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Jagdaktivität

Hightech und Äppelwoi.

Moderator: S!roker

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Starglider
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Beitrag von Starglider »

mtblui hat geschrieben:Könnte es auch sein das jäger wenn sie sich zu sehr getört fühlen, zwichenstationen in form von kleinen dosen entwenden um die sache zu unterbinden. man braucht ja dazu nur ein gps gerät und schon kann man so was finden.
Die brauchen sie nicht. Wenn ein Jäger zufällig eine Gruppe Nachtcacher bemerkt muss er einfach nur unauffällig folgen und wird so von Station zu Station geführt.
Beim Mountain Night Vario hätte der arme Mensch aber für einen Jäger unglaublich weite Strecken zu Fuß zurücklegen müssen :wink:
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Windi
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Beitrag von Windi »

Danke für den sachlichen Beitrag.
Dazu habe ich gleich noch ein paar Fragen von denen ich hoffe dass sie hubertffm beantworten kann.

Woran erkenne ich eine Kirrung?

Wie bzw. wo erfahre ich welcher Jäger in einem bestimmten Revier zuständig ist? Dann könnte man die Leute direkt kontaktieren und im Vorfeld abklären wo es bei einem Cache Probleme geben könnte.
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de_Bade
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Beitrag von de_Bade »

also erstmal danke für den beitrag, schön dass sich auch mal die "andere seite" sachlich zu wort meldet. ich stimme dem auch zu 99% zu. leider gibt es da einen punkt über den man noch mal reden sollte.
hubertffm hat geschrieben:... Viel Spaß noch beim Geocachen und möglichst auf den Wegen bleiben. Dann klappts auch mit den Jägern. :)
genau das "auf den wegen bleiben" ist beim geocaching nicht immer gewünscht. bei vielen caches ist es eben auch der reiz abseits der wege sich durch den wald zu schlagen. und vor allem nachts stellt das eine willkommene herausforderung da.

fakt ist, dass die zahl der caches stetig steigt. ist damit jetzt eine permanente konfrontation mit jägern vorprogrammiert, oder kann man da (vielleicht auf beiden seiten) kompromisse schließen?
wir teilen uns nunmal das gleiche spielfeld und sollten versuchen mit so wenig reibung wie möglich miteinander aus zu kommen. es müsste da mehr kontakt geben um sich auszutauschen und jeder seine interessen darzulegen. ich denke viel probleme macht auch die unwissenheit über die wünsche des anderen.
Orthographie und Interpunktion dieses Postings sind willkürlich und frei erfunden. Jegliche Übereinstimmungen mit geltenden Regeln sind zufällig und in keinster Weise beabsichtigt.
hubertffm
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Beitrag von hubertffm »

Ich gehe ja eigentlich lieber auf die Jagd als mich in Foren auszutauschen. Aber da es doch einige Fragen direkt an mich gibt, will ich diese versuchen zu beantworten.

