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Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Moderator: Zappo

Nutzt ihr Tiere und deren Produkte?

Ich bin kein Jagdgegner und nutze Produkte vom toten und lebendigen Tier (Fleisch, Leder, Gelatine, Milch, Eier usw.)
57
65%
Ich bin kein Jagdgegner und nutze keine Produkte vom toten Tier aber vom lebendigen Tier (Milch, Eier usw.)
1
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Ich bin kein Jagdgegner und nutze keine Produkte vom Tier
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Ich bin Jagdgegner und nutze Produkte vom toten und lebendigen Tier (Fleisch, Leder, Gelatine, Milch, Eier usw.)
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Zappo
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Re: AW: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Zappo » Fr 9. Mai 2014, 19:40

KMundS hat geschrieben:Dann sollten sie sich vielleicht einfach umbenennen, in "Waldmeister" oder so. Um den inneren und äußeren Fokus von "Jagd" zu nehmen. Wenn's doch so unwichtig ist....
Fände ich auch sprachlich schöner. Es geht ja auch um Hege, was offensichtlich meint, den Wald und die Viecher in artgerechtem usw. Zustand zu halten. Was immer das ist - und ob das richtig ist - keine Ahnung.
Daß das viele genauso als Feigenblatt benutzen wie die Angler den Gewässerschutz, für den sie immer groß trommeln - klar. Aber ich krieg halt mit, daß das bei den Ernsthaften und Vernünftigen eben wirklich ein Anliegen und ein Aspekt ist.

Deshalb bin ich da etwas gegen Pauschalierungen.

Aber klar - schießen und töten tun die. Und es wird Ihnen das Herz klopfen, wenn sie was im Visier haben und sie werden sich über einen sauberen Treffer und sehr wahrscheinlich auch über das Erreichen der verlangten Quote freuen.

Und es wird Leute geben, die sich das für sich nicht vorstellen können. Auch klar. Ich zum Beispiel. Die Frage ist, ob mich das zu einem besseren Menschen macht oder zur grundsätzlichen Kritik berechtigt. Meine Meinung ist - das erstere nein.

Gruß Zappo
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Re: AW: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von treemaster » Fr 9. Mai 2014, 20:18

KMundS hat geschrieben:]Und ich wundere mich noch, warum die im Moment tagsüber so panisch die Felder überqueren.

M
DAS könnte auch dem Umstand zu verdanken sein, dass die Bauern dieses Jahr sehr früh mit der Mahd angefangen haben und die meisten mal wieder nicht den Jägern vorher Bescheid gesagt haben, damit sie die Jungtiere retten konnten....
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Jaga
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Re: AW: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Jaga » Fr 9. Mai 2014, 20:34

Nur, damit keine Missverständnisse entstehen: Das ist das Werk eines Kreiselmähers. Das passiert, wenn der Jäger NICHT vor der Mahd benachrichtigt wird, damit er am Vorabend die Wiese absuchen und präparieren kann.

Auch das Präparieren der zur Mahd anstehenden Wiese ist eine der kostenlos erbrachten Arbeiten im Sinne der Wildtiere - nicht nur der Rehe, sondern aller Bodenbrüter und Feldhasen -, bei der man seltsamerweise NIE irgendwelche Naturschützer sieht. Dabei könnten die Wildschützer, vulgo Jäger, in den nächsten zwei, drei Wochen jede helfende Hand gebrauchen.

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Migu1006 » Fr 9. Mai 2014, 21:37

Hier mal was Positives und Konstruktives - von Jägern für Jäger und Geocacher:

http://kjs-siegerland-wittgenstein.de/p ... aching.php

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Re: AW: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von treemaster » Fr 9. Mai 2014, 21:52

Jaga hat geschrieben:Nur, damit keine Missverständnisse entstehen: Das ist das Werk eines Kreiselmähers. Das passiert, wenn der Jäger NICHT vor der Mahd benachrichtigt wird, damit er am Vorabend die Wiese absuchen und präparieren kann.

Auch das Präparieren der zur Mahd anstehenden Wiese ist eine der kostenlos erbrachten Arbeiten im Sinne der Wildtiere - nicht nur der Rehe, sondern aller Bodenbrüter und Feldhasen -, bei der man seltsamerweise NIE irgendwelche Naturschützer sieht. Dabei könnten die Wildschützer, vulgo Jäger, in den nächsten zwei, drei Wochen jede helfende Hand gebrauchen.
Danke Jaga,
ich hatte mich vorhin so in Rage geschrieben (auch ob der momentanen Zustände die selbst hier bei uns in "leergeschossenen" Revieren herrschen), dass ich bei meiner Satzkonstruktion wohl das eine oder andere mal daneben gegriffen habe :gott:

Wie Ich sagen wollte und Jaga ja richtiggestellt hat: in unserer heutigen schnelllebigen Zeit denkt keiner mehr an andere. Oder wie mein Lehrherr vor 30 Jahren schon sagte: "wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht".
Wenn ich das so sehe, dass im Zuge von Biogas, Ökostrom etc. immer größere Flächen zur Monokultur verkommen um immer mehr Gewinn zu machen wird mir um der Zukunft himmelangst. Auf der einen Seite wettern wir gegen Genfood... nur HAuZ, wo soll unsere Nahrung in der Zukunft denn noch herkommen, wenn die (momentanen) Jäger unser Wild nicht erhalten?
Ich stehe hier zwischen den Fronten von Monokultur und NABU... ich sage denen nur immer: überwintert in einer Höhle, in die ihr im Herbst nackt ausgesetzt wurdet unter der Vorgabe, dass ihr bis zum Sommer durch Eurer eigenen Hände Arbeit überleben müßt.... mal sehen, wieviele dann noch auf Landwirtschaft, Pflanzenschutz und Jagd wettern.

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KMundS
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Re: AW: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von KMundS » Sa 10. Mai 2014, 12:47

Zappo hat geschrieben:Die Frage ist, ob mich das zu einem besseren Menschen macht oder zur grundsätzlichen Kritik berechtigt. Meine Meinung ist - das erstere nein.
Interessanterweise scheinen sich umgekehrt eigentlich gerade die Jäger als bessere Menschen zu fühlen. Naturverbundener, aufopferungsbereiter, überlebensfähiger, tierlieber, unabhängiger, freier, klüger... Da braucht man nicht lange die Signaturen in "Wild und Hund" lesen, da reichen schon die letzten 20 Beiträge hier.

M

@treemaster: Hier wird zur Zeit nicht gemäht. Ich kenne das eh, dass wenn die Knallerei losgeht, die Viecher hier scharenweise kreuz und quer die Straßen überqueren.
Mit Jägern gibt es kein Miteinander.

Irrtümer über die Jagd: http://forum.geoclub.de/viewtopic.php?p ... 0#p1174810

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JackSkysegel
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von JackSkysegel » Sa 10. Mai 2014, 12:48

Komisch, den Eindruck hatte ich aber auch von dir. ;)
Unechter Cacher (Tm)

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Migu1006 » Sa 10. Mai 2014, 17:43

Es ist ja schön und gut, dass Jäger vor der Mahd die Wiesen kontrollieren und präparieren, damit Kitze nicht vom Mähwerk erwischt werden. Und ich bin der Meinung, in erster Linie sollten die Landwirte darauf achten, aber das kann ich mir wohl lange wünschen...

Was mich aber interessiert: WENN (sehr hypothetisch, ich weiß) statt Rehkitzen Fuchsjunge in den Wiesen abgelegt würden, würde sich dann überhaupt ein Schwein dafür interessieren?

Heimo
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Heimo » Sa 10. Mai 2014, 17:56

Migu1006 hat geschrieben:Was mich aber interessiert: WENN (sehr hypothetisch, ich weiß) statt Rehkitzen Fuchsjunge in den Wiesen abgelegt würden, würde sich dann überhaupt ein Schwein dafür interessieren?
Fuchsjunge werden nicht in der Wiese abgelegt, sie werden im Fuchsbau geboren und später spielen sie vor dem Fuchsbau und in seiner Umgebung. Als Jäger intertessiere ich mich dafür und andere Jäger tun das auch.

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Fadenkreuz
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Re: AW: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Fadenkreuz » Sa 10. Mai 2014, 18:11

Jaga hat geschrieben:Das ist das Werk eines Kreiselmähers. Das passiert, wenn der Jäger NICHT vor der Mahd benachrichtigt wird, damit er am Vorabend die Wiese absuchen und präparieren kann.
Hier wird auch wieder nur ein Argument gesucht, warum die Jagd angeblich notwendig sein soll. Der brave Jäger, der die Rehkitze rettet. Es gibt zahlreiche technische und organisatorische Möglichkeiten, wie man Rehkitze nicht in den Kreiselmäher bekommt, die Bauern müssten es nur etwas konsequenter anwenden. Jäger braucht man dazu nicht.

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