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Wenn sich Geocacher öffentlich zum Horst machen...

Zappo

Geoguru
rs-sepl schrieb:
Dass die Diskussion nix bringt.....Ach so: Ich nehme an, dass die "Anti-Schrauber" noch nie beim Suchen eine ollen Plastedeckel vom Zaunsrohr hochgehoben haben, in dem der Mikro steckt. Noch nie einen Nachtcache absolviert haben, bei dem Reißzwecken verwendet wurden. Oder sofort den Log abgebrochen haben, als klar wurde, dass das tolle Vogelhaus angeschraubt und nicht angehängt wurde. Da wurde natürlich SBA geloggt. Merk ihr was? ;) Aber Hauptsache mal gemeckert. Naja, man kennt ja mittlerweile seine Pappenheimer hier.........

Ich verspreche: Mein letzter Post hier - aber ab einer gewissen Portion Polemik juckts dann doch....

add eins: Cachen ist outdoor - und wenn in Outdoorführern, Pfadfinderbibeln, Howtowildnis oder anderen Veröffentlichungen das Baumnageln abgelehnt wird, man das in der Jugendgruppe, zuhause und in der Schule beigebracht kriegt und sich die Sägewerke und Waldbesitzer drüber aufregen, ist mir schleierhaft, warum man das in Frage stellen muß.

add zwei: Die Tatsache, daß sich Leute GEGEN diese Regel entscheiden, mag bewußt oder aus Unkenntnis passieren - die Regel an sich wird davon nicht berührt - die Argumentation "hält sich eh niemand dran" ändert da nichts daran. Aus der zeitweiligen Übertretung zu schließen, daß die Regel unsinnig ist, ist denn doch ein äußerst unlogischer Ansatz.

add drei: es ging ja um Beschädigung von Bäumen, nicht um Zaunpfosten. Und nicht um die Frage, wann beim Einzelnen die Schwelle zum SBA überschritten ist oder nicht. Oder gar darum, ob sich immer Alle konsequent verhalten - tun sie nämlich nicht. Es dürfte denn doch ein Unterschied sein, ob bei einem angeschraubten Vogelhäuschen der Schaden schon geschehen ist und ich daraufhin im Log schreibe, daß ich das nicht so prall finde - oder ob ich laut die Weisheit verkünde, Bäumenageln sei zu akzeptieren.

Gruß Zappo
 
OP
H

HansHafen

Geowizard
hustelinchen schrieb:
HansHafen schrieb:
Es ging nicht um eine Reißzwecke - es ging um Schrauben im Baum. ...Egal - Gutmensch oder Bösmensch: Es bleibt Sachbeschädigung!

Für mich liest sich das hier so, als würde es gar nicht alleine um die eine Schraube gehen. Das Problem ist doch letztendlich die Beschädigung des Ansehens von unserem Hobby. Egal, ob Schraube im Baum, oder der Petling mitten im Blumenbeet der Kreisverkehrsinsel, oder die Dose in der denkmalgeschützten Natursteinmauer. Dass das ein schlechtes Bild auf uns wirft, also das sehe ich auch so.

Nur ist es im Schrauben-Einzelfall nicht wirklich einfach zu beurteilen, inwieweit man sich anmaßen sollte, andere Cacher an den Pranger zu stellen. Meiner Meinung nach geht das gar nicht. Jedenfalls nicht unter dem Deckmantel des Naturschutzes.