Erst mal vielen Dank für die Anerkennung. Ich tue das nicht ganz uneigennützig. Vielleicht kommt ja doch mal einer von den Geocachern auf die Idee, den Jagdschein zu machen. Wir Jäger haben Nachwuchsprobleme. Mit einem Jagdschein in der Tasche kann man/frau sich legal in seinem Revier bewegen. Ich gebe gerne Tipps wo man sich am besten hinwenden sollte, wenn man Kontakt zu jagdlichen Kreisen sucht. Nun zu den Fragen:
safri: Gibt es einen zentral einsehbaren Kalender, in dem die geplanten Treibjagden eingetragen sind?
Nein, den gibt es nicht. Eine Treibjagd ist normalerweise etwas revierinternes und dazu wird persönlich eingeladen. Der Jagdpächter sucht sich die Leute genau aus, die er zur Jagd einlädt. Wenn revierübergreifend gejagd wird, wird der Termin zwischen mehreren Revieren abgestimmt. Bei einer Jagd im Hintertaunus ist der Termin meist auch vorher öffentlich bekannt. Da nimmt ja dann teilweise das ganze Dorf daran teil. Wer von außerhalb irgend wo hin fährt, hat es aber in der Regel schwer, die Termine zu erfahren. Das sollte dann evtl. der, der einen cache ausarbeitet, vor Ort klären und die Auswärtigen davon in Kenntnis setzen.
mtblui: haben jäger in der regel gps geräte?
Die meisten Jäger haben wohl kein gps Gerät. Ich habe eines, weil ich es auch beruflich nutze. Ich würde aber nicht auf die Idee kommen, mein Revier mit einem GPS-Gerät zu durchstreifen. Es wäre ein Armutszeugnis, wenn ich mich in meinem eigenen Revier nicht mehr auskenne. Jäger sein heißt, praktisch täglich in Feld und Wald unterwegs zu sein. Das heißt, wenn sich etwas verändert hat, dann sieht es der Jäger. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass Stages entfernt werden. Ich würde aber mal vermuten, dass das nicht bewusst passiert sondern eher weil sich Jäger nicht erklären können, was z.B. ein Katzenauge mitten im Wald zu suchen hat und es für ein Kinderspiel halten. Ich habe gestern abend mit einigen Jagdfreunden zusammengesessen und von Euerem Hobby erzählt. Keiner der Anwesenden hatte davon eine Ahnung bzw. konnte sich vorstellen, wie so was abläuft und was man dafür für Hilfsmittel braucht.
Starglider: Wenn ein Jäger zufällig eine Gruppe Nachtcacher bemerkt muss er einfach nur unauffällig folgen und wird so von Station zu Station geführt.
Meinst Du wirklich, wir haben Zeit und Lust Leuten aufzulauern? Wenn ich mich von Leuten im Wald gestört fühle, dann gehe ich denen nicht unauffällig nach sondern versuche, sie so schnell wie möglich zu finden, anzusprechen und die Situation zu klären. Wir haben bei uns im Revier viel Ärger mit Hundebesitzern. Ich höre z.B. von meinem Hochsitz aus, dass wieder mal ein Hund ohne Leine unterwegs ist und quer durch das Unterholz ein Reh verfolgt (jiff - jiff - jiff ...). Dann höre ich die Leute teilweise auch schon rufen ("Pluto - hier her. Komm mein lieber Hund"). Viele wissen gar nicht, dass sie verantwortlich sind, wenn ihr Hund ein Wildtier tötet und dass das Wilderei ist - ein Straftatbestand. In solchen Fällen versuche ich immer so schnell wie möglich den Hund und den Hundebesitzer zu stellen - zur Rede versteht sich ("Mein Hund jagd nicht"). Solltet Ihr also bei Eueren Caches auch Hunde dabei haben, dann bitte unbedingt an die Leine nehmen. Nur Hunde, die einen guten Appell haben (d.h. absolut aufs Wort hören), können ohne Leine in den Wald. Jäger sehen sofort, ob ein Hund einen guten Appell hat.
Windi: Woran erkenne ich eine Kirrung?
Eine Kirrung ist in der Regel in der Nähe eines Hochsitzes im Umkreis von 20 bis 70 Metern. An der Kirrung im Feld wird auch Luder (d.h. alter Fisch oder verdorbenes Fleisch) rausgebracht, um dort den Fuchs zu bejagen. Im Wald wird zusätzlich mit Mais gekirrt. Im Feld sollten normalerweise keine Kirrungen mit Mais sein, weil wir die Wildscheine ja im Wald halten und nicht extra ins Feld locken wollen.
Windi: Wie bzw. wo erfahre ich welcher Jäger in einem bestimmten Revier zuständig ist?
50% von Hessens Revieren sind m.W. staatlich. Die meisten größeren Waldflächen gehören dem Land und sind nicht in Privatbesitz. Das ist ein feiner aber großer Unterschied. Hessenforst hat das Ziel, Gewinn aus dem Waldbau zu erzielen. Daher wird von manchen Förstern das Wild als "Schädling" angesehen ("Rehe fressen die jungen Bäume."). Die Forstämter verpachten wiederum sogenannte Jagdbögen an Privatjäger. Im Forstamt erfährt man also gewöhnlich, wer der zuständige Pächter ist. Bei den Flächen, die in Privatbesitz sind, jagd entweder der Grundeigentümer selbst (wenn er einen Jagdschein hat) oder er verpachtet an einen Jäger. Wobei die Fläche eines Reviers eine Größe von 75ha nicht unterschreiten darf. Daher legen mehrere Grundbesitzer, die weniger haben, ihre Flächen zu einer Jagdgenossenschaft zusammen. Wenn man also wissen will, wer der Jagdpächter eines Revieres ist, dann sprecht das Forstamt an. Ihr könnt auch die Polizei fragen. Die muss das auch wissen. Denn wenn es einen Unfall mit Wild gibt, rufen die den Pächter an, damit er die Brocken von der Straße kratzt. Auch so ein Job, den die Jäger erledigen "dürfen".
de_Bade: bei vielen caches ist es eben auch der reiz abseits der wege sich durch den wald zu schlagen. und vor allem nachts stellt das eine willkommene herausforderung da.
fakt ist, dass die zahl der caches stetig steigt. ist damit jetzt eine permanente konfrontation mit jägern vorprogrammiert, oder kann man da (vielleicht auf beiden seiten) kompromisse schließen?
Dazu gibt es in der Tat einiges zu sagen.

