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Cache-Verstecker haben Rechte

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Heimo
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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von Heimo » Sa 25. Mai 2013, 08:56

adorfer hat geschrieben:....Ja, und der pachtende Landwirt läuft mit der geballten Faust in der Tasche herum sobald er den ML des Jadgpächters auch nur am Horizont sieht.
Der flächenpachtende Landwirt ist nicht Eigentümer der Fläche, somit nicht Inhaber des Jagdrechts und auch nicht Jagdgenosse.

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Heimo
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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von Heimo » Sa 25. Mai 2013, 09:05

Die Wildschweine hat geschrieben:
Heimo hat geschrieben:Was Jäger betrifft, man will für die eigene Leistung (Geld in Form von Jagdpacht, Wildschadenersatz und ggf. Steuern) eine entsprechende Gegenleistung also Wildvorkommen, Abschuss und vor allem ungestörte Jagdausübung.
Da geht es hin, das Märchen vom Heger und Naturschützer.....
Die Tatsache dass man für sein gutes Geld eine Gegenleistung haben will schließt weder Hege noch Naturschutz aus. Will man etwas sehen und zum jagen haben, muss man etwas dafür tun, besonders wenn es sich um eine Niederwildjagd handelt, denn sonst ist jeder gute Wildbestand in kurzer Zeit perdue. Das Tun nennt sich Hege und der Naturschutz ergibt sich dabei schon ganz allein.

Aber mach nur weiter und interpretiere Inhalte in Aussagen die nicht drin sind. Es unterstützt nur Deine Glaubwürdigkeit.

Ich sags Dir mal deutlich: Man lernt hier wie einige Geocacher ticken, die möchte man draußen aber nicht sehen und deshalb hält man sich die Dosen lieber fern.

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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von Börkumer » Sa 25. Mai 2013, 10:09

Heimo hat geschrieben:Der flächenpachtende Landwirt ist nicht Eigentümer der Fläche, somit nicht Inhaber des Jagdrechts und auch nicht Jagdgenosse.
Und der Jagdpächter hat ebenso wenig über das Grundstück zu verfügen, also hat der Dosenleger weiterhin recht.
Heimo hat geschrieben:Ich sags Dir mal deutlich: Man lernt hier wie einige Geocacher ticken, die möchte man draußen aber nicht sehen und deshalb hält man sich die Dosen lieber fern.
Leider trifft man hier im Forum nur wenige Jäger, aber der eine der hier gerade aktiv ist ist leider das absolute Gegenteil von einem gutem Kommunikationpartner - klares Eigentor für die Jägerschaft. Zum Glück schieße ich nur auf Menschen. :lachtot:
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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von Heimo » Sa 25. Mai 2013, 13:00

Börkumer hat geschrieben:....Und der Jagdpächter hat ebenso wenig über das Grundstück zu verfügen, also hat der Dosenleger weiterhin recht. ...
Beide, Jäger und Dosenleger müssen sich mit dem Grundstückseigentümer auseinandersetzen, der eine wenn er eine Dose geduldet haben möchte, der andere wenn er sie entfernt wissen will. Fragt sich halt wer die besseren Karten hat. Im Zuge einer Anpachtung kann man solche Fragen im Vorfeld klären, das vermeidet spätere Diskussionen.

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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von SNEQX2 » Sa 25. Mai 2013, 13:06

Heimo hat geschrieben:Ich sags Dir mal deutlich: Man lernt hier wie einige Geocacher ticken, die möchte man draußen aber nicht sehen und deshalb hält man sich die Dosen lieber fern.
Da Du scheinbar Probleme mit der Selbstreflektion hast, sag ich dir das auch mal deutlich: Man lernt hier, wie manche Jäger ticken. Die möchte man aber draußen genau so wenig sehen, wenn sie mit geladener Waffe und dem Glauben Sie wären im Recht ihr Revier gegen Geocacher verteidigen wollen. Und dein Nachsatz mit dem Fernhalten der Dosen ist garantiert nicht geeignet, um Kommunikation und Konsens zwischen Jägern und Geocachern herzustellen.

Man KÖNNTE den Eindruck gewinnen daß Du nicht zur Kommunikation hier bist, sondern für einen möglichst unauffälligen "Informationsgewinn". Immerhin bekommst Du hier alle nötigen Infos, bebildert und mit Fallbeispielen, wie man einen Geocache in deinem Revier verstecken könnte. Und das alles, obwohl Du nach eigener Aussage gar nicht mal cachst? Nachtigall, ick hör' dir trapsen. Aber meine Meinung muß ja nicht für andere User hier gelten.
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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von Börkumer » Sa 25. Mai 2013, 13:10

SNEQX2 hat geschrieben:Aber meine Meinung muß ja nicht für andere User hier gelten.
ich denke du vertrittst mit diesem Post über 90%. ;)
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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von quercus » Sa 25. Mai 2013, 14:08

Zum Thema:
Das erinnert mich an einen fall, von dem ich mal gelesen habe, bei dem jemand des diebstahls bezichtigt wurde, weil er etwas vom sperrmüll mitgenommen hat.

Ich für meinen teil lebe nach den prinzipien des gesunden menschenverstandes und des allgemeinen lebensrisikos. Und dazu gehört es, wenn ich ungefragt auf dem grund und boden einer anderen person eine installation errichte, tue ich dies mit dem wissen, dass diese auch kaputt gehen kann oder entwendet wird. Mit diesem risiko muss ich leben, wenn ich dazu nicht bereit bin muss ich es halt lassen.

Deshalb tarne ich meine caches gut und gebe lieber einen ordentlichen hint an. Aufwendige installationen würde ich nur in meinem wald aufbauen oder dort, wo ich eine erlaubnis habe.

Wenn ich nämlich so ein korintenkacker wie einige hier wäre, müsste ich bei einigen caches eigentlich jeden dritten grobmotorischen cacher verklagen. Ich würde mal kess behaupten, dass über die hälfte der caches durch cacher beschädigt oder entwendet werden.


OT: die zeiten werden sich eh ändern. über kurz oder lang werden die jagdpachten abgeschafft und mindest-abschusspläne mit körperlichem nachweis eingeführt. ich würde als waldbesitzer oder landwirt jeden jagdpächter davon jagen, der mir gegenüber die meinung vertritt für seine pacht benötige er "eine entsprechende Gegenleistung also Wildvorkommen".

Die pacht ist nämlich eines der entscheidenden probleme. Es entmündigt den eigentümer für lange zeit und verleiht dem pächter das gefühl, es wäre sein wald/feld. Dabei wird schnell vergessen, dass jäger in erster linie dafür da sind, die wildbestände so kurz zu halten, dass sie den natürlichen und künstlichen lebensraum nicht über maß schädigen. Das ihnen das spaß macht, sie die alten traditionen pflegen usw. spricht ihnen niemand ab. Aber als flächeneigentümer würde ich mehr fordern als euros :^^:

Wir vergeben unsere 5000 ha jagdfläche jählich für 200 euro pro revier (150-250ha) an viele, auch junge jäger aber auch langjärige. So haben wir einen großen einfluss auf die zusammensetzung der jäger und die form der jagd. So ist bei uns z.B. bleifreie munition pflicht (gründe: FSC, Seeadlervorkommen, forderung des wildhändlers, u.a.). Das könnte man einem pächter bei laufender pacht als eigentümer nicht auferlegen.
Zusätzlich planen wir noch die einstellung eines berufsjägers, um die abschusszahlen noch weiter zu erhöhen. Ein pächter hätte da vermutlich ganz andere interessen.
:langenase2: . :stumm: . :langenase:

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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von eifriger Leser » Sa 25. Mai 2013, 16:38

quercus hat geschrieben: OT: die zeiten werden sich eh ändern. über kurz oder lang werden die jagdpachten abgeschafft und mindest-abschusspläne mit körperlichem nachweis eingeführt. ich würde als waldbesitzer oder landwirt jeden jagdpächter davon jagen, der mir gegenüber die meinung vertritt für seine pacht benötige er "eine entsprechende Gegenleistung also Wildvorkommen".

Die pacht ist nämlich eines der entscheidenden probleme. Es entmündigt den eigentümer für lange zeit und verleiht dem pächter das gefühl, es wäre sein wald/feld. Dabei wird schnell vergessen, dass jäger in erster linie dafür da sind, die wildbestände so kurz zu halten, dass sie den natürlichen und künstlichen lebensraum nicht über maß schädigen. Das ihnen das spaß macht, sie die alten traditionen pflegen usw. spricht ihnen niemand ab. Aber als flächeneigentümer würde ich mehr fordern als euros :^^:

Wir vergeben unsere 5000 ha jagdfläche jählich für 200 euro pro revier (150-250ha) an viele, auch junge jäger aber auch langjärige. So haben wir einen großen einfluss auf die zusammensetzung der jäger und die form der jagd. So ist bei uns z.B. bleifreie munition pflicht (gründe: FSC, Seeadlervorkommen, forderung des wildhändlers, u.a.). Das könnte man einem pächter bei laufender pacht als eigentümer nicht auferlegen.
Zusätzlich planen wir noch die einstellung eines berufsjägers, um die abschusszahlen noch weiter zu erhöhen. Ein pächter hätte da vermutlich ganz andere interessen.
Danke für den interessanten und lesenwerten OT-Teil. Einem (großen?) Teil der Jägerschaft werden die sich abzeichnenden Entwicklungen nicht schmecken, aber sie sollten halt anerkennen, dass auch sie "nur" Gast im Wald sind.
Generell sollte das allgemeine Waldbetretungsrecht als wichtiges und schützenswertes Gut immer im Hinterkopf behalten werden und Sanktionen nur mit Augenmass vorgenommen werden.
Eine Diskussion ist oft genug Brainstorming ohne Brain.
© Erhard Blanck (*1942), deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler

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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von Heimo » Sa 25. Mai 2013, 18:11

eifriger Leser hat geschrieben:...Generell sollte das allgemeine Waldbetretungsrecht als wichtiges und schützenswertes Gut immer im Hinterkopf behalten werden und Sanktionen nur mit Augenmass vorgenommen werden.
Allgemeines Betretungsrecht bedeutet nicht allgemeines Dosenhinterlassungsrecht. Die Ausgestaltung der Betretungsrechte ist unterschiedlich. Kürzlich habe ich gelesen, dass in Hessen des nächstens nicht mehr von öffentlichen Wegen abgewichen darf. Die Gesetzesänderung soll eine Reaktion auf geocaching gewesen sein. Ich habe nicht nachgeprüft ob es stimmt aber ich halte so eine Vorschrift für sehr sinnvoll.

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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von Heimo » Sa 25. Mai 2013, 18:12

quercus hat geschrieben:.....Wir vergeben unsere 5000 ha jagdfläche jählich für 200 euro pro revier ....
Ich vermute Wald, kein Feld, kein Wildschaden durch Schwarzwild.

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