Moin,

ja - war eher generell gehalten. Und Naturschutz muss kein Deckmantel sein. Wofür auch? Erstmal halte ich Naturschutz für wichtig und würde gerne sehen, dass sich gerade GeoCacher a) an geltende Regeln & Gesetze halten sowie b) ein Gespür dafür entwickeln was im Rahmen des Geocachen sein muss und was nicht, um die Natur nicht zu schädige. Dazu gehören auch Powertrails die stumpf mit dem Auto abgefahren werden! Was ist daran Deckmantel? Ist für mich an Anliegen an sich - ich habe keine weiteren Interessen die ich mit einem Deckmantel verbergen müsste. Und wenn jetzt wieder das Wort "Gutmensch" kommt (ein bescheuertes Wort, noch nie so oft gehört wie in Geocache-Foren, ich wette die Hälfte der Benutzer weiß nicht was sie sagen wollen und benutzen das einfach mal so) halte ich dagegen, dass es auch ein Stück weit Eigennutz, Egoismus ist. Allerdings ein ganz gesunder, den sich andere auch zu Eigen machen sollten: Ich will mein Hobby Geocaching noch weiter betreiben können, ohne blöd angesehen zu werden, ohne bei den Beurteilern Gedanken wie "ach das sind die, die Schrauben in Bäume drehen, Vögel stören, Wild auf die Straße scheuchen, Blumenbeete zertrampeln, Privateigentum ignorieren bzw. beschädigen etc..." auszulösen.

Insofern sollte es im Interesse jedes ernsthaften Cachers sein, Schäden klein zu halten, sowohl beim Cachen selber als auch als Owner, indem man eben VORHER durchspielt was das worst-case-szenario bzw. der worst-Cacher bei der dieser Location bewirken kann. Und dann seinen Cache so auslegt, dass die Schäden auch bei ungeschickten Besuchern möglichst klein bleiben. Das erfordert natürlich einiges an Kreativität, Kompetenz und manchmal auch eben Verzicht. Ein guter Owner kann auch mal ein Location unbedost lassen, wenn er feststellt, dass diese durch einen Cache zu stark belastet werden würde...

BG
HansHafen
 
OP
H

HansHafen

Geowizard
rs-sepl schrieb:
HansHafen schrieb:
Zum Glück is Geocaching ein sehr vielfätiges Hobby, welches von sehr unterschiedlichen Menschen gestaltetet wird. Jeder hat seine eigene Vorstellung. Du hast noch nie einem Baum genagelt, was lobenswert ist, aber selten.
Deswegen können Leute wie Du (nicht du selbst) nicht für die Allgemeinheit der Geocacher irgendwelche Codizes auferlegen, nur weil sie denken, dass es so und so sein muss. Ich kann/ will das natürlich auch nicht.
Wenn hier so groß auf Rechte von Eigentümern herumgepocht wird, dann sollte man sich bei jedem Cache fragen, ob man den jetzt hier wirklich mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Was dann konsequenterweise zur Aufgabe des Hobbies führen sollte. ;)

Moin,

was spricht dagegen, dass man sich als Gruppe die dieses Hobby betreibt zusammensetzt und austauscht (wie hier im Forum) und überlegt: "Was müssen wir beachten, damit wir unser Hobby noch möglichst lange und frei von Verboten ungestört betreiben können".

Das ist nämlich mein Punkt: Je mehr Cacher sich wie die Sau im Wald aufführen, desto mehr erregt das Verärgerung bei Besitzern der Grundstücke und Objekte an denen wir Caches verstecken und suchen wollen.

Somit schießen wir uns nur selber ins Knie, wenn wir uns wie Geisteskranke aufführen, die meinen, dass die Welt und gehört und wir machen können was wir wollen - ohne Rücksicht auf Verluste oder Eigentum anderer.

Wich ich schon sagte - es ist eben nicht unsere Ermessenssache, was wir wie beschädigen können. Daher mein Beispiel mit DEINEM Auto - wenn ich einen Kratzer an der Seite langziehe oder eine Beule reintrete fährt das Auto trotzdem noch, erfüllt seine Funktion noch und wird auch nicht so dolle rosten, dass es in absehbarer Zeit kaputt geht. Wo ist also der Schaden? So argumentieren hier viele, wenn es um Caches geht. Auf diesem Niveau. Bei meinem Beispiel ist es aber recht leicht sich in die Person auf der anderen Seite zu versetzen - Wir stellen fest: Als Besitzer möchten wir keine Kratzer und Beulen in UNSEREM Eigentum, egal ob nun die Funktion nicht beeinträchtigt wird - wir wollen es nicht.

Als Geocacher sche**** aber viele darauf und handeln so, als dürften sie alles.