Wenn ein cache nachts stattfindet, dann solltet Ihr auf jeden Fall auffällige Kleidung tragen. Es gibt zwar die Regel "Was Du nicht kennst das schiess auch nicht!". Dennoch gab es in den letzten Jahren leider immer mal wieder Vorfälle, die zeigen, dass es eben doch mal was schief gehen kann. Die Schuld liegt nicht immer beim Jäger - allerdings gibt es auch die Regel, dass der Schütze immer für seinen Schuss voll verantwortlich ist.

Konflikte mit Jägern werdet Ihr dann kriegen, wenn Ihr Eure Caches quer durch dien Einstände vom Wild legt. Nicht nur, dass damit das Wild beunruhigt wird (was lt. Naturschutzgesetzen verboten ist). Es wird auch die Jagd damit gestört (d.h. der Jäger hat Probleme, das Wild zu erlegen, weil es sich wo anders hinstellt, wenn es gestört wird). Und schließlich kann dadurch auch Wildschaden entstehen. Rotwild, wie wir es im Taunus und im Vogelsberg haben, beginnt mit dem "Schälen" von Baumrinden, wenn es Stress ausgesetzt ist. Diese Schälschäden müssen wir Jäger bezahlen. Außerdem bezahlt das Wild mit seinem Leben. Denn wenn Wildschaden auftritt heißt das automatisch, dass die Behörden die Abschussquoten hochsetzen. Da das Rotwild nach Meinung einiger Förster den Wald auffrisst, wird man eher einen Totalabschuss verfügen als es auf die "Rote Liste" zu setzen. In Deutschland kommt man als Kröte oder Vogel viel leichter in diese Liste als als heimische Wildart.

Einen Aspekt will ich noch erwähnen, der dafür spricht, Caches nicht durch Dickungen und Einstände von Wild führen zu lassen. Und zwar ist das Eure Gesundheit. :!: Ich will wirklich keine Panik machen. Aber ich bin mir sicher, dass jeder Geocacher schon mal eine Zecke hatte. Diese Blutsauer sind außer im Winter das ganze Jahr aktiv. Sie übertragen zwei Krankheiten. FSME und Borrelliose. Gegen FMSE kann man sich impfen lassen. Das sollte jeder Geocacher auch tun. Denn FMSE ist inzwischen in ganz Deutschland verbreitet. Die Main-Linie ist schon seit Jahren überschritten und von Osteuropa drängt die Krankheit weiter vor. Im Schwarzwald meiden die Jäger machen Gebiete inzwischen in der warmen Jahreszeit komplett. FMSE bekommt man sofort, wenn man gebissen wurde und keinen Impfschutz hat.

Borrelliose ist dagegen eine Krankheit gegen die man sich nicht impfen lassen kann. Es ist eine Bakterien-Erkrankung. Die meisten Waldarbeiter und Förster leiden darunter. Ca. 12 Stunden nach dem Biss kotzt die Zecke einen Teil ihres Mageninhalts in die Bisswunde. Dabei werden die Bakterien auf den Menschen übertragen. Die Behandlung ist sehr langwierig und heilt nicht immer komplett aus. Daher sollten sich Geocacher immer auf Zecken absuchen, nachdem sie draußen im Wald waren. Ich sammle bei meinen jagdlichen Aktivitäten jedes Jahr 30 bis 40 Zecken auf. Und besonders viele Zecken sind in den Einständen des Wildes zu finden. Beim Entfernen von Zecken sollte man übrigens nicht versuchen, die Zecke zu ersticken oder zu drücken. Sonst kotzt sie schon früher. Ich schneide die Zecken parrallel zur Haut mit einem scharfen Messer einfach ab. Anschließend desinfiziere ich die Stelle.

