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Altes Papier

Alles rund um den Geocache an sich.

Moderator: Los Muertos

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radioscout
Geoking
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Beitrag von radioscout »

Ich kenne keinen unter 25 Jahre, der Sütterlin lesen kann. Ganz wenige zwischen 25 und 40, die es lesen können und einige über 40, die es lesen können. Erst ab ca. 50 können es die meisten, aber auch nur mit sehr viel Raten. Schreiben kann es von denen keiner mehr.

Bleibt die Frage nach dem Sinn davon. Ist es eine sinnvolle Aufgabe, sich den Zeichensatz auszudrucken und Zeichen für Zeichen zu vergleichen? Das ist nicht kreativ, das ist eine reine Fleißaufgabe und eine ärgerliche Fehlerquelle. Besonders bei schlechtem Wetter ist das keine Freude.

Ich kenne einen Cache, der das Flaggenalphabet verwendet. Es gibt sehr viele Logs, in denen das als lästig beschrieben wird.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)
HHL

Beitrag von HHL »

bumpkin hat geschrieben:… Aber spätestens die Jahrgänge ab Anfang der 60er Jahre dürften diese Fähigkeit nicht mehr besitzen. Und das ist nun mal die große Mehrheit der westdeutschen Bevölkerung.

Gruß Thomas
dem ersten kann ich zustimmen.
happy hunting.
ts1
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Beitrag von ts1 »

jennergruhle hat geschrieben:Genau so sollte ich vorher wissen, ob ich Sütterlin-Schrift, Kanji oder Devanagari lesen können muss. Denn für den nach 1950 geborenen Mitteleuropäer sind diese drei Schriften allesamt fremd und können nicht vorausgesetzt werden, im Gegensatz zu lateinischer Schrift, Grundrechenarten und Bedienung eines GPS-Gerätes.
Die Bedienung eines GPS-Gerätes gehört imo schon zu besonderen Fähigkeiten, die wir aber in der Cacher-Gemeinde einfach mal vorausssetzen.
Und ja, man sollte vorher abschätzen können, was einen erwartet.
Bei einem speziellen Themen-Cache mit entsprechender Schwierigkeitsbewertung darf man sich aber auch nicht wundern, wenn etwas schweres zum Thema gefordert wird.

Als Allgemeinwissen würde ich das bezeichnen, was man heutzutage fürs Abitur zwingend braucht. Also weder Sanskrit noch Altgriechisch noch Sütterlin (auch wenn mein Großvater noch alle drei konnte, dafür z.B. kein Englisch).
MfG Thomas
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Neuromancer2K4
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Beitrag von Neuromancer2K4 »

Ich habe da auch noch eine Anregung zu dem Thema:

Wenn das Papier schon alt aussehen soll, sollte man natürlich nicht das Xerographische-500-Blatt-Druckerpapier aus dem Discounter verwenden, sondern vielleicht ein Linnen-Papier aus dem Schreibfachhandel, welches eine ganz eigene Struktur aufweist.

Und einen Tintenpisser-Drucker hat vor 20 oder mehr Jahren auch noch niemand benutzt, vor allem nicht, um eine Handschrift zu immitieren, sondern dann wurde das Zeugs halt von Hand geschrieben. Vorzugsweise mit einem Federkiel und einem Tintenfass. Hat man dann nciht aufgepasst, war auch schnell mal ein Tintenkleks auf dem Papier.

Später wurden dann die Federhalter verwendet, die in dem Tintenfass "aufgetankt" worden sind, aber auch noch ab und zu einen Klecks hinterlassen haben.

Irgendwann sind dann die Superleichtlauf-Spezial-Was-Auch-Immer-Lami-Pelikan-Füller rausgekommen, die kein Tintenfass brauchen und fast keine Kleckse mehr zugelassen haben.

Mein Tip also: HANDSCHRIFT(!!!) - nicht Drucker

Und um evtl. den "Federkiel-Effekt" herbeizuführen, dafür gibt es Füller mit speziellen, breiten Federn (meisstens zum Wechseln in verschiedenen Breite- und Härtegraden (damit man richtig im Papier kratzen kann)) - ArtPens oder Lithographische Füllfederhalter oder so genannt.
Crazy
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Beitrag von Crazy »

Puuuhhhhhh, ihr habt ja noch ordentlich Gas zu dem Thema gegeben.
Da es sich hier um handschriftliche Aufzeichnungen handeln sollte, die auch ein paar Tage im Wald lagen und eventuell auch noch andere "Sachen" miterlebt haben, sehen die Blätter natürlich verwitterter und kaputter aus, als Reichsblätter aus den 30ern. Sütterlin oder ähnliches wollten wir vermeiden, damit ihr bei diesem Nachtcache nicht alle einen Augenschaden erleifet. Wichtig war uns nur, daß es nach Handschrift aussieht und es trotzdem noch einigermaßen gut lesbar ist. Natürlich wäre es schöner gewesen, alles mit einem Federkiel zu schreiben, aber dann auch brutal aufwendig, denn das Bild zeigt nur einen Bruchteil der geleisteten Arbeit.

Nun ist der Cache eröffnet: http://www.geocache-forum.de/viewtopic. ... 6550#66550

Viel Spaß damit wünschen Eure Crazypeople!!!
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