Und ich finde schon, dass man da als Mit-Cacher ein Veto einlegen darf, wenn irgendwelche Honks das Ansehen unseres Hobbies zu beschädigen, dass es in Zukunft immer schwieriger wird Caches zu legen und zu suchen, dass immer mehr Verbote kommen werden, dass Behörden kritisch gegenüber der Sache eingestellt sind...


Es geht aber auch anders - man kann z.B. vorher fragen! Man glaubt gar nicht wie entgegenkommend manche Menschen dann sein können. So durfte ich einen großen Cache an einem Privatobjekt montieren - ich hätte das nie für möglich gehalten - eigentlich wollte ich hier nur einen Hinweis für einen Multi deponieren... So kann es eben auch gehen, dass man etwas anschrauben darf...

BG
HansHafen
 

rs-sepl

Geowizard
Zappo schrieb:
und wenn in Outdoorführern, Pfadfinderbibeln, Howtowildnis oder anderen Veröffentlichungen das Baumnageln abgelehnt wird, man das in der Jugendgruppe, zuhause und in der Schule beigebracht kriegt und sich die Sägewerke und Waldbesitzer drüber aufregen, ist mir schleierhaft, warum man das in Frage stellen muß.

Den ganzen Pfadfinderkrempel usw. kenne ich nicht und ich hab auch noch kein outdoor-Buch gelesen. Du willst mir jetzt nicht erzählen, dass ein maximal halbwissender Outdoorer wissenschaftliche Studien zum Schadverhalten von Nägeln in Bäumen macht, so wie es evtl. ein Forstwissenschaftler tut. :irre: Und was die sagen, wurde ja schon verlinkt.
Wenn einem Sägewerker das Blatt hopps geht, ist das natürlich unschön, das sehe ich ein. Ob es nun der Nagel vom Geocacher ist, oder der von den dutzenden anderen Gruppen, die den Wald für sich nutzen, tut da nix zur Sache.

Ansonsten: http://de.wikipedia.org/wiki/Gutmensch
 
OP
H

HansHafen

Geowizard
rs-sepl schrieb:
radioscout schrieb:
Ich finde es, vorsichtig ausgedrückt, ausgesprochen seltsam und bedenklich, was für ein Verständnis vom Umgang mit fremden Eigentum einige User haben.

Dass die Diskussion nix bringt, wissen wir alle, deswegen nur so viel. Die "bedenklichen" user sind die, die meist (natürlich gibt es Ausnahmen) gelobte und gebastelte Caches legen. Diese werden im Allgemeinen sehr gut angenohmen. Kritik gibt es eher gar nicht. Einige Verstecke und Stationskonzepte lassen sich nun mal nicht ohne Veränderung der Umwelt machen, da ist die oller Schrauberei nur eine Sache von vielen. Da muss man dann halt auch auf einiges verzichten.

Ach so: Ich nehme an, dass die "Anti-Schrauber" noch nie beim Suchen ...

Nochmal kurz:

Bringt nichts? Doch! Dass andere sensibilisiert werden. Manche sind vielleicht ignorant, aber manche erreicht es eben doch!

Kreativität & Respekt gegenüber Eigentum? Geht doch! Grade das ist ja eine Meisterdisziplin! EIner der blöde und stumpf Sachen anschraubt ist nicht kreativ sondern eben stumpf und respektlos! Wie ich oben schon schrieb: Wenn man fragt, findet man u.A. Locationen an denen man sich austoben darf, schrauben darf, an denen GeoCacher willkommen sind. Aber man muss eben vorher mal die Besitzer fragen. Du würdest dich wundern, wie positiv das ankommen kann! Das ist Kreativität. Nicht die Ignoranz und das einfach machen...

Anti-Schrauber? Bin ich mit nichten. Die Leute die meine Caches suchen, fragen mich schon immer ob ich krank bin, wenn ein Cache von mir mal keine Schrauben oder sonstige Basteleien hat :roll:

Und wenn ich einen fragwürdigen Cache finde, dann logge ich das schon entsprechend oder spreche den Owner an. Ist zwar oft nicht ganz leicht, weil Kritik immer leicht persönlich genommen wird, führte aber schon oft zu konstruktiven Gesprächen und Umsetzungen...