Wenn Ihr in einem fremden Gebiet seit, solltet Ihr auch an den Ortseingangschildern auf den Hinweis auf Tollwut achten. Im Landkreis Offenbach und umliegenden Landkreisen ist seit mehreren Jahren wieder die Tollwut ausgebrochen. Deshalb bejagen wir die Füchse auch so scharf. Der Fuchs hat aber auch noch einen anderen unangenehmen Begleiter, der auf den Menschen übergehen kann. Der sog. Fuchsbandwurm. Er ist im Kot der Tiere enthalten. Wird Staub aufgewirbelt kann die Finne durch Einatmen in die Lunge des Menschen gelangen. Auch vom Verzehr von nahe am Boden befindlichen Füchten (auch Pilzen) ist abzuraten, wenn sie nicht auf über 90° C erhitzt wurden. Der Fuchsbandwurm ist tödlich für den Menschen, denn er greift das Gehirn an. Es gibt zwar nur wenige Fälle in Deutschland. Aber die Durchseuchung der Fuchsbestände mit dem Bandwurm nimmt seit Jahren beständig zu. Ich fasse deshalb einen toten Fuchs nur noch mit Gummiehandschuhen an, um mich nicht anzustecken. Noch ein Tipp: Füchse haben die Angewohnheit, ihren Kot gerne auf Baumstümpfen zu hinterlassen.

So, das waren meine Antworten auf Eure Fragen. Ist doch wieder etwas mehr geworden. Danke auch für das Angebot, Euch mal zu begleiten. Ich habe ja meinen Arbeitskollegen, den ich darauf mal ansprechen kann. :wink:
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JeeperMTJ
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Beitrag von JeeperMTJ »

hubertffm hat geschrieben:Ist doch wieder etwas mehr geworden. Danke auch für das Angebot, Euch mal zu begleiten. Ich habe ja meinen Arbeitskollegen, den ich darauf mal ansprechen kann. :wink:
Mensch Achim, Deine Beiträge fand ich echt gut. Danke dafür. Jetzt könnte man ja fast auf die Idee kommen mal einen Event-Cache mit Dir als "Gast-Cacher" zu organisieren. Ich überlege mir mal was.


Aber so bißchen anstössig ist der Jäger-Slang ja schon: Entenstrich, Luder. :wink: :lol: :wink: :lol: :lol:
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Beitrag von safri »

Umfassende Antworten klar und verständlich, vielen Dank :P

Jetzt würde mich nur noch kurz interessieren, ob auch Jäger und Förster dieses Jahr vom vermehrten Auftreten der Hirschlausfliegen betroffen sind. Diese Blutsauger halten sich nämlich meiner Erfahrung nach nicht mehr an ihren Wirt Hirsch, sondern saugen auch Menschen das Blut aus und können dabei auch Krankheiten übertragen.
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Starglider
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Beitrag von Starglider »

hubertffm hat geschrieben:
Starglider: Wenn ein Jäger zufällig eine Gruppe Nachtcacher bemerkt muss er einfach nur unauffällig folgen und wird so von Station zu Station geführt.
Meinst Du wirklich, wir haben Zeit und Lust Leuten aufzulauern?

Wenn ich mich von Leuten im Wald gestört fühle, dann gehe ich denen nicht unauffällig nach sondern versuche, sie so schnell wie möglich zu finden, anzusprechen und die Situation zu klären.

Bei gut besuchten Nachtcaches wird es vor der ersten direkten Begegnung mit großer Wahrscheinlichkeit einige Sichtungen auf Distanz geben.
Hätte ich als Jäger in meinem Revier solche "Nachtaktivität" bereits bemerkt würde ich mit Sicherheit herausfinden wollen was die Leute da treiben, wenn sich mir zufällig die Gelegenheit bietet. Alleine schon aus Neugier.

Es geht dabei ja nicht um "Einzelkämpfer", die nachts ohne Licht durchs Unterholz kriechen, sondern um Gruppen von meistens 3+ Personen, die recht gut beleuchtet und in Gespräche vertieft durch die Gegend laufen und an den Zwischenstationen z.T. recht lange Pausen machen um das nächste Ziel zu ermitteln.
Die kann man sehr einfach unbemerkt verfolgen :D
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Lakritz
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Beitrag von Lakritz »

Ich glaube nicht, dass es Spaß macht, ein Rudel Nachtcacher zu verfolgen. Vor allem, wenn man gleichzeitig die Chance hätte, einen leckeren Rehrücken zu organisieren. (Aaaah, gerade zu Mittag gegessen und schon wieder kriege ich Hunger...)

Ich selbst suche eigentlich auch immer sofort das Gespräch, denn jeder geht seinem Hobby nach und möchte dabei so wenig wie möglich gestört werden. Als ich vor einiger Zeit in eine Treibjagd geraten bin, habe ich das bemerkt, bevor es richtig losging und sofort die Suche abgebrochen, obwohl ich den Cache praktisch schon in der Hand hatte. Dann bin ich direkt zu den Jägern hingegangen und habe gefragt, wie ich am besten aus dem Gebiet rauskomme.
Mir ist bis jetzt noch niemand pampig gekommen, weil ich selbst weiß, dass mir der Wald nicht alleine gehört. Wie manche Geocacher sich aufführen, nur weil sie im Rudel unterwegs sind und sich profilieren müssen, finde ich in einigen Fällen richtig peinlich. Vielleicht cache ich auch deshalb lieber alleine. ;)
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C9H14NO3
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Beitrag von C9H14NO3 »

Erstmal ein großes Danke an "hubertffm" für die Erklärungen, so bekommt man auch mal etwas von der "anderen Seite" mit :)

Aber auch ich habe noch ein paar Fragen:
In §24, Abs. 2, Hessisches Forstgesetz (in der Fassung vom 10. September 2002) heißt es:
"Jeder Waldbesucher hat sich so zu verhalten, dass die Lebensgemeinschaft des Waldes nicht gestört, die Bewirtschaftung des Waldes nicht behindert, der Wald nicht gefährdet, geschädigt oder verunreinigt und die Erholung anderer nicht beeinträchtigt wird."

Okay, soweit klar.
Nachts wenn gejagt wird, sollte ich also die Jäger nicht stören.
Das interpretiere ich jetzt so, dass ich nachts auf den Wegen bleiben und mich ruhig verhalten sollte. Und natürlich nur mit angeschalteter Lampe rumlaufe...
Aber wann ist jetzt ein Weg ein "Weg"?
Hier in meiner Gegend gibt's viele Wege, die strenggenommen nur befestigte Pfade, ohne feste Decke, mit einer Markierung (z.B. Wanderweg) sind. Teilweise steht dann unmittelbar neben oder in 10 Meter Entfernung ein Hochsitz.
Was meine Frage angeht: Was ist denn die Meinung des/der Jäger, wenn ich z.B. nachts mit Taschenlampe auf diesen Wege marschiere? Einerseits befinde ich mich ja auf einem gekennzeichneten Weg, andererseits kann ich auch den Jäger verstehen wenn er sich ärgert, dass ich ihm z.B. das Wild verjage.

Diese Frage hat sich mir beim Lesen der Beiträge aufgeträngt und ich würde auch gerne mal die Meinung der anderen "Partei" hören.

Und eine generelle Frage:
Wenn ich so eine Station des Night-Caches 3 Meter vom Weg entfernt im Wald verstecke, so sollte dies und die suchenden Cacher wohl die Jagd nicht behindern, oder doch?
Mir ist klar, dass es keine ultimative Antwort in Form von ja/nein gibt, aber vielleicht lassen sich so schon Missverständnise vermeiden.

Gruß

Björn
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de_Bade
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Beitrag von de_Bade »

hubertffm hat geschrieben:Wenn ein cache nachts stattfindet, dann solltet Ihr auf jeden Fall auffällige Kleidung tragen. Es gibt zwar die Regel "Was Du nicht kennst das schiess auch nicht!". Dennoch ........
deshalb wird es immer wieder empfohlen dass man eine taschenlampe anlässt. das sollte den geocacher von wild doch unterscheiden. und ohne lampe gehen geocacher sowieso nicht in den wald. gerade abseits der wege macht man das automatisch, wir suchen was, wollen also auch was sehen um es zu finden. wir legen in der regel auch keinen wert darauf unauffällig zu sein, denn unsere beute rennt nicht weg :wink:

also ich glaube an der stelle sollte keine gefahr bestehen getroffen zu werden.
Orthographie und Interpunktion dieses Postings sind willkürlich und frei erfunden. Jegliche Übereinstimmungen mit geltenden Regeln sind zufällig und in keinster Weise beabsichtigt.
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