu verhindern, und auch Seuchenbekämpfung)

Das Argument "aber die bösen Jäger..." lasse ich hiermit nicht mehr gelten!
Hier geht es darum was unsereins tut. Nicht die anderen! Nicht die Jäger, nicht die Naturschützer oder sonst wer!

Ich frage jetzt: "Was können wir tun, um uns sachgemäß zu verhalten?!"

Das ist das Thema!

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rs-sepl
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Re: Traurig, das es so weit kommen musste!

Beitrag von rs-sepl » Fr 29. Okt 2010, 12:15

Was wir tun können?

Mal die Verhältnismäßigkeit betrachten.

Also zB den Anteil der naturunverträglichen Caches an der Gesamtmasse. Und dann schauen, ob es wirklich ein globales Problem gibt, oder einfach nur wieder ein paar schwarze Schafe von Leuten wie Dir und der Jägerschaft rausgepickt werden, um ein Problem zuschaffen, was es aber nur sehr vereinzelt gibt. :/

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