BG
HansHafen
 
OP
H

HansHafen

Geowizard
rs-sepl schrieb:
Zappo schrieb:
und wenn in Outdoorführern, Pfadfinderbibeln, Howtowildnis oder anderen Veröffentlichungen das Baumnageln abgelehnt wird, man das in der Jugendgruppe, zuhause und in der Schule beigebracht kriegt und sich die Sägewerke und Waldbesitzer drüber aufregen, ist mir schleierhaft, warum man das in Frage stellen muß.

Den ganzen Pfadfinderkrempel usw. kenne ich nicht und ich hab auch noch kein outdoor-Buch gelesen.

Aha, und darum musst du dich an keine Regeln halten?
Eh, mal eine Frage? Kennst du alle Gesetze auswendig? Ja? Nein? NEIN???
Uih, dann hier mal die schlechte Nachricht: Wirst du bei der Übertretung von geltendem Recht ertappt, dann hilft es nicht zu sagen "Oh, Herr Wachtmeister, das wusste ich nicht - sie können doch nicht erwarten, dass ich das alles weiß?!". Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Und Unwissenheit als Zierde zu nutzen, ich weiß nicht - finde ich eher peinlich.

Wenn ich mich mit Geocachen beschäftige, dann sollte ich das auch gründlich tun und nicht nur das rauspicken was mir genehm ist.

rs-sepl schrieb:
Ansonsten: http://de.wikipedia.org/wiki/Gutmensch

Haha, ja, toll den Link eingefügt. Super. Aber kannst du das auch in einen logischen Zusammenhang mit der Diskussion bringen und am Text anderer belegen, inwiefern sie "Gutmenschen" sind, welche Aussagen sie dazu machen? Ich bin gespannt

BG
HansHafen
 

Nerre

Geowizard
coronar schrieb:
Meint Ihr nicht, dass Ihr übertreibt?
Wie sind denn die Vogel/Fledermaushäuschen im Wald angebracht? Oder die Wanderwegkennzeichnungen? Nur um zwei Beispiele zu nennen...

Holzdübel, da freut sich nicht nur die Natur sondern auch der Holzwirt (gibt das so als Wort?). ;)

Dazu wird einfach ein Brett an den Baum gedübelt/geklebt, und DARAUF wird dann geschraubt, so daß das Haus zwar mit Metallschrauben festgeschraubt wurde, aber nicht am Baum direkt. Achtet mal darauf wie oft noch ein Brett zwischen Haus (oder Schild) und Baum hängt.
Die Baummarkierer hauen aus diesem Grund die Nägel, an denen die Baumnummern angebracht sind, nicht tief in den Baum, sondern lassen sie weit herausstehen, so daß man sie später wieder gut rausbekommt und nichts zurückbleibt.

Da halten sich zwar auch nicht alle dran, aber da wir ja im Glashaus leben... ;)
 

rs-sepl

Geowizard
HansHafen schrieb:
rs-sepl schrieb:
Den ganzen Pfadfinderkrempel usw. kenne ich nicht und ich hab auch noch kein outdoor-Buch gelesen.
Aha, und darum musst du dich an keine Regeln halten?
Eh, mal eine Frage? Kennst du alle Gesetze auswendig? Ja? Nein? NEIN???

Was haben Outdoorbücher und Pfadfindergetue mit Gesetzen zu tun? Irgendwie regst Du Dich ganz schön auf. Das muss nicht sein. Ich habe gesagt, dass ich die Thesen dieser Leute nicht kenne. Das heißt nicht, dass ich sie nicht unterbewusst befolge. Ich schrieb, dass ich mir von einem Pfadfinder nichts über Nageln von Bäumen erzählen lasse. Wenn es da eine wissenschaftliche Studie gibt bzw. Erfahrungen von Fachleuten ist das was völlig anderes. Und was man da liest, rechtfertigt Deine Aufregung nicht ansatzweise. Du kannst mir glauben, dass ich durchaus ein umsichtiger Cacheleger bin.
 

