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Derweil in Pfaffenhofen

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Eheufaucan
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Re: Derweil in Pfaffenhofen

Beitrag von Eheufaucan » Mo 20. Okt 2014, 16:58

Sicher kann man die auch günstig oder gar gratis gebraucht bekommen und selbst nagelneue Pfosten gibt es bereits für unter 30 Euro. Schon möglich das hier weder etwas geklaut noch fremdes Eigentum beschädigt wurde.

Das Ding stand allerdings nicht irgendwo im Wald oder beim Owner im Vorgarten herum sondern wurde von der Straßenmeisterei direkt an einer Kreisstraße entdeckt. Die fahren regelmäßig die Strecken ab und kontrollieren ob alle noch vollzählig, fest im Boden verankert und in Ordnung sind. Außerdem werden sie immer mal wieder gereinigt. Wenn sie dabei in der Reihe einen manipulierten Pfosten entdecken kann man eigentlich Eins und Eins zusammen zählen und davon ausgehen das sich hier einfach vor Ort bedient wurde.

Welche Erklärung würde es sonst noch geben? Das Randalierer einen Pfosten geklaut haben und der Owner rein zufällig zur richtigen Zeit kam und seinen eigenen an die leere Stelle gepackt hat? Oder das irgendwo mal eine größere Lücke in der Kette war und es somit nicht weiter auffällt wenn er noch einen eigenen dazwischen quetscht? Ich denke mal die Straßenmeisterei wird schon wissen wo überall welche stehen müssen und sie werden auch erkennen ob sie ihn selbst gesetzt haben (z.B. am Fundament) oder ob einfach jemand einen dazu gestellt hat.

Davon mal abgesehen ist in Deutschland ja bekanntlich alles geregelt und so ein simpler Pfosten zählt laut §43 der StVO als Verkehrseinrichtung und die kann nicht einfach jeder an einer öffentlichen Straße aufstellen wie er gerade Lust hat.

Das wichtigste Indiz liefert aber der Owner selbst. Wär es sein eigener Pfosten dann würde er sich wohl kaum solche Sorgen über die rechtlichen Konsequenzen machen, ein PayPal Konto einrichten und um Spenden bitten. ;)

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Inder
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Re: AW: Derweil in Pfaffenhofen

Beitrag von Inder » Mo 20. Okt 2014, 21:54

Zur Haltbarkeit kann ich nur sagen, dass meiner ein paar Jahre unbemerkt seine ursprüngliche Aufgabe erfüllt hat (neben seinem Job als Cachhalter). Ich habe ihn manchmal wieder geradegebogen und zweimal Kleber nachgelegt, wenn grobmotorisch veranlagte Cacher unterwegs waren. Wirklich problematisch waren nur die Faschingsumzüge. Danach lag er oft mal woanders. Einmal lag auch der Cache neben dem Pfosten. Das auffälligste war wohl wirklich, dass der Pfosten nach dem Umzug als erster wieder an seinem Platz war. Bis er im letzten Fasching dann komplett verschwunden ist. Er wurde auch nicht mehr ersetzt. Aber ohne den Vandalismus hätte er sicher noch einige Jahre durchgehalten.
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Re: AW: Derweil in Pfaffenhofen

Beitrag von Herados84 » Mo 20. Okt 2014, 22:32

Zappo hat geschrieben:
Kalleson hat geschrieben: ... und das tollste an "eigenen"Leitpfosten ist, dass man sie dort aufstellen kann, wo gar keiner stehen sollte und es deshalb auch keinen Streckendienst gibt.....
Wenn da keiner stehen sollte, ist das aber auch keine besonders sinnvolle Tarnung. Und wenn Du einen zu den einen DAZU stellst, wird er gereinigt und vom Streckendienst begutachtet - dann sollte der natürlich aussehen wie jeder - ohne Sägemarke.

Gruß Zappo
Da wo Kallesons Pfosten ist, fällt es tatsächlich kein bißchen auf, kann ich nur bestätigen!

Gruß Herados84

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Re: Derweil in Pfaffenhofen

Beitrag von radioscout » Mo 20. Okt 2014, 22:43

Pfosten mit Elektronik gibt es auch ganz offiziell:
saarbruecker-zeitung.de/saarland/koellertal/heusweiler/heusweiler/Riegelsberg-Heusweiler-Heusweiler-Riegelsberg;art446759,5419912
Ich verstehe nur nicht, was es daran zu rätseln gibt. Ich habe schon viele gesehen und es dauerte nur ein paar Sekunden, um herauszubekommen, was das ist.

Es gibt auch welche, die Töne erzeugen, um Wild von der Straße fernzuhalten.
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Re: Derweil in Pfaffenhofen

Beitrag von radioscout » Mo 20. Okt 2014, 22:46

Was wäre passiert, wenn ein Cacher NA geloggt hätte mit der Begründung "Sachbeschädigung" oder "kann unangenehm auffallen" und es dadurch zu diesem Problem nicht gekommen wäre?

Hätte man ihn virtuell gelyncht, weil er eine Dose mit vielen FP ins Archiv geschickt hätte und ihm erklärt, daß dieses Versteck völlig unproblematisch ist und niemanden stört?
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Re: Derweil in Pfaffenhofen

Beitrag von Zweiauge » Mo 20. Okt 2014, 22:49

ich kenn ein zwei Stellen, wo Privatleute halt auf den engen Straßen vor ihren Häusern solche Pfosten aufgestellt haben, damit die Trotteln in der Nacht nicht andauernd gegen ihre Zäune fahren. Sind beide im Waldgebiet, wos halt dunkel und steil und eng ist.
Mag sein, dass die das nicht dürfen, aber aufregen tut sich auch keiner.
Wenn man so eine Stelle findet, also wo es wahrscheinlich scheint, dass der Pfosten Sinn macht, denk ich kann der jahrzehntelang unbehelligt stehen, wenns da keine Faschingsumzüge gibt ;)

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Re: Derweil in Pfaffenhofen

Beitrag von Kalleson » Di 21. Okt 2014, 08:24

radioscout hat geschrieben:Was wäre passiert, wenn ein Cacher NA geloggt hätte mit der Begründung "Sachbeschädigung" oder "kann unangenehm auffallen" und es dadurch zu diesem Problem nicht gekommen wäre?

Hätte man ihn virtuell gelyncht, weil er eine Dose mit vielen FP ins Archiv geschickt hätte und ihm erklärt, daß dieses Versteck völlig unproblematisch ist und niemanden stört?
Wieso ein NA? Wenn ich solch einen Cache finde, gehe ich zunächst davon aus, dass da jemand handelt, der weiß, was er tut.

Bei "meinem Leitpfosten" ist es so, dass dieser (genau wie Zweiauge es beschreibt) an einer Stelle platziert wurde, an der er Sinn ergibt und theoretisch sogar die Verkehrssicherheit erhöht, wo jedoch planmäßig keine Leitpfosten stehen, weshalb die "nicht vorhandenen Leitpfosten" auch nicht gereinigt werden.

Er wird zudem von der Behörde die für die Erteilung einer entsprechenden verkehrsrechtlichen Anordnung zuständig wäre geduldet.
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Re: Derweil in Pfaffenhofen

Beitrag von Zappo » Di 21. Okt 2014, 09:27

Kalleson hat geschrieben:...Wieso ein NA? Wenn ich solch einen Cache finde, gehe ich zunächst davon aus, dass da jemand handelt, der weiß, was er tut....
Exakt. Und wenn ich da mit einer m.E. störenden oder schädlichen Befestigung oder ähnlichem konfrontiert werde, schreib ich erstmal den Owner an. Und da stellt sich ab und an raus, daß dahinter Onkels Grundstück/ Absprache mit dem Förster/ der eigene Leitpfosten :D steckt.

Gruß Zappo
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Re: Derweil in Pfaffenhofen

Beitrag von Cloggy72 » Di 21. Okt 2014, 09:40

In diesem Falle dürfte dann möglicherweise auch die Vorbildfunktion der anderen Geocacher mitspielen. Man findet einen Leitpfosten mit Elektronik für GC drin und will es nachmachen. Daraus resultiert dann ein Produkt aus nachäffen und unerlaubten Handlungen.

Es dürfte auch ziemlich egal sein, ob jemand "seinen eigenen" Leitpfosten irgendwo ohne Abstimmung mit Behörden und Grundstückseigentümern aufstellt. Wenn die Behörden nämlich dahinter kommen gibt es trotzdem Ärger. Hier meinte mal ein Anlieger an seiner Straße ein Tempo-30-Schild eigenmächtig installieren zu müssen, weil er seine Ruhe haben wollte. Das Ergebnis war auch ein unerlaubter Eingriff in den Straßenverkehr und mindestens ein ausführlicher Zeitungsartikel, weil der Herr zudem auch noch ein politisches Amt bekleidete.

Wozu haben wir eigentlich die Guidelines? Zur allgemeinen Belustigung und Ignoranz?

- Happy Hunting -
Der oben stehende Text ist eine Meinungsäußerung, die meine Ansicht zu diesen Themen wiedergibt.

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JackSkysegel
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Re: Derweil in Pfaffenhofen

Beitrag von JackSkysegel » Di 21. Okt 2014, 10:04

Zumindest werden sie in geschätzt 97% der Fälle ignoriert.
Unechter Cacher (Tm)

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