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Eure Erfahrungen bei Genehmigungs-Anfragen

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Rupa
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Re: Eure Erfahrungen bei Genehmigungs-Anfragen

Beitrag von Rupa »

Holger 64 hat geschrieben:Beim Staatswald ist das so, sonst auch der Eigentümer des Waldes. Heute sind viele Wälder (wieder) in Privatbesitz. Und während sich der Besucher per Gesetz (Jedermansrecht) auf Wegen bewegen darf, darf er eigentlich ! ohne zu fragen nicht mal Pilze oder Beeren sammeln (kleine Grauzone - wo noch nie einer geklagt hat). Aber schon beim Holzsammeln gehts los. Das ist Eigentum des Waldbesitzers und ohne Erlaubnis Diebstahl.
Wärst Du so freundlich, die Quelle Deiner grenzenlosen Weisheit mit uns zu teilen?
§ 14 Waldgesetz für den Freistaat Sachsen hat geschrieben:
Aneignung von Waldfrüchten, Blumen und Kräutern

(1) Wildwachsende Blumen, Gräser und Farne können für den persönlichen Bedarf (Handstrauß) entnommen werden. Entsprechendes gilt für das Entnehmen von Leseholz, Pilzen, Kräutern, Moosen, Beeren und anderen Wildfrüchten. Die Entnahme hat pfleglich zu erfolgen.
Das Bundeswaldgesetz regelt diesbezüglich nichts. Viele Landeswaldgesetze ebenfalls nicht. Gibt es keine spezielle Regelung in den jeweiligen Landesgesetzen, ist davon auszugehen, daß eine Erlaubnis entsprechend der in Sachsen gesetzlich geregelten ebenfalls - nach Gewohnheitsrecht - besteht.
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KreuterFee
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Re: Eure Erfahrungen bei Genehmigungs-Anfragen

Beitrag von KreuterFee »

Ja Holger, Eigentümer haben nicht nur Rechte, Eigentum verpflichtet auch, das geht sogar soweit, das der Waldbesitzer gerne ein Schild aufstellen darf "Betreten Verboten", und ich es sogar ignorieren darf.

Vielleicht solltest du deine Quellenlage mal überdenken, Sie liegt falsch.

Übrigends grundsätzlich ist auch das Betreten des Waldes abseits der Wege selbstverständlich zulässig, bitte beachte hierbei auch ggf. abweichende Gesetze der Länder.

Update:
Allerdings wen ich einen Geocache auf GC.com veröffentlichen möchte, muss ich natürlich die Einverständnis des Owners haben, außerhalb reicht der eigene gesunde Menschenverstand.
Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie mal war.
XD
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radioscout
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Re: Eure Erfahrungen bei Genehmigungs-Anfragen

Beitrag von radioscout »

KreuterFee hat geschrieben: Früher war das ja mal so, das man Muggeln nichts vom Geocachen erzählte, heute ist das anders :).
Früher hat man den Muggels seine Dosen auch nicht vor die Füße oder die Fenster geworfen.
Damals wurden Caches an Stellen versteckt, die so muggelfrei wie möglich waren. So was wie "der Cache ist an einer extrem vermuggelten Stelle versteckt, damit er nicht so leicht zu finden ist" war undenkbar.

Man hat den Muggels nicht nur nichts vom Cachen erzählt, man hat auch dafür gesorgt, daß die Dosen den Muggels nichts erzählen. Und das ist heute leider auch anders.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)
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Fadenkreuz
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Re: Eure Erfahrungen bei Genehmigungs-Anfragen

Beitrag von Fadenkreuz »

Holger 64 hat geschrieben:... darf er eigentlich ! ohne zu fragen nicht mal Pilze oder Beeren sammeln (kleine Grauzone - wo noch nie einer geklagt hat). Aber schon beim Holzsammeln gehts los.
Diese falsche Auffassung hat Rupa schon richtig gestellt. Ich schließe mich allerdings nicht der Auffassung an, dass die Entnahme von Holz auch durch Gewohnheitsrecht gedeckt sein kann. Auch gibt es Bundesländer, in denen die Holzentnahme aus Privatwald ausdrücklich erlaubnispflichtig ist. Im Zweifel musst du das im für dich geltenden Landeswaldgesetz nachlesen.
Holger 64 hat geschrieben:... gibts Anzeige wegen Landfriedensbruch.
Komisch, dass im Zusammenhang mit dem (verbotenen) Betreten von Grundstücken immer wieder der Landfriedensbruch erwähnt wird. Bitte lies dir den entsprechenden Tatbestand des § 125 StGB mal durch: http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__125.html
▲▲ Hoch ▲▲
Holger 64
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Re: Eure Erfahrungen bei Genehmigungs-Anfragen

Beitrag von Holger 64 »

Rupa hat geschrieben: Wärst Du so freundlich, die Quelle Deiner grenzenlosen Weisheit mit uns zu teilen?
natürlich, http://www.wald2011.de/unser-waldkultur ... ?tx_ttnews
und dort weiter zu:
http://www.wald2011.de/unser-waldkultur ... 073c39a168
Das Bundeswaldgesetz regelt diesbezüglich nichts. Viele Landeswaldgesetze ebenfalls nicht
doch, wenn man weiter als die Überschrift liest steht da:
>>>Das Betretensrecht umfasst nicht das Recht, sich im Wald Dinge anzueignen und diese mitzunehmen. Grundsätzlich gilt: Nur der Eigentümer kann über die Dinge in seinem Wald verfügen.<<<
außerdem hast Du ja eine Regelung zitiert - für den Hausgebrauch - nur wer legt fest wie viel das ist?
Rupa hat geschrieben:Vielleicht solltest du deine Quellenlage mal überdenken, Sie liegt falsch.
nein, siehe oben. Aus eigener Erfahrung kann ich ebenfalls sagen, das sie stimmt. Vor 2 Jahren wollten wir Reisig für Balkondekoration und Gestecke kaufen. Ein mickriges Bund kam 2 Euro. Warum also nicht reichlich vorhandenen Schneebruch aus dem nahen Wald holen? Lasst es bleiben, solch Schneebruch kostet 25 Euro - es sei den man hat eine sogenannte Entnahmebescheinigung. Die kostet nix bis 5Euro.
Holz aus dem Wald ohne Genehmigung egal zu welchem Zweck ist verboten.
KreuterFee hat geschrieben:Eigentümer haben nicht nur Rechte, Eigentum verpflichtet auch, das geht sogar soweit, das der Waldbesitzer gerne ein Schild aufstellen darf "Betreten Verboten", und ich es sogar ignorieren darf.
der Waldeigentümer muss ! z.B. sogar ein Schild aufstellen, geht von seinem Wald eine Gefahr aus. Er kann ! welche aufstellen wenn er das Betreten verhindern möchte. Daran musst Du Dich halten sobald Du die Schilder gesehen haben kannst. Hältst Du Dich nicht dran wirds kostenpflichtig.

Interessant ist für die T5er aber eher dies:
>>>Nicht erlaubt ist es außerdem, forstlich kultivierte Pflanzen, also Bäume und ihre Äste sowie junge Setzlinge, mitzunehmen oder zu beschädigen. Das Schnitzen von Inschriften in die Baumrinde beispielsweise schafft Eintrittspforten für Pilze und schädigt damit den Baum. <<<
Solche Einschnitte können von unsachgemäß verwendeten Kletterseilen oder Pilotschnüren durchaus verursacht werden.
Gerät man an einen entsprechend scharfen Förster kann das Kosten von einigen tausend Euro je nach Schadensbild verursachen.
Falls jetzt wieder jemand nach der Quelle fragt, Verkehrsunfall eines Arbeitskollegen bei dem er mit dem Auto einen Baum gestreift hat. Paar Kratzer in der Rinde bis durch auf den Stamm. Die Rechnung über fast 3000Euro von der Forstbehörde war schneller da, als die der Polizei.

schöne Grüße,
Holger
Holger 64
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Re: Eure Erfahrungen bei Genehmigungs-Anfragen

Beitrag von Holger 64 »

Fadenkreuz hat geschrieben: Komisch, dass im Zusammenhang mit dem (verbotenen) Betreten von Grundstücken immer wieder der Landfriedensbruch erwähnt wird. Bitte lies dir den entsprechenden Tatbestand des § 125 StGB mal durch: http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__125.html
ja und? da steht:

Wer sich an
1. Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Sachen oder ..... als Täter oder Teilnehmer beteiligt.

Sachbeschädigung - der Wald ist auch eine Sache und wenn Du den verbotener Weise betrittst, verursachst Du Schäden. Kannst ja schlecht fliegen. Du zertrittst immer was oder brichst beim Klettern Äste ab oder zerschrammst die Rinde.
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Re: Eure Erfahrungen bei Genehmigungs-Anfragen

Beitrag von rolf39 »

Wichtiges weglassen
(die aus einer Menschenmenge in einer die öffentliche Sicherheit gefährdenden Weise mit vereinten Kräften begangen werden,)
ist aber nicht die feine Art.
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Fadenkreuz
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Re: Eure Erfahrungen bei Genehmigungs-Anfragen

Beitrag von Fadenkreuz »

@ Holger 64: Du verlinkst auf eine Seite, bei der es um "Waldpädagogik" geht, erzählst falsche Dinge über Reisig und Verbotsschilder und hältst tatsächlich Landfriedensbruch für einen einschlägigen Tatbestand. Nichts für ungut, aber du hast keine Ahnung von der Materie, was dich leider nicht davon abhält, dass du trotzdem alles "juristisch" kommentierst.
▲▲ Hoch ▲▲
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Re: Eure Erfahrungen bei Genehmigungs-Anfragen

Beitrag von KreuterFee »

@Holger64
Was soll ich zu soviel Blödsinn noch schreiben.
Ich dachte du bringst mal ein ordentliches Urteil oder einen schönen Gesetzestext, aber das deine Quellen nicht so der Burner sind haben wir ja schonmal gehabt.
Oder wirst du von irgendeinem Lobbyverband bezahlt hier etwas Stimmung zu machen?

Update, weils grad auffällt.
Rupa hat geschrieben:
Vielleicht solltest du deine Quellenlage mal überdenken, Sie liegt falsch.
Das hatte ich geschrieben, aber ich bin da nicht so.
Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie mal war.
XD
Holger 64
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Re: Eure Erfahrungen bei Genehmigungs-Anfragen

Beitrag von Holger 64 »

Fadenkreuz hat geschrieben:@ Holger 64: Du verlinkst auf eine Seite, bei der es um "Waldpädagogik" geht
ich verlinkte auf eine Seite des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Sollten die nicht wissen was Sache ist?
Fadenkreuz hat geschrieben:erzählst falsche Dinge über Reisig
ah, dann warst Du wohl dabei als ich dem Förster 25 Eus überreichen durfte? Ich hab nicht lange mit dem rumdiskutiert, seine Argumente waren besser.
KreuterFee hat geschrieben:Oder wirst du von irgendeinem Lobbyverband bezahlt hier etwas Stimmung zu machen?
selbstverständlich, und sogar sehr gut. Brauch bald nicht mehr arbeiten gehen und die Pension erst, Mensch, Ihr würdet vor Neid erblassen.

Ich sagte doch, bringt nix.
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