Nerre

Geowizard
coronar schrieb:
Meint Ihr nicht, dass Ihr übertreibt?
Wie sind denn die Vogel/Fledermaushäuschen im Wald angebracht? Oder die Wanderwegkennzeichnungen? Nur um zwei Beispiele zu nennen...

Holzdübel, da freut sich nicht nur die Natur sondern auch der Holzwirt (gibt das so als Wort?). ;)

Dazu wird einfach ein Brett an den Baum gedübelt/geklebt, und DARAUF wird dann geschraubt, so daß das Haus zwar mit Metallschrauben festgeschraubt wurde, aber nicht am Baum direkt. Achtet mal darauf wie oft noch ein Brett zwischen Haus (oder Schild) und Baum hängt. So wächst im schlimmsten Fall das Brett und die Holzdübel ein.
Die Baummarkierer hauen aus diesem Grund die Nägel, an denen die Baumnummern angebracht sind, nicht tief in den Baum, sondern lassen sie weit herausstehen, so daß man sie später wieder gut rausbekommt und nichts zurückbleibt.

Da halten sich zwar auch nicht alle dran oder teilweise wird einfach viel zu lange nicht nachgeschaut/erneuert, aber da wir ja im Glashaus leben... ;)
 
Ich will jetzt ja nicht zu kleinlich werden, aber ich zitiere mal aus einem Leitfaden zur Markierung von Wanderwegen (http://www.naturpark-bayer-wald.de/content/upload/archiv/leitfaden_markierung_fernwanderwege.pdf):

"Die Befestigung erfolgt mit einem Aluminiumnagel. Beim Anbringen des Schildes an lebende Bäume ist der Aluminiumnagel so einzuschlagen, daß ca. 2 cm Freiraum für das weitere Wachstum bleiben (um Einwachsen zu vermeiden, möglichst Nägel lockern). Es dürfen keine Eisen-, Stahl- oder Hartmetallnägel verwendet werden, um spätere Regreß-forderungen von Sägewerken von Anfang an ausschließen zu können. Wo sich kein ande-rer Markierungsträger findet oder Konflikte mit Eigentümern wahrscheinlich sind, müssen für die Markierungszeichen Holzpfähle mit Betonfundamentierung installiert werden."
 

Inder

Geowizard
Ja, Ihr habt ja alle Recht. Aber habt Ihr wirklich keine anderen Probleme im Leben?
Wir ruinieren die Natur mit unserem Hobby - das muss jedem klar sein. Der eine mehr, der andere weniger. Trampelpfade durch Wiesen, umgewühlte Waldböden, mit CO2 verpestete Luft aus unseren Fahrzeugen, Metall- und Kunststoffdosen im Waldboden, Schwermetalle und rare Rohstoffe in Batterien für GPS und Taschenlampen, Energieverbrauch durch PCs und Internetstruktur (Google soll angeblich 0,1 Promille des Weltstromverbrauchs verursachen ...) und so weiter.

So gut wie niemand kann die Natur nutzen, ohne einen gewissen Schaden zu hinterlassen. Geocacher ein wenig mehr, als reine Spaziergänger. Manche nehmen die Verantwortung ernst und achten penibelst darauf, diesen wirklich so gering wie nur irgend möglich zu halten, manchen ist es absolut egal und die breite Masse bewegt sich irgendwo dazwischen. Trotzdem verursachen wir vermutlich durchschnittlich mit jeder Dose, die wir finden, in der Summe mehr Schaden, als die drei Schrauben im Baum, die diesen Tumult ausgelöst haben.

In meiner Anfangszeit waren bei Nachtcaches noch unzählige Reflektoren an Waldbäume geschraubt. Das hat uns zunächst nicht im geringsten gestört. Als die Owner darauf sensibilisiert wurden und ihnen die möglichen Schäden klar wurden (Einbußen für den Waldbesitzer, Beschädigungen im Sägewerk), wurden die Schrauben entfernt und durch harmlose (leider meist nicht so langlebige) Alternativen ersetzt. Eine sinnvolle Änderung, die sicher wichtig war.

Aber jetzt so ein Fass aufzumachen, weil ein paar Schrauben in einen Straßenbaum (der alleine schon wegen seiner Bleibelastung vermutlich niemals in die Holzverwertung gehen kann) gedreht wurden, das spricht schon für einen gewissen Realitätsverlust. Oder haben wir gerade das Sommerloch?
 

radioscout

Geoking
Ich habe kürzlich ein paar Reflektoren eines Nachtcaches (vermutlich archived) zufällig gefunden und bin ihnen ein paar 100 Meter gefolgt.

Alle, die an Bäumen befestigt waren, waren nur auf die Rinde geklebt. Viele befanden sich an Pfählen und anderen "toten" Gegenständen.
 
radioscout schrieb:
Ich finde es, vorsichtig ausgedrückt, ausgesprochen seltsam und bedenklich, was für ein Verständnis vom Umgang mit fremden Eigentum einige User haben.

Welche Art der Nutzung akzeptiert wird entscheidet jeder Eigentümer einzig und alleine selber.

Oder würden die "Baumschrauber" es akzeptieren, wenn ich ihnen eine SoaM an die Haustür schraube? Die Tür geht davon nicht kaputt und man kann alles ohne viele Spuren wieder entfernen.

Wenn Du das an meine momentan noch Holztüre schraubst wäre mir das sogar recht gleich. An meiner demnächst kommenden Kunststofftüre wäre mir ein entsprechender leicht zu entfernender Klebstoff lieber! ;)

In beiden Fällen wärest Du zwar in meinen Privatbereich eingedrungen was auch nach dem "ehernen Cacherehrencodex" nicht sein sollte aber beides wäre tolerierbar. Wenn nach dem Anschrauben meine Versiegelung hin ist finde ich das scheisse, ansonsten...

Beide Befestigungen wären aber dunkelgrau. Das ist nicht so einfach zu entscheiden was noch geht wenn man ein Hobby betreibt das eigentlich IMMER andere Menschen beinflusst/beeinträchtigt.

LG Uli
 
OP
H

HansHafen

Geowizard
Inder schrieb:
Ja, Ihr habt ja alle Recht. Aber habt Ihr wirklich keine anderen Probleme im Leben?
Wir ruinieren die Natur mit unserem Hobby - das muss jedem klar sein. Der eine mehr, der andere weniger. Trampelpfade durch Wiesen, umgewühlte Waldböden, mit CO2 verpestete Luft aus unseren Fahrzeugen, Metall- und Kunststoffdosen im Waldboden, Schwermetalle und rare Rohstoffe in Batterien für GPS und Taschenlampen, Energieverbrauch durch PCs und Internetstruktur (Google soll angeblich 0,1 Promille des Weltstromverbrauchs verursachen ...) und so weiter.

So gut wie niemand kann die Natur nutzen, ohne einen gewissen Schaden zu hinterlassen. Geocacher ein wenig mehr, als reine Spaziergänger. Manche nehmen die Verantwortung ernst und achten penibelst darauf, diesen wirklich so gering wie nur irgend möglich zu halten, manchen ist es absolut egal und die breite Masse bewegt sich irgendwo dazwischen. Trotzdem verursachen wir vermutlich durchschnittlich mit jeder Dose, die wir finden, in der Summe mehr Schaden, als die drei Schrauben im Baum, die diesen Tumult ausgelöst haben.

In meiner Anfangszeit waren bei Nachtcaches noch unzählige Reflektoren an Waldbäume geschraubt. Das hat uns zunächst nicht im geringsten gestört. Als die Owner darauf sensibilisiert wurden und ihnen die möglichen Schäden klar wurden (Einbußen für den Waldbesitzer, Beschädigungen im Sägewerk), wurden die Schrauben entfernt und durch harmlose (leider meist nicht so langlebige) Alternativen ersetzt. Eine sinnvolle Änderung, die sicher wichtig war.

Aber jetzt so ein Fass aufzumachen, weil ein paar Schrauben in einen Straßenbaum (der alleine schon wegen seiner Bleibelastung vermutlich niemals in die Holzverwertung gehen kann) gedreht wurden, das spricht schon für einen gewissen Realitätsverlust. Oder haben wir gerade das Sommerloch?

Moin,

was ist das Fazit deines Postings? Weil wir eh im Leben alle hier und da Schäden an Material und Natur hinterlassen ist eh alles egal? Weil andere das auch machen - wieso dann nicht auch wir?

Komischer Ansatz.

Ich finde man kann schon sein möglichstes Tun um die Natur zu schützen. Ob nun im Alltag oder beim Geocachen. Dazu gehört es natürlich auch nicht so bekloppt zu seinen und einen Powertrail mit dem Auto abzufahren, nicht den halben Wald umzupflügen, Tiere nicht unnötig zu stören usw.

Das ist die eine Sache. Die andere ist, dass man eben Eigentum anderer nicht beschädigen soll. Was ist da so schwer zu kapieren? Nur weil irgendwer anders mal irgendwas gemacht hat berechtigt uns das doch nicht in unserm Bereich ähnlich rücksichtslos zu sein?

Letztlich sind die Gründe auch egal - jeder ist selber dafür verantwortlich dass Geocaching in einem eher positiven Licht gesehen wird, damit wir unser Hobby noch lange betreiben können. Sonst hagelt es halt in Zukunft Verbote (der Anfang ist ja schon gemacht) und unser Bereich wir mehr und mehr eingeengt.

Also kann man es auch mal ganz egoistisch sehen: Du willst dein Ding machen? Dann sorge dafür, dass weiterhin möglich ist...

BG
HansHafen
 

Inder

Geowizard
HansHafen schrieb:
was ist das Fazit deines Postings?

Es war wohl für manche zu kompliziert formuliert. Dann versuche ich es mal ein weniger einfacher zu umschreiben:
Ich finde es seltsam, wenn sich manche über den Fliegendreck am Nachbarfenster aufregen, während Sie selbst in den Garten scheißen. Würden wir alle zuerst unseren eigenen Mist wegräumen, bevor wir über andere herziehen, dann wäre vieles im Leben leichter.
 

Gueni

Geocacher
Inder schrieb:
HansHafen schrieb:
was ist das Fazit deines Postings?

Es war wohl für manche zu kompliziert formuliert. Dann versuche ich es mal ein weniger einfacher zu umschreiben:
Ich finde es seltsam, wenn sich manche über den Fliegendreck am Nachbarfenster aufregen, während Sie selbst in den Garten scheißen. Würden wir alle zuerst unseren eigenen Mist wegräumen, bevor wir über andere herziehen, dann wäre vieles im Leben leichter.
Da kann ich dir nur aus ganzen Herzen zustimmen.
 
OP
H

HansHafen

Geowizard
Inder schrieb:
HansHafen schrieb:
was ist das Fazit deines Postings?

Es war wohl für manche zu kompliziert formuliert. Dann versuche ich es mal ein weniger einfacher zu umschreiben:
Ich finde es seltsam, wenn sich manche über den Fliegendreck am Nachbarfenster aufregen, während Sie selbst in den Garten scheißen. Würden wir alle zuerst unseren eigenen Mist wegräumen, bevor wir über andere herziehen, dann wäre vieles im Leben leichter.

Moin,

für meinen Teil geht es nicht darum über andere herzuziehen, was bringt das?
Hoffe das wird nicht so verstanden? :-/

Eher darum zu sensibilisieren und somit Geocaching hoffentlich weiterhin lange betreiben zu können - ohne durch Verbote, verärgerte Behörden und Privatpersonen zu sehr eingeengt zu werden. Sollte doch im Interesse aller hier liegen?!

Ansonsten stimme ich dir da natürlich voll zu - auch im Alltag sollte man sich entsprechend verhalten. Nur ist das hier ja kein Alltags-Forum sondern ein Geocaching-Forum. Insofern findet man hier natürlich eher Problematiken die mit dem Cachen zu tun habe. Den Blick über den Tellerrand sollte man selbstverständlich nicht verlieren.

BG
HansHafen